21. Oktober 2020 / 06:45 Uhr

"Desolat": Alarmierter Kehl warnt nach BVB-Schlappe bei Lazio vor kommenden Aufgaben

"Desolat": Alarmierter Kehl warnt nach BVB-Schlappe bei Lazio vor kommenden Aufgaben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Kehl sieht Borussia Dortmund vor schwierigen Wochen, sollte eine Leistungssteigerung ausbleiben.
Sebastian Kehl sieht Borussia Dortmund vor schwierigen Wochen, sollte eine Leistungssteigerung ausbleiben. © imago images/Revierfoto
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Der Start in die neue Champions-League-Saison ist Borussia Dortmund misslungen. Nach dem 1:3 bei Lazio Rom fanden sowohl BVB-Trainer Lucien Favre als auch Lizenzspielerchef Sebastian Kehl sehr kritische Worte für die Leistung des Bundesliga-Vizemeisters.

Nach zuletzt zwei Siegen in der Bundesliga wurde Borussia Dortmund von Lazio Rom hart auf den Boden der Realität zurückgeholt. Die Italiener bezwangen den BVB zum Auftakt der Champions League ohne Mühe mit 3:1 (2:0) und versetzten den Lizenzspielerchef der Borussia, Ex-Kapitän Sebastian Kehl, sofort in Alarmstimmung. "Es war eine desolate Leistung", schimpfte der 40-Jährige gegenüber Sky - und warnte mit deutlichen Worten vor den anstehenden Aufgaben.

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Auf die gefrusteten Dortmunder wartet ein knallhartes Programm mit fünf Spielen in den kommenden zweieinhalb Wochen - der Schlusspunkt dieser Akkord-Wochen ist der Klassiker gegen den FC Bayern am 7. November. Kehl gibt sich keinen Illusionen hin - wenn der BVB so auftritt wie in Rom, dann würde man gegen den Triple-Sieger wenig Chancen haben. "Wir müssen uns ganz, ganz anders präsentieren", schimpfte er. "Sonst werden die nächsten Wochen sehr hart für uns." Schon die nächste Partie hat hohes Blamage-Potenzial: Am Samstag kommt das seit 20 Spielen sieglose Schalke 04 zum Revierderby in den Signal Iduna Park.

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Auch Dortmunds Trainer Lucien Favre ging ungewöhnlich hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. Sich in der gegen Lazio gezeigten Verfassung für die K,o,-.Runde zu qualifizieren, werde "sehr, sehr schwer" gestand er gegenüber dem norwegischen Sender Viaplay und zerlegte die Leistung seiner Mannschaft: "Wir waren nicht gut. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen, da auch nicht reingegangen. Ich spreche nicht von den Abwehrspielern. Es war überhaupt nicht gut, gerade bei Balleroberung. Wenn du das nicht machst, ist die Quittung sofort da."

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Kehl ging indes sogar noch weiter und betonte, dass man leistungstechnisch "einige Ausfälle" im Team hatte: "Wenige Spieler sind in der ersten Halbzeit annähernd an ihre Leistungsgrenze gekommen." So wie in Rom dürfe man sich in den kommenden Spielen "nicht annähernd präsentieren", warnte der designierte Nachfolger von BVB-Sportdirektor Michael Zorc, der 2022 wohl für den Ex-Nationalspieler Platz macht. Die weiteren Gruppengegner des BVB heißen Zenit St. Petersburg und Club Brügge. Die Belgier hatten das direkte Duell in Russland am frühen Abend knapp mit 2:1 für sich entschieden.