25. März 2021 / 16:21 Uhr

Deutlicher Testspiel-Sieg: Dynamo Dresden gewinnt gegen Carl Zeiss Jena

Deutlicher Testspiel-Sieg: Dynamo Dresden gewinnt gegen Carl Zeiss Jena

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Agyemang Diawusie
Agyemang Diawusie (Nr. 11) gehörte gegen Jena zu Dynamos Torschützen. © Jochen Leimert
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Dynamo Dresden gewann am Donnerstag das Testspiel gegen Carl Zeiss Jena klar mit 5:0. Dabei konnte die zweite Garde etwas Spielpraxis sammeln und Chris Löwe feierte nach fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback.

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Dresden. Spielpraxis gesammelt, Tore geschossen, Test bestanden – der Freundschaftskick gegen den Regionalligisten aus Jena hat für Dynamo Dresden seinen Zweck vollumfänglich erfüllt. Deutlich mit 5:0 (4:0) besiegte der Drittliga-Spitzenreiter am Donnerstag den FC Carl Zeiss und wurde selbst mit der zweiten Reihe seiner Favoritenrolle gerecht.

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In der heimischen Walter-Fritzsch-Akademie erzielten Marvin Stefaniak (10.), Luka Stor (14.), Agyemang Diawusie (27., 36.) und der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Panagiotis Vlachodimos (77.) die Tore für die Schwarz-Gelben. Der Sieg hätte auch noch höher ausfallen können, denn Dynamo vergab noch einige Chancen, Vlachodimos verschoss sogar einen Foulelfmeter (67.).

Ausnutzung der Länderspielpause

Trainer Markus Kauczinski war zufrieden mit dem, was ihm seine Reservisten anboten, denn in der Startelf gegen die Thüringer stand nicht ein Profi, der am Montagabend beim 0:1 bei 1860 München begonnen hatte. Die diesmal aufgebotene Truppe zeigte sich gegen den Vierten der gestoppten Regionalliga Nordost hungrig, so mancher Spieler konnte sich bei Kauczinski in Erinnerung bringen.

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Niklas Kreuzer dringt in den Strafraum der Jenaer ein und schlägt eine Flanke in die Mitte, wo Luka Stor wartet. Zur Galerie
Niklas Kreuzer dringt in den Strafraum der Jenaer ein und schlägt eine Flanke in die Mitte, wo Luka Stor wartet. ©

Der Coach war dankbar für die Gelegenheit, das Spiel in der Länderspielpause einschieben zu können. Ihm und seinen Anschlusskadern kam die Partie sehr gelegen: „Es ist gut für die Jungs, die wenig gespielt haben, zu sehen, dass sie darum kämpfen, dass sie dranbleiben, nicht aufgeben und dass sie auch was können. Das ist wichtig für mich, aber auch für die Jungs selber – für ihr Selbstbewusstsein.“

Starke Leistung von Diawusie

So konnte Stefaniak gleich etwas für die eigene Psyche tun, als der Wolfsburger Leihspieler eine Ablage von Luka Stor zur frühen 1:0-Führung ins linke untere Eck verwertete (10.). Dann hatte der an diesem Tag kaum zu haltende Diawusie – neben Stor als zweite Spitze aufgeboten – seine erste gute Szene, als er den Ball dem Slowenen schön in den Lauf spielte und Stor das 2:0 besorgte (14.).

Der Blondschopf revanchierte sich dann nach einem Fehler von Matti Langner, als er Diawusie das 3:0 auflegte, das der Ex-Ingolstädter in der 27. Minute erzielte. Und Diawusie – in der 3. Liga nur Randfigur – machte gleich weiter, setzte sich mit einem Solo energisch gegen Lucas Stauffer durch und ließ beim 4:0 Torhüter Tom Müller im Jenaer Kasten keine Abwehrchance (36.).

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Jena hatte zwar auch gute Möglichkeiten – so trafen Langer und Marius Grösch das Alu (35./41.) –, doch die Gäste konnten die Partie nicht mehr spannend machen. Sie wechselten in der zweiten Halbzeit dann auch durch, der ursprünglich als Generalprobe für den Regionalliga-Restart gedachte Test hatte an Stellenwert eingebüßt, als am Mittwochabend klar geworden war, dass der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen wird.

„Ist einfach anderer Fußball“

Bei Dynamo wurde etwas weniger gewechselt. Zuerst kam Vlachodimos zur zweiten Halbzeit, wo der Grieche eigentlich Bäume ausreißen wollte. Doch dem Ex-Großaspacher misslang einiges, die erste Großchance versemmelte er auch (66./vorbei). Dann wollte ,Pana’ den an Diawusie verwirkten Elfer schießen, doch Lukas Sedlak parierte den Versuch des Dresdners (67.). Nach Vorarbeit von Leroy Kwadwo traf der Pechvogel zum Glück doch noch zum 5:0-Enstand (77.).

Jenas Trainer Dirk Kunert nahm das Ergebnis gefasst auf: „Wir haben fünf Monate kein Pflichtspiel absolviert. Man hat heute gesehen, was es heißt, wenn eine Mannschaft wie Dynamo im Saft steht. Das ist einfach ein anderer Fußball.“

Dynamo: Wiegers (73. Kiefer) – Kulke, Großer, C. Löwe (51. Kühn) – Kreuzer (46. Vlachodimos), J. Löwe, Stark, Stefaniak, Kwadwo (83. Will) – Diawusie, Stor (73. Königsdörffer)