15. Januar 2020 / 12:08 Uhr

EM-Chancen der Handball-Nationalmannschaft: Funktionäre schreiben DHB-Team nicht ab

EM-Chancen der Handball-Nationalmannschaft: Funktionäre schreiben DHB-Team nicht ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Handball-Funktionäre Uwe Schwenker (oberer Kreis), Dirk Schmäschke (mittlerer Kreis) und Stefan Kretzschmar (unterer Kreis) attestieren der deutschen Nationalmannschaft um Kapitän Uwe Gensheimer Steigerungsbedarf und viel Potenzial.
Die Handball-Funktionäre Uwe Schwenker (oberer Kreis), Dirk Schmäschke (mittlerer Kreis) und Stefan Kretzschmar (unterer Kreis) attestieren der deutschen Nationalmannschaft um Kapitän Uwe Gensheimer Steigerungsbedarf und viel Potenzial. © imago images/Bildbyran/sportfotodienst/Oliver Zimmermann/Eduard Bopp/Montage
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Die deutschen Handball-Funktionäre Uwe Schwenker, Dierk Schmäschke und Stefan Kretzschmar haben die EM-Chancen der deutschen Mannschaft um Kapitän Uwe Gensheimer beurteilt. Ihrer Ansicht nach gibt es viel zu tun, wenn das Prokop-Team weiter kommen will.

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Trotz der durchwachsenen Vorrunde traut der Liga-Präsident Uwe Schwenker den deutschen Handballern bei der Europameisterschaft weiter den Einzug in die Medaillenrunde zu. "Diese Mannschaft hat das Potenzial, sich zu steigern. Sie kann immer noch das Halbfinale erreichen. Das ist zwar eine Herausforderung, aber aufgrund der günstigen Auslosung möglich", sagte Schwenker der Deutschen Presse-Agentur.

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Als Gold-Anwärter sieht der 60-Jährige allerdings andere Nationen an. "Favoriten auf den Titel sind Norwegen und Spanien", erklärte Schwenker. Der DHB-Auswahl stellte er nach dem mühevollen Einzug in die Hauptrunde, die am Donnerstag mit dem Duell gegen Weißrussland beginnt, ein schlechtes Zwischenzeugnis aus. "Das strukturierte Spiel, insbesondere auf der Spielmacherposition, und die geordneten Abläufe auf dem Spielfeld vermisst man schon. Auch in der Defensive hat es bisher nicht ganz gepasst", kritisierte der 60-Jährige.

Flensburg-Boss: "Spiel gegen Weißrussland kann Schub geben"

Auch Dierk Schmäschke, Geschäftsführer des deutschen Meisters SG Flensburg-Handewitt, hat das Team von Bundestrainer Christian Prokop trotz der wenig überzeugenden Vorrundenauftritte noch nicht abgeschrieben. "Ich traue der Mannschaft eine deutliche Steigerung zu. Da ist noch sehr viel Luft und Potenzial. Das Spiel gegen Weißrussland am Donnerstag kann einen Schub geben", sagte Schmäschke und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass die Mannschaft es doch noch zu den Finalspielen nach Schweden schafft."

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<b>Trainer Christian Prokop </b> hat sich auf 16 DHB-Spieler festgelegt, mit denen er in die Handball-EM 2020 starten wird. Der <b>SPORT</b>BUZZER stellt die Mannschaft vor. Zur Galerie
Trainer Christian Prokop hat sich auf 16 DHB-Spieler festgelegt, mit denen er in die Handball-EM 2020 starten wird. Der SPORTBUZZER stellt die Mannschaft vor. ©

Dafür drückt auch der ehemalige Profi Stefan Kretzschmar die Daumen. In seiner Internet-Talk-Sendung nahm der Ex-Nationalspieler und neue Sportvorstand des Bundesligisten Füchse Berlin den WM-Vierten in die Pflicht: "Wir dürfen kein Spiel mehr verlieren. Weißrussland wird der erste Gradmesser. Das ist eine nicht zu unterschätzende Mannschaft."

Proko-Team mit wenig Glanz in die Hauptrunde

Die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop hatte in ihren drei bisherigen Partien der EM-Vorrunde nur wenig Glanz versprüht. Zum Start gab es ein hohes aber zeitweise wackliges 34:23 gegen Außenseiter Holland. Dann folgte im zweiten Match eine herbe 26:33-Klatsche gegen Top-Favorit Spanien und im letzten Vorrunden-Spiel gegen Lettland einen für die Ansprüche des Prokop-Teams viel zu wackligen 28:27-Sieg. Unter anderem Kapitän Uwe Gensheimer hatte nach dem Lettland-Spiel klar gemacht, dass die Mannschaft ihre Ansprüche "runterschrauben" müsse.

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