11. November 2019 / 13:15 Uhr

"Derbysieger, Derbysieger – hey, hey“: TSV Altenholz stürmt an die Tabellenspitze

"Derbysieger, Derbysieger – hey, hey“: TSV Altenholz stürmt an die Tabellenspitze

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Der Altenholzer Jan Patzel (re.) klärt vor Erik Empen.
Der Altenholzer Jan Patzel (re.) klärt vor Erik Empen. © Uwe Paesler
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Der neue Spitzenreiter der Fußball-Landesliga Schleswig ist nach dem Rückrundenauftakt am 16. Spieltag der TSV Altenholz. Die Schwarz-Gelben schossen sich mit einem 2:1 im Derby gegen den Gettorfer SC auf den ersten Platz und zogen am TSV Kronshagen vorbei. Das Team von Coach Nadeem Hussain kam nicht über ein torloses Remis gegen den TuS Collegia Jübek hinaus. Große Freude im Tabellenkeller: Der Osterrönfelder TSV sammelte drei Big Points im Abstiegsduell beim FC Reher/Puls. Auch der TuS Jevenstedt konnte sich mit dem 3:2 gegen die SpVg Eidertal Molfsee Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen .

TuS Jevenstedt - SpVg Eidertal Molfsee 3:2

Der TuS setzt den positiven Entwicklungstrend fort und blieb zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. Der Schlüssel zum Erfolg? „Wir konnten in der zweiten Halbzeit einen drauflegen, waren bissiger in den Zweikämpfen und haben zielstrebiger nach vorne gespielt“, bilanzierte TuS-Coach Patrick Nöhren. Eidertals Trainer Jörg Ahrens sah es ähnlich: „Jevenstedt hat verdient gewonnen. Wir machen zu viele einfache Fehler und haben in der zweiten Hälfte unsere Kompaktheit verloren.“ In den ersten 45 Minuten gelang es der SpVg, die Jevenstedter vom eigenen Tor fernzuhalten. Ohne große Highlights ging ein Spiel, das zwischen beiden Strafräumen stattfand, in die Pause. Dann zogen die Hausherren das Tempo an und gingen durch das Strafstoßtor von Sebastian Hehnke (53.) in Führung. Der Ausgleich folgte durch Marvin Lorentzen (55.) im Gegenzug. „Wir haben aber gemerkt, dass heute was geht und dementsprechend noch schneller in die Spitze gespielt“, so Nöhren. Der Mut zahlte sich aus. Lucas Seefeldt (65.) und Mirko Mrosek (73.) sorgten für einen Zwei-Tore-Vorsprung, den Lorentzen (77.) erneut verkürzen konnte. „Nach dem 3:1 haben wir den Deckel nicht drauf gemacht und Eidertal am Leben gelassen. Das ist der einzige Kritikpunkt“, erklärte der TuS-Coach.

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Klickt euch durch die Fotos zur Landesliga-Begegnung zwischen dem TuS Jevenstedt und der SpVg Eidertal Molfsee:

Luis Kronester (li.) beim Versuch, den Lauf von Jevenstedts Mirko Mrosek (re.) mit vollem Körpereinsatz zu stoppen. Zur Galerie
Luis Kronester (li.) beim Versuch, den Lauf von Jevenstedts Mirko Mrosek (re.) mit vollem Körpereinsatz zu stoppen. ©

FC Reher/Puls - Osterrönfelder TSV 2:5

Osterrönfeld ist dank des Sieges wieder ein Stück näher ans rettende Ufer herangerückt. „Mein Fazit fällt sehr positiv aus. Vor allem aufgrund der Moral, die wir das komplette Spiel über gezeigt haben“, lobte OTSV-Coach Tim Fuhrmann. Gleich zweimal konnten die Gelb-Blauen im ersten Durchgang einen Rückstand egalisieren. Ali Dogan (22.) und Felix Peter Struck (39.) trafen für die Gäste. „Wir waren das bessere Team“, betonte Fuhrmann. Reher/Puls zog sich weit zurück und wurde nur bei Standards gefährlich. Das Übergewicht nutzte der OTSV in der Schlussviertelstunde, als Kevin Rathjen (74., 90.+2) per Doppelpack und Jannik Landtreter (83.) das 5:2 perfekt machten.

Landesliga: TuS Jevenstedt - Spvg Eidertal Molfsee

TSV Kronshagen – TuS Collegia Jübek 0:0

„Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll oder nicht“, hatte der Kronshagener Coach Nadeem Hussain „gemischte Gefühle“ nach dieser Nullnummer, bei der sein Team wie schon eine Woche zuvor zwei Punkte liegen ließ. Den Platzherren fehlte die Durchschlagskraft. So konnten sie sich trotz der größeren Spielanteile allenfalls Halbchancen erspielen. Glück hatten sie, als der Jübeker Alexander Zeh nur die Latte traf (15.) und der Ball danach von der Torlinie ins Feld zurücksprang. In den letzten Spielminuten wechselte sich der 47-jährige Jübeker Trainer Guido Fehrke selbst ein, um den Punktgewinn zu sichern. „Wir haben seit drei Spielen nicht mehr gewonnen, aber auch nicht verloren“, resümierte Hussain mit Blick auf den Verlust der Tabellenführung.

(Reinhard Gusner)

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Unter dem #Depressionistheilbar gedachten die Teams in einer Schweigeminute dem vor zehn Jahren verstorbenen Torwart Robert Enke. Zur Galerie
Unter dem #Depressionistheilbar gedachten die Teams in einer Schweigeminute dem vor zehn Jahren verstorbenen Torwart Robert Enke. ©

Gettorfer SC - TSV Altenholz 1:2

„Derbysieger, Derbysieger – hey, hey“, schallte es am Freitagabend über den Gettorfer Sportpark. Doch nicht aus den Kehlen der rot-weißen Heimmannschaft. Nein, Schwarz-Gelb feierte ausgelassen den Derbyerfolg und die Tabellenführung. „Der 2:1-Sieg war auf jeden Fall hochverdient. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit sensationellen Fußball gespielt“, lobte Liridon Imeri, Trainer des TSV Altenholz, den Auftritt. Von Beginn an agierten die Gäste mit breiter Brust, waren dem GSC in allen Belangen überlegen. „Bei uns hat man die Verunsicherung nach den letzten Niederlagen gespürt. Und Altenholz hat es gerade am Anfang auch richtig gut gemacht“, erklärte GSC-Trainer Christian Schössler. Lasse Jensen (19.) und Pierre Didier Webessie (25.), der von Gettorf-Keeper Robin Biss von den Beinen geholt wurde und den Strafstoß selbst verwandelte, brachten Altenholz in Führung. Von den Rot-Weißen war wenig zu sehen – bis auf eine Standardsituation kurz vor der Pause. Erik Empen (43.) sorgte für den Anschluss. Im zweiten Durchgang waren die Gastgeber zwar noch einmal gewillt, den Ausgleich zu erzielen. „Doch uns fehlte die Durchschlagskraft“, haderte Schössler. Der TSVA ließ nichts anbrennen, verpasste es, das Spiel bei Kontern frühzeitig zu entscheiden.

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