02. Oktober 2021 / 20:15 Uhr

Vor 307 Zuschauern: Derby-Nullnummer zwischen Lok Seddin und der SG Michendorf (mit Galerie)

Vor 307 Zuschauern: Derby-Nullnummer zwischen Lok Seddin und der SG Michendorf (mit Galerie)

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
IMG_1686
Viele Zweikämpfe, aber keine Tore gab es im Derby zwischen Seddin und Michendorf. © Marius Böttcher
Anzeige

Landesklasse West: Am 7. Spieltag empfing der ESV Lok Seddin auf dem heimischen Sportplatz die SG Michendorf zum Lokalduell.

ESV Lok Seddin - SG Michendorf 0:0. "Wir haben uns im Vorfeld vorgenommen, hier als Mannschaft etwas mitzunehmen und können am Ende mit dem Punkt leben. Ich fand, dass das heute von beiden Mannschaften nicht viel mit Fußball zu tun gehabt hat. Wir haben uns Seddin angepasst und mit vielen langen Bällen agiert, was eigentlich nicht unser Spiel ist", befand SGM-Trainer Heino Schüler nach einem torlosen, aber rassigen Derby vor 307 Zuschauern und einer lautstarken Stimmung. Sein Gegenüber Ralf Gutschmidt sagte: "Ich kann meinem Trainerkollegen da nicht zustimmen. Hochachtung vor dem Spiel meiner Mannschaft, die sich hier bei drei Großchancen leider nicht belohnt hat. Wir müssen uns aber auf keinen Fall grämen."

Anzeige

Nach ersten Warnschüssen von Philipp Kruggel (1.) und Kevin Wüstenhagen (4.), die sichere Beute der Torhüter Tom Bickel und Felix Engel waren, spielte sich das Geschehen vor allem zwischen den Strafräumen ab. Mächtig Glück hatten die Gastgeber dann in Minute 33, als Nico Braun mit seinem missglückten Klärungsversuch die Latte des eigenen Tores traf.

In Bildern: Vor 365 Zuschauern: Seddin und Michendorf trennen sich torlos.

Eine tolle Kulisse, gute Stimmung und zwei leidenschaftlich kämpfende Mannschaften - das Derby zwischen dem ESV Lok Seddin (rote Trikots) und der SG Michendorf hatte vieles parat. Nur eben keine Tore. Zur Galerie
Eine tolle Kulisse, gute Stimmung und zwei leidenschaftlich kämpfende Mannschaften - das Derby zwischen dem ESV Lok Seddin (rote Trikots) und der SG Michendorf hatte vieles parat. Nur eben keine Tore. © Marius Böttcher

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig, klare Abschlüsse blieben Mangelware, ehe Gordon Klostermann bei der bis dato besten Chance des Spiels frei vor Bickel die Nerven versagten (56.). Sein Rechtsschuss ging ans Außennetz. Auf der anderen Seite parierte Engel einen Schuss von Sebastian Schenk ganz stark und verhinderte die Gästeführung (59.). Erneut bot sich Klostermann nach einem Michendorfer Fehler im Aufbauspiel die nächste Großchance (60.). Er setzte das Leder dieses Mal knapp am rechten Torpfosten vorbei. Eine Zeigerumdrehung später kam Kruggel in aussichtsreicher Position zum Abschluss, ließ die dritte dicke Gelegenheit innerhalb von fünf Minuten liegen. Sein Abschluss lenkte Bickel per Fußabwehr an den Pfosten.


SGM-Angreifer Chris Siebert leitete mit seinem Schuss aus 16 Metern neben den Lok-Kasten die Schlussphase ein (70.). In dieser passierte bis zur 83. Minute nicht viel, bis ein weiterer Abschluss von Siebert in den Armen von Engel landete. Jacob Woiwode hatte für die SGM noch einen Abschluss, der das Seddiner Tor aber verfehlte (88.). Anschließend pfiff der sehr gut leitende Schiedsrichter Stefan Kotte ein torloses, aber intensives Derby ab.

ESV Lok Seddin: Engel - Bach, Hencke, Braun, Koch - Naumann, Schendel - Klapper (77. Ulrich), F. Tietz, Kruggel (73. Siebert) - Klostermann.

SG Michendorf: Bickel - Pollack, Rook, Freitag, Schenk (78. Witthun) - Haubner, Lebentrau - Hermsdorf (62. Misch), Wüstenhagen (46. Großmann, 73. Woiwode), Borchmeyer - Siebert.