26. April 2018 / 19:29 Uhr

Derby: Wipshausen will Revanche

Derby: Wipshausen will Revanche

Sönke Rathje
Peiner Allgemeine Zeitung
Blumenhagens Spielertrainer Patrick Tschapke (rechts), der seinen Vertrag vor wenigen Tagen verlängert hat, möchte am Sonntag gegen Wipshausen (links) einen Punkt holen.
Blumenhagens Spielertrainer Patrick Tschapke (rechts), der seinen Vertrag vor wenigen Tagen verlängert hat, möchte am Sonntag gegen Wipshausen (links) einen Punkt holen. © Isabell Massel
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Wipshausens Coach Jörg Witte hat seinen Spielern vor dem Derby in der 1. Fußball-Kreisklasse gegen Blumenhagen eine Pause verordnet, um die Köpfe wieder frei zu bekommen. Wendeburgs Trainer Michael Lenk-Holst hingegen will es den Zweiflern zeigen: „Wir werden die Serie anständig zu Ende spielen.“

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Wipshausens Coach Jörg Witte hat seinen Spielern vor dem Derby in der 1. Fußball-Kreisklasse gegen Blumenhagen eine Pause verordnet, um die Köpfe wieder frei zu bekommen. Wendeburgs Trainer Michael Lenk-Holst hingegen will es den Zweiflern zeigen: „Wir werden die Serie anständig zu Ende spielen“, sagt er vor dem Kellerduell gegen Edemissen.

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TSV Wipshausen – Germania Blumenhagen (Sonntag, 15 Uhr). Sechs Siege aus sieben Spielen stehen in diesem Jahr zu Buche, dennoch ist TSV-Trainer Jörg Witte mit den zuletzt gezeigten Leistungen nicht einverstanden. „Wir durchlaufen gerade eine Schwächephase, das hat man in den beiden Spielen gegen Plockhorst und Marathon gesehen.“ Seine Spieler wirken durch die zurückliegenden Trainingseinheiten und Spiele platt. „Außerdem haben sie zu viele Selbstzweifel und fragen sich, ob es für den zweiten Platz, den wir gerade belegen, auch am Ende reicht.“

An den Titel denkt Witte nicht, denn: „Sonnenberg ist einfach zu stark. Ohnehin treten wir auf fremden Plätzen etwas ängstlich auf. Deshalb habe ich die Woche trainingsfrei gegeben, mit der Hoffnung, dass wieder Schwung in unsere Aktionen reinkommt.“

Gegen Blumenhagen will der TSV das schwache Hinspiel mit der 1:3-Pleite vergessen machen. „Ein Selbstläufer wird das aber nicht, denn an guten Tagen können die Blumenhagener jeden schlagen in dieser Klasse. Bei ihren Standards sind sie brandgefährlich, deswegen dürfen wir diese auch nicht leichtfertig verursachen.“ Aber vor allem eins macht Witte Mut, dass er sein Ziel, drei Punkte, erreicht: „Wir haben diesmal keine Rumpfelf wie im Hinspiel – und bis Sonntag sind hoffentlich auch alle ausgeruht.“


Nicht so gut läuft es dagegen bei den Germanen. Nach gutem Start in die Rückrunde mit drei Siegen aus drei Spielen kam der Motor etwas ins Stottern, gute und schlechte Leistungen wechselten sich ab. „Das Hin und Her ist dem Umstand geschuldet, dass wir immer wieder personell wechseln mussten und nie mit der kompletten Mannschaft auflaufen konnten“, erläutert Trainer Patrick Tschapke.

Entsprechend gibt er sich auch vorsichtig. „Mit einem Punkt wäre ich zufrieden. Wipshausen hat einen guten Lauf und ist sicher heiß auf die Revanche. Zudem haben wir noch einige verletzte Stammkräfte und mussten in den vergangen zwei Wochen neue Verletzungen hinnehmen.“

Aber es gibt auch eine gute Nachricht – Tschapke hat seinen Vertrag als Trainer in Blumenhagen um zwei Jahre verlängert. „Als wir vor fünf Jahren den Neustart in der 3. Kreisklasse wagen mussten, war Patrick unser absoluter Wunschtrainer, und die vergangenen Spielzeiten haben uns gezeigt, dass wir richtig lagen. Deswegen sind wir froh, dass er sich entschieden hat, uns auf unserem Weg zwei weitere Jahre zu begleiten“, sagt Blumenhagens zweiter Vorsitzender Carsten Gödecke.

TSV Zweidorf/Wendeburg – TSV Edemissen II (Sonntag, 15 Uhr). Die Wendeburger stehen abgeschlagen am Tabellenende – und am Sonntag empfangen sie mit den Edemissern ein Team, das seit Beginn der Rückrunde den Vorsprung vor Wendeburg von zwei auf 14 Zähler ausbauen konnte.

„In diesem Spiel geht es realistisch betrachtet nicht mal mehr um den letzten Strohhalm“, sagt Wendeburgs Trainer Michael Lenk-Holst. „Es hätte nicht soweit kommen müssen, aber einige Spieler, die uns für die Rückrunde zugesichert hatten, dabei zu sein oder zu bleiben, haben uns den Rücken zugekehrt. Wir sind froh, wenn wir überhaupt elf Mann für eine Partie zusammenbekommen.“

Das Spiel gegen Handorf musste aus Personalmangel sogar abgesagt werden. In der Liga wird bereits darüber gemutmaßt, wann die Wendeburger die Reißleine ziehen und abmelden, doch davon will Lenk nichts wissen. „Wir werden beweisen, dass wir die Saison mit Anstand zu Ende bringen – wenn wir mindestens zehn Mann zusammenbekommen, werden wir auch antreten, schon aus Respekt vor dem Gegner. Wenn wir aber wie gegen Handorf nur acht Spieler zur Verfügung haben, muss ich leider absagen, da ich mich nicht abschießen lassen möchte.“

Sein Blick richtet sich schon auf die kommende Saison: „Wir sind mit ein paar Spielern im Gespräch, um etwas Neues aufzubauen.“ Aber bis es soweit ist, will die Elf um Lenk-Holst das Bestmögliche aus der Saison herausholen: „Gegen Lafferde sah das lange gut aus, da hat man gesehen, was wir hätten erreichen können, wenn alle zur Stange gehalten hätten. Vielleicht können wir ja den einen oder anderen trotzdem noch ärgern.“