02. Dezember 2019 / 18:45 Uhr

Derby-Held Martin Depner: Sieg mit Muskelfaserriss nach Sturz

Derby-Held Martin Depner: Sieg mit Muskelfaserriss nach Sturz

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
Da zog sogar der Gegner den Hut: Mit Stand-Tischtennis und Schmerzen bog Vecheldes Martin Depner seinen Einzel-Krimi gegen Berkums Fabian Spatz noch. Berkums Youngster Lasse Bläsig (kleines Foto) überzeugte beim 9:3-Sieg gegen Hahndorf.
Da zog sogar der Gegner den Hut: Mit Stand-Tischtennis und Schmerzen bog Vecheldes Martin Depner seinen Einzel-Krimi gegen Berkums Fabian Spatz noch.  © Ralf Büchler
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Er krachte in die Bande, zog sich einen Muskelfaserriss zu, konnte nur noch im Stand weiterspielen und wehrte trotzdem noch fünf Matchbälle ab: Mit seinem 17:15-Fünfsatz-Sieg im Duell der Linkshänder gegen Berkums Fabian Spatz avancierte Vecheldes Martin Depner zum Derby-Helden seines Tischtennis-Bezirksoberligisten. 9:7 gewann Arminia II.

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Er krachte in die Bande, zog sich einen Muskelfaserriss zu, konnte nur noch im Stand weiterspielen und wehrte trotzdem noch fünf Matchbälle ab: Mit seinem 17:15-Fünfsatz-Sieg im Duell der Linkshänder gegen Berkums Fabian Spatz avancierte Vecheldes Martin Depner zum Derby-Helden seines Tischtennis-Bezirksoberligisten. 9:7 gewann Arminia II. „Es war das kurioseste Spiel meiner Karriere. Fabian tat mir richtig Leid“, sagte Depner.

Arminia Vechelde II – TTC Berkum 9:7 (29:30). Depner gegen Spatz – an diesen Krimi werden sich beide Teams noch lange erinnern. Beim Stand von 8:10 im vierten Satz stolperte Martin Depner und stürzte dabei so unglücklich in eine Bande, dass er sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog. Nach einer Behandlungspause quälte er sich mit Stand-Tischtennis weiter – und schaffte das Arminia-Wunder. Insgesamt fünf Matchbälle wehrte der 52-Jährige ab und gewann noch 12:10, 17:15. „Respekt“, zog TTC-Spieler Benjamin Weiß den Hut. Fabian Spatz konnte es nicht fassen. „Das war doppelt bitter, weil es auch ein wichtiges Spiel war. Früher hätte ich nach diesem Spiel aufhören wollen, doch meine wilden Zeiten sind vorbei“, kommentierte er sein entglittenes Spiel.

An ihm allein hatte es nicht gelegen, dass die Berkumer trotz eines 4:1-Starts noch verloren. „Das war sehr ärgerlich. Denn gefühlt waren wir lange Zeit der Gewinner, leider erwischte ich einen rabenschwarzen Tag“, bedauerte TTC-Spieler Benjamin Weiß. So konnten die Gäste es am Ende auch nicht ausnutzen, dass Vecheldes Kolja Frey sein zweites Einzel sogar kampflos abgab, weil es Probleme mit dem Babysitter gab und er vorzeitig nach Hause musste.

Dass die Vechelde die Partie noch drehten, hatten sie neben Muskelfaserriss-Held Depner vor allem Spitzenspieler Klaus Schwickerath und Youngster Luca Anders zu verdanken. Die beiden trumpften mit zwei Einzelsiegen auf. „Klaus hat so gut wie keine Fehler gemacht. Und Luca merkt man derzeit das viele Training an. Er hat jetzt die Sicherheit“, stellte Teamkollege Martin Depner erfreut fest. Der Derby-Sieg war für ihn eine Riesen-Überraschung. „Wir hatten mit gar nichts gerechnet und eher erwartet, dass wir ein gepflegtes 3:9 kriegen“, sagte er.

In den restlichen zwei Hinrunden-Spielen muss der Aufsteiger auf seinen Derby-Helden aber verzichten. „Die Hinserie hat sich für mich erledigt“, sagte der 52-Jährige.

Spiele: Klaus Schwickerath/Luca Anders – Sascha Henke/Gideon Kohlmann 3:2, Carsten Gruhn/Kolja Frey – Benjamin Weiß/Fabian Spatz 0:3, Martin Depner/Dirk Bölder – Lasse Bläsig/Marvin Krause 1:3, Schwickerath – Weiß 3:1, Gruhn – Henke 0:3, Frey – Spatz 0:3, Depner – Bläsig 3:2, Anders – Graeber 3:0, Bölder – Krause 0:3, Schwickerath – Henke 3:0, Gruhn – Weiß 3:1, Frey – Bläsig 0:3, Depner – Spatz 3:2, Anders – Krause 3:0, Bölder – Graeber 1:3, Schwickerath/Anders – Weiß/Spatz 3:1.

Mehr regionales Tischtennis

SV Hahndorf – TTC Berkum 3:9 (15:31). Auch mit zwei Ersatzspielern aus der Bezirksklasse waren die Berkumer nicht zu stoppen: „Wir haben eine gute Reaktion auf die Derby-Niederlage in Vechelde gezeigt“, stellte TTC-Spieler Fabian Spatz erfreut fest. Die Bestnote verteilte er an den ins obere Paarkreuz aufgerückten Youngster Lasse Bläsig, der beide Spiele souverän gewann. Gegen Material-Spieler Sascha Nolte gab Bläsig sogar nicht einmal einen Satz ab. „Lasse hat gegen den Abwehrspieler geduldig agiert und sich den richtigen Ball zum Angriff ausgesucht. Er hat ein gutes Auge bekommen“, lobte Teamkollege Spatz.

Seinen Einzel-Fluch stoppte zudem Jens Aschemann, der mit einer 0:6-Bilanz in die Saison gestartet war, nun aber seine ersten beiden Einzel gewann. „Asche hat gut gespielt“, betonte Teamkollege Spatz.

Zwar sein Einzel nicht gewonnen, aber trotzdem gut gespielt hatte auch Ersatz-Youngster Gideon Kohlmann. Er lieferte sich ein packendes und offensives Linkshänder-Duell mit André Passon, verlor aber 7:11 im Entscheidungssatz. „Gideon war noch etwas nervös, aber er hat bewiesen, dass er schon in der Bezirksoberliga mithalten kann“, lobte Fabian Spatz den Berkumer Jugendspieler.

Spiele: Sascha Nolte/André Passon – Sascha Henke/Jens Aschemann 0:3, Sebastian Engel/Michael Gatzke – Fabian Spatz/Simon Bonewitz 3:1, Ahmet Acar/Benjamin Buchzik – Lasse Bläsig/Gideon Kohlmann 1:3, Nolte – Bläsig 0:3, Engel – Henke 0:3, Acar – Spatz 0:3, Gatzke – Aschemann 0:3, Passon – Kohlmann 3:2, Buchzik – Bonewitz 3:1, Nolte – Henke 2:3, Engel – Bläsig 1:3, Acar – Aschemann 2:3.

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