10. November 2018 / 15:35 Uhr

Derby gegen FC Inter : Frühes Tor reicht der BSG Chemie Leipzig nicht

Derby gegen FC Inter : Frühes Tor reicht der BSG Chemie Leipzig nicht

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Die BSG Chemie spielte am 10. November 2018 gegen den aktuellen Tabellen 3. in der Liga, den FC International
Kein Sieger im Derby: die BSG Chemie Leipzig und der FC International trennen sich 1:1-Unentschieden. © Dirk Knofe
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Früh getroffen und doch nicht gewonnen. In der Oberliga Süd haben sich am Sonnabend die BSG Chemie und der FC Inter Leipzig in Leutzsch 1:1 getrennt.

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Leipzig. Spitzenreiter BSG Chemie Leipzig hat seine Tabellenführung in der Oberliga Süd um einen Punkt ausgebaut, einen Befreiungsschlag aber verpasst. Mit einem 1:1 gegen den Tabellendritten FC Inter Leipzig bleiben die Leutzscher im vierten Spiel in Folge ohne Sieg.

Trainer Dietmar Demuth musste nach der 0:5-Klatsche aus der Vorwoche bei Verfolger Luckenwalde sein Team umstellen. Für den gesperrten Manuel Wajer rückte Marco Troglic in die Startelf. Eine Pause erhielt der zuletzt etwas unsichere Torhüter Julien Latendresse-Levesque, der für Dominic Heine Platz machen musste.

Traumstart für die BSG Chemie - Bejamin Schmidt trifft zur frühen Führung

Die BSG erwischte vor 2708 Zuschauern einen Traumstart. Schon in der elften Minuten durfte der Leutzscher Anhang jubeln. Benjamin Schmidt, der statt in der Innenverteidigung im Mittelfeld ran durfte, zog aus gut und gerne 30 Metern ab und traf ins Inter-Tor. Gästekeeper Dimitris Kyriatzis half kräftig mit und stand unglücklich etwas weit vor seinem Kasten.

Durchklicken: Die Bilder zum 1:1 im Derby zwischen der BSG Chemie und dem FC International

BSG Chemie Leipzig - FC International (1:1) Zur Galerie
BSG Chemie Leipzig - FC International (1:1) ©
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Chemie gehörte klar die Anfangsphase, der durch eine Erkältung geschwächte Kai Druschky hatte mit einem Freistoß das 2:0 auf dem Fuß. Bitter allerdings für Andy Wendschuch: Der Verteidiger musste schon nach einer halben Stunde verletzt vom Feld.

Kein Elfmeter für den FC Inter

Aufregung kurz vor der Pause: Inters Torjäger Adrian Bravo ging in der 41. Minute im Leutzscher Strafraum zu Boden. Kein Elfmeter, entschied Schiedsrichter Marek Nixdorf (Dresden). Bravo stand zuvor bereits im Abseits.

LIVE | Die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen FC International Leipzig e.V.

Gepostet von BSG Chemie Leipzig am Samstag, 10. November 2018

Eine Sache hatte Inter mit dem Pausenpfiff bereits hinter sich. Die Mannschaft von Coach Heiner Backhaus musste nicht mehr auf die Kurve der lautstarken BSG-Fans spielen. Der Trainer hatte seine Männer extra auf den Anhang der Chemiker im Training eingestimmt. Backhaus ließ laute Chemie-Fangesänge einspielen, die in halb Machern, dem Übungsort, zu hören waren. Bis auf zwei Spieler kannte der FC Inter die heiße Leutzscher Atmosphäre noch nicht.

Inters Torjäger Bravo trifft zum Ausgleich

Einen gebrauchten Tag erwischte Inters Christopher Sadamu Misaki. Der 23-Jährige kam erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel und war nur kurz dabei. In der 58. Minute holte er sich die gelbe Karte ab. Elf Minuten foulte er Daniel Heinze an der Mittellinie und unterband damit einen Konter. Schiedsrichter Nixdorf zeigte Gelb-Rot.

Die Fans sahen eine sehr zerfahrene zweite Halbzeit mit vielen Fouls. In einer turbulenten Schlussphase schlugen die Gäste und ihr Torjäger Bravo dann doch noch einmal zu. Mit dem 1:1 in der 81. Minute erzielte der Inter-Stürmer seinen 14. Saisontreffer. Chemie setzte noch einmal alles auf eine Karte. Alexander Bury scheiterte aber aus Nahdistanz an Kyriatzis. Zum Abschluss des Spiels sah dann Torschütze Schmidt in der Nachspielzeit auch noch die gelb-rote Karte.

Die Stimmen

Dietmar Demuth (BSG Chemie Leipzig): "Man sieht meiner Mannschaft derzeit die Verunsicherung an. Ich glaube, nach dem Spiel muss man mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben nach dem 1:0 keine Ruhe in unser Spiel bekommen. Es hat an vielen Ecken und Kanten gefehlt."

Heiner Backhaus (FC International): "Man hat gemerkt, dass viele von uns noch nie in so einer Atmosphäre gespielt haben. Chemie hat zurecht geführt. Erst dann haben wir die Nervosität zunehmend abgelegt und wurden sicherer. Ich bin stolz, dass wir dem Spiel insgesamt unseren Stempel aufdrücken könnten."

BSG Chemie: Heine – Rode, Karau, Wendschuch (29. Böttger), Heinze, Schmidt, B., Schmidt, L., Trogrlic, Bury, Keßler (73. Berger), Druschky (80. Stelmak)

FC Inter: Kyriatzis, Strietzel, Kim, Iereidis (78. Cygankov), Aschenkewitz, Rode, Serrano de la Cruza, Perez Bravo (90. Levnaic), Moutsa (46. Misaki), Franceschi, Kantartzis

Tore: 1:0 B. Schmidt (11.), 1:1 Bravo (81.)

Zuschauer: 2708

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