03. Februar 2020 / 20:54 Uhr

Sie werden immer stärker! Deshalb dürfen die Grizzlys noch auf Platz sechs schielen

Sie werden immer stärker! Deshalb dürfen die Grizzlys noch auf Platz sechs schielen

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der nächste Sieg: Chris Casto und die Grizzlys gewannen gegen Mannheim.
Der nächste Sieg: Chris Casto und die Grizzlys gewannen gegen Mannheim.
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Es wird darauf ankommen, danach gleich wieder voll da zu sein! Aber die Pause bis zum 13. Februar haben sich die Grizzlys Wolfsburg redlich verdient. Der heimische Eishockey-Erstligist ist auf dem besten Wege, sein großes Saisonziel noch zu erreichen.

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Das Minimalziel ist schon nah. Doch inzwischen schielen die Verantwortlichen auch auf mehr. Manager Charly Fliegauf: „Es ist noch viel Eishockey zu spielen nach der Pause. Platz sechs ist noch nicht weg.“

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2019 hatten die Grizzlys die Play-Offs erstmals nach zehn Jahren Dauer-Teilnahme (Liga-Rekord) verpasst. Die Endrunde wieder zu erreichen, war das Minimalziel, das hat der Achte nun in der eigenen Hand.

Der Vorsprung auf den Elften aus Köln (feuerte gestern Manager Mark Mahon) ist mit neun Punkten groß. 

Lange sah es nicht gut aus mit dem Erreichen der Play-Offs. Nach 19 Spielen lagen die Grizzlys gerade mal einen Punkt vor dem Elften und Zwölften, sieben Punkte hinter dem Sechsten und Siebten. Langsam, aber sicher haben sich die Grizzlys von den Nicht-Play-Off-Plätzen abgesetzt. Rang sieben, der genau wie Rang acht Heimrecht in der ersten Play-Off-Runde bringt, ist nur vier Zähler entfernt.

Grizzlys gegen Adler - Die Bilder des Spiels

Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor zum 1:1 während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Adler Mannheim am 31.01.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH) Zur Galerie
Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor zum 1:1 während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Adler Mannheim am 31.01.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Moritz Eden/City-Press GmbH) ©
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Dort steht Ingolstadt. Fliegauf ahnt: „Das letzte Wochenende der Saison kann sehr interessant werden.“ Ingolstadt ist Wolfsburgs letzter Hauptrunden-Gegner und -Gastgeber. Zwei Tage zuvor kommt der noch punktgleiche Neunte aus Nürnberg zum Hauptrunden-Abschluss in die Eis-Arena. Gut für die Grizzlys: Ihr Torverhältnis ist weitaus besser als das von Nürnberg, Augsburg (10.) und Köln. Ingolstadts um drei Treffer günstigere Bilanz ist einholbar. 

„Es kommt darauf an, dass wir unser Spiel machen, so gut wie möglich punkten“, weiß Fliegauf. Auch Augsburg und Köln werden in den letzten neun Partien Gegner sein. Bleibt gegen die direkten Konkurrenten wenig liegen und werden ein paar weitere Zähler abgestaubt, sieht es gut aus. Denn die direkten Konkurrenten treffen noch in vielen Konstellationen aufeinander.  

Ganz entscheidend: Das selber Punkten klappt immer besser. Fliegauf: „Ich glaube, nicht viele Teams haben aus den vergangenen fünf Partien zwölf Punkte geholt.“ Fünf Partien mit Punkten in Folge hatte Wolfsburg in dieser Saison vorher nicht, unter den vier Siegen in dieser Zeit waren zudem die beiden Dreier gegen die Top-Teams aus Mannheim und München. 

Gegen München war es der zweite Saisonsieg, gegen Mannheim der Erste, womit das Team von Trainer Pat Cortina auch weiter an der Bilanz gegen Klubs aus dem oberen Viertel schraubte. Da stand lange eine Null, jetzt fehlt nur noch ein Sieg gegen Straubing, den nächsten Heimgegner. In der Heimbilanz sind die Wolfsburger inzwischen nicht mehr Vorletzter, sondern inzwischen auf Rang zehn vorgerückt, auswärts sind sie weiterhin gefährlich, rangieren auf Platz fünf. 

Das Team hat während der Spielzeit einen Wandel unter Coach Pat Cortina durchgemacht. Hatte es im ersten Saisonviertel nur indiskutable 14 Punkte (und eine Sieben-Pleiten-Serie) gegeben, so waren es im zweiten 13-Spiele-Block schon 18, in der dritten Runde gegen alle Konkurrenten sogar 19. Jetzt sind es bereits zehn Zähler aus vier Partien. Hält der Trend, ist Platz sechs, der direkt ins Play-Off-Viertelfinale führt, noch machbar.