04. Oktober 2019 / 21:12 Uhr

Derby an der Ammerke: 1. FC Germania Egestorf/Langreder empfängt den SV Arminia Hannover

Derby an der Ammerke: 1. FC Germania Egestorf/Langreder empfängt den SV Arminia Hannover

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Paul Niebers 1. FC Germania Egestorf/Langreder trifft im Oberliga-Derby auf Skerdi Bejzades SV Arminia Hannover.
Paul Niebers 1. FC Germania Egestorf/Langreder trifft im Oberliga-Derby auf Skerdi Bejzades SV Arminia Hannover. © Stefan Zwing/ Debbie Jayne Kinsey
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Der 1. FC Germania Egestorf/Langreder ist aktuell richtig gut drauf: Nach zuletzt drei Siegen in Folge in der Oberliga Niedersachsen wollen Paul Nieber und sein Mann der Stunde, Dominik Behnsen, auch gegen Lokalrivale Arminia Hannover wieder jubeln. Der SVA hingegen will seinerseits das Derby für sich entscheiden, um nicht unten reinzurutschen.

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Es läuft beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder zuletzt richtig rund. Drei Siege in Folge gab es in der Oberliga, Platz sieben ist der Lohn. Einen großen Anteil am Erfolg hat Dominik Behnsen mit fünf Toren in den vergangenen zwei Spielen. „Ich weiß jetzt, wo das Tor steht“, sagt der 22-Jährige mit einem Lachen. Er möchte gerne auch im nächsten Spiel jubeln, wenn es im Nachbarschaftsduell gegen den SV Arminia Hannover geht. Die Partie an der Ammerke beginnt am Sonntag um 15 Uhr.

„Er ist zuletzt gefühlt an jedem Tor beteiligt gewesen“, sagt Trainer Paul Nieber über Behnsen. Seine vier Tore im Spiel gegen Hagen/Uthlede waren für den Spieler selber „etwas Besonderes. Das letzte Mal habe ich in der B-Jugend vier Treffer in einer Partie erzielt“, erinnert er sich. „Jeder Schuss, der in die Nähe des Tores ging, war drin“, sagt er. Einen Höhenflug bekommt Behnsen, der auch in der Abwehrkette spielen kann, aber keineswegs.

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Behnsen rät Nachwuchsspielern zu Geduld und harter Arbeit

Ihm ist bewusst, dass jedes Spiel immer wieder aufs Neue eine Herausforderung darstellt. „Jeder bei uns im Team weiß jetzt, auf was es in der Oberliga ankommt. Man kann mit 90 Prozent Leistung nicht bestehen.“ Das sei ein Lerneffekt für die zahlreichen jungen Spieler gewesen, die aus der A-Jugend nach oben gekommen sind.

Das Gute: Behnsen, der selber im Sommer 2016 aus der A-Jugend des JFV Calenberger Land zu den Egestorfer Männern kam, weiß, mit welchen Problemen junge Spieler zu kämpfen haben. „Ich habe die erste Halbserie nur auf der Bank gesessen und dann etwas bei der Zweiten gespielt.“ Deshalb rät er allen Nachwuchsspielern zu Geduld und harter Arbeit im Training.

Für Nieber ist Behnsen – der erst 22 Jahre alt ist – schon zu einer wichtigen Stütze geworden, obwohl er laut Coach „kein Lautsprecher“ ist. „Die Jüngeren können sich dennoch sehr gut an ihm orientieren“, sagt Nieber, der Behnsen zu dieser Saison in den Mannschaftsrat beordert hat.

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Den Gegenspieler voll im Griff hat der Sehnder David Bruns (2.v.r.). ©
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Nieder erwartet Spiel auf Augenhöhe

Gegen Arminia werden die Egestorfer wohl die von Behnsen geforderten 100 Prozent Leistung abrufen müssen. „Die verfügen über eine große individuelle Qualität“, sagt Nieber und verweist auf den Sieg des SVA über Spitzenreiter VfV Hildesheim. Zuletzt strauchelten die Hannoveraner beim 3:4 gegen Hagen/Uthlede – und das trotz zwischenzeitlicher 3:0-Führung.

„Nur, weil wir ein paar Spiele gewonnen haben und Arminia nicht, ist es ein Derby. Und in Derbys passieren oft Dinge, die man sich vorher nicht ausmalen kann“, sagt Behnsen. Nieber stellt sich auf ein „wildes Spiel“ ein. Eine genaue Vorbereitung auf den Gegner ist schwierig: „Die wechseln ihre Startelf oft. Jetzt haben sie noch zwei neue Spieler verpflichtet. Für mich ist es ein Spiel auf Augenhöhe.“

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Arminia will unbedingt punkten, um nicht unten reinzurutschen

Arminia Hannover war bereits am Donnerstag im Einsatz, unterlag mit 1:2 beim VfL Oldenburg – ihre englische Woche setzt sich mit dem Auswärtsspiel bei der Germania fort.

Kommt das Derby zur rechten Zeit nach der jüngsten Negativserie? „Eigentlich ist es jetzt egal, gegen wen es geht. Wir müssen unbedingt wieder punkten, um nicht in der Tabelle unten reinzurutschen“, sagt Arminia-Trainer Skerdi Bejzade, für den nicht nur die Partie in Egestorf eine große Bedeutung hat. „Die nächsten zwei Partien, also auch in der Woche danach gegen Braunschweig, sind für uns sehr wichtig“, sagt der Coach, dem der gesperrte Ousmane Soumah fehlt.

Spannend wird die Frage, wie sich Bejzade auf der Torhüter-Position entscheidet. Für den zuletzt fehlerhaften Sandro Soraru stellte er Dominik Grimpe zwischen die Pfosten. Aber auch der Ersatzmann war in Oldenburg nicht souverän. „Ich werde das Training abwarten und mich dann entscheiden“, sagt der SVA-Trainer.

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