01. November 2021 / 17:52 Uhr

5:0-Derbysieg: Stahl Wittstock behauptet eindrucksvoll die Kreisoberliga-Spitze

5:0-Derbysieg: Stahl Wittstock behauptet eindrucksvoll die Kreisoberliga-Spitze

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Stahl-Coach Dietmar Andree (r.) und Co-Trainer Ingolf Thon sind mit ihrem Team an der Spitze.
Stahl-Coach Dietmar Andree (r.) und Co-Trainer Ingolf Thon sind mit ihrem Team an der Spitze. © Marius Böttcher
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Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Andree-Truppe besiegt Blumenthal/Grabow deutlich - Garzer Eric Pörschke schießt den SV Dreetz ab - Zernitz zeigt nach dem Seitenwechsel in Zaatzke eine Reaktion.

Kreisoberliga, 9. Spieltag: Stahl Wittstock – Blumenthal/Grabow 5:0 (2:0). Tore: 1:0 Jonas Bienert (10.), 2:0, 3:0 Jannes Langerwisch (43., 51.), 4:0, 5:0 Oliver Goldberg (80., 89.). Rote Karte: Johann Garlin (31./Grabow). Zuschauer: 140. Das Derby wurde zu einer überraschend deutlichen Angelegenheit. „Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, hätte es sogar noch höher ausgehen können“, sagte Dietmar Andree. Der Stahl-Coach hatte sich den Kampf um drei Punkte schwerer vorgestellt, seine Elf legte aber „eine Top-Einstellung“ an den Tag. Vorne wirbelte Oliver Goldberg, hinten nahm Oliver Drott Gäste-Angreifer Marcel Weckwerth aus dem Spiel. „Und die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt“, wusste Andree. Dem konnte Grabow-Trainer Ralf Lengert nur beipflichten: „Es war dann zu einfach für Stahl, bei uns ließen zu zehnt die Kräfte zusehends nach.“ Nach einer guten halben Stunde wurde SVBG-Keeper Johann Garlin vorzeitig zum Duschen geschickt, nachdem er das Spielgerät knapp außerhalb des Strafraums aufgenommen haben soll. „Eine fragwürdige Entscheidung, nur der Linienrichter hat das so gesehen“, kommentierte Lengert. Torwart-Oldie Matthias Krause könnte am nächsten Wochenende somit sein Comeback feiern.

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BSV Zaatzke – Zernitzer SV 2:4 (2:0). Tore: 1:0 Julius Vietz (26.), 2:0 Sebastian Koch (35.), 2:1 Manuel Lübke (53., Strafstoßtor), 2:2 Jacob Rossa (75.), 2:3 Jakob Rahn (89.), 2:4 Chris-Bernd Göbel (90.+1). Zuschauer: 75. Zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten sahen die Fans am Zaatzker Rotdornweg. Im ersten Abschnitt gefiel der BSV, der die Zernitzer Passivität zur 2:0-Führung nutzte. Nach dem Pausentee zeigte der ZSV aber eine Reaktion, welche Trainer Marco Urner in der Kabine auch lautstark einforderte: „Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt, ich war fassungslos, das war eine absolute Frechheit.“ Auch wenn seine Schützlinge das Geschehen in den zweiten 45 Minuten noch umbiegen konnten, so war Urner unter dem Eindruck der ersten Halbzeit noch immer angefressen: „Keine Leidenschaft, keine Einsatzbereitschaft – wenn meine Jungs dachten, man kann Zaatzke mal eben so herspielen, dann haben sie sich getäuscht.“ In der Schlussphase wollte der BSV doch noch den Sieg, die freien Räume nutzte dann aber Zernitz.

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SV 90 Fehrbellin – Blau-Weiß Wusterhausen 4:0 (2:0). Tore: 1:0 k.A. (41.), 2:0 Tobias Wilde (45.), 3:0 k.A. (60.), 4:0 Julian Rosendräger (83.). Zuschauer: 75. In der ersten halben Stunde sah Blau-Weiß-Coach seine Mannschaft „klar besser. Aber wir haben unsere Offensivaktionen schlecht ausgespielt“. Statt mit einer eigenen Führung die Seiten zu wechseln, fingen sich die Gäste laut Nucklies jedoch „zwei Gurkentore“. Nach dem Seitenwechsel fehlte Wusterhausen die Power, „wir hätten noch zwei Stunden spielen können und hätten das Tor nicht getroffen“, so Nucklies. Sein Fehrbelliner Trainerkollege Ronald Schubert zeigte sich zufrieden: „Wir haben diesmal keine schwerwiegenden Fehler gemacht und zu den richtigen Zeitpunkten die Tore erzielt. Ein verdienter Sieg.“

Pankower SV – TSV Wustrau 5:2 (1:2). Tore: 0:1 Richard Buggermann (2.), 1:1 Jan Eßmann (4.), 1:2 Domenic Dean Biemann (12.), 2:2 Marcus Niemann (48.), 3:2, 4:2, 5:2 Tony Schulz (56., 66., 78.). Zuschauer: 90. Wie schon vor Wochenfrist gegen Stahl Wittstock lag der TSV zur Pause mit 2:1 in Front, musste den grünen Rasen nach 90 Minuten aber erneut als Verlierer verlassen. Die wilde Startphase ging an die Wustrauer, welche nach dem Trainer-Weggang von Andy Kretschmann von Stephen Polei und Manuel Walter betreut werden. Im zweiten Durchgang glichen die Prignitzer aber schnell aus – und hatten mit Dreierpacker Tony Schulz den Matchwinner auf ihrer Seite.

Die Mannschaft des Tages vom neunten Spieltag der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin.
Die Mannschaft des Tages vom neunten Spieltag der Kreisoberliga Prignitz/Ruppin. © SPORTBUZZER

Garz-Kicker Eric Pörschke in Torlaune

SV Garz-Hoppenrade – SV Dreetz 8:0 (3:0). Tore: 1:0, 2:0 Eric Pörschke (33., 34.), 3:0 Franz Arndt (45.), 4:0 Tim Stralendorf (50.), 5:0 Pörschke (56.), 6:0 Wilhelm Schiele (60.), 7:0, 8:0 Pörschke (73., 74.). Zuschauer: 82. Ein Doppelschlag ebnete dem Gastgeber gegen den chancenlosen Aufsteiger den Weg Richtung Heimsieg. Eric Pörschke überragte bei Garz mit fünf Treffern.

Rot-Weiß Kyritz – Meyenburger SV 1:3 (1:2). Tore: 0:1 Kevin Berlin (22.), 0:2 Jeremy Lange (30.), 1:2 Stefan Keiling (44.), 1:3 Lange (70.). Zuschauer: 87. Trotz der Heimniederlage war Kyritz-Coach Ronny Krapat nicht unzufrieden: „Es war ein gutes Spiel meiner Mannschaft, da war auch mehr drin.“ Das Fehlen wichtiger Stammkräfte wie Marty Müller, Martin Sorban oder Jens Westphal sei „fast nicht zu kompensieren“, sagte Krapat. Zwei saubere Konter nutzte Meyenburg zur Führung, der Anschlusstreffer vor der Pause war für die Knatterstädter wichtig. Nach der Pause lief Chester Kandziora frei auf das MSV-Tor zu, vergab aber. „Meyenburg hatte die bessere Chancenverwertung und ist daher der nicht unverdiente Sieger. Sie haben es gut gemacht“, so Krapat.