22. Februar 2021 / 07:19 Uhr

"Schon bessere Tage erlebt": Spelmeyer-Preuß wird Fünfte bei Hallen-DM

"Schon bessere Tage erlebt": Spelmeyer-Preuß wird Fünfte bei Hallen-DM

Matthias Abromeit
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
An der Medaille vorbei: Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß läuft
bei der Hallen-DM auf Rang fünf.
An der Medaille vorbei: Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß läuft bei der Hallen-DM auf Rang fünf. © IMAGO/Beautiful Sports
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Mit einer Medaille ist es bei der deutschen Hallenmeisterschaft für Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (VfL Oldenburg) nichts geworden. Die Hannoveranerin wurde am Ende Fünfte, Platz sechs belegte Trainingskollegin Luna Thiel (VfL Eintracht).

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Aus der erträumten Medaille ist nichts geworden. Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß musste sich bei der deutschen Hallenmeisterschaft in Dortmund im 400-Meter-Finale mit Rang fünf zufrieden geben. Im Spurt auf der Zielgeraden fehlten der Hannoveranerin im Trikot des VfL Oldenburg auf die persönliche Bestzeit laufende Bronzegewinnerin Brenda Cataria-Bryll (LG Olympia Dortmund/53,69) nur 20 Hundertstelsekunden. Hinter ihr kam ihre Trainingskollegin Luna Thiel (VfL Eintracht /54,45) auf Rang sechs.

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„Ich habe schon bessere Tage erlebt. Dabei habe ich mich vorher so gut gefühlt. Auch eine Bestzeit habe ich mir zugetraut“, sagte Spelmeyer-Preuß. Am Vortag war sie noch locker in 53,67 Sekunden zum Sieg im ersten Vorlauf gerannt und wollte wie Thiel – in 53,92 Sekunden Zweite im dritten Vorlauf – noch einen draufsetzen. Doch als es im Finale in der Helmut-Körnig-Halle nach der ersten Runde auf die Innenbahn gehen sollte, war sie eingekesselt.

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Aufholjagd auf der Zielgeraden

„Ich habe nur noch die Haare von allen möglichen Leuten im Gesicht gehabt.“ Um einer Kollision zu entgehen, musste die Hannoveranerin abbremsen. „Da verliert man fast eine halbe Sekunde“, sagte Spelmeyer-Preuß. Sie musste der Musik hinterherlaufen und verlor zumindest die beiden Führenden, Corinna Schwab (LAC Chemnitz/52,01) und Laura Müller (SV Saar 06/52,60), die beide persönliche Bestzeit liefen, aus den Augen. Auf der Zielgeraden startete die Hannoveranerin eine Aufholjagd. „Aber in der Halle ist die Gerade eben sehr kurz. Etwas später hätte ich wohl noch Platz vier geschafft“, sagte Spelmeyer-Preuß. Zu Alica Schmidt (SCC Berlin/53,84) auf Rang vier fehlten nur fünf Hundertstelsekunden.

Trost gab es von Ehemann Tobias Preuß. Der derzeit verletzte Wasserballer von Waspo 98 saß zu Hause im Wohnzimmer und verfolgte das Rennen im Livestream – beobachtet von den Kameras des NDR. „Die machen derzeit Reportagen, wie sich die Olympia-Kandidaten auf die Spiele vorbereiten und haben bei uns zu Hause gesessen.“ Ein wenig besser hätte sich die Tokio-Kandidatin da doch präsentieren wollen.


Plätze für Hallen-EM werden vergeben

Einen weiteren Trost könnte es für Spelmeyer-Preuß in den kommenden Tagen geben. Die Plätze für die Hallen-Europameisterschaft im polnischen Torun werden vergeben. „Wahrscheinlich werden sechs Frauen nominiert, weil zwei schon im Einzelrennen starten und die 4x400-Meter-Staffel auch läuft“, sagte ihr Heimtrainer und Männer-Bundestrainer Edgar Eisenkolb. Die beiden Hannoveranerinnen wären dann Teil des Sextetts. „Das wäre für den Teamzusammenhalt gut. Denn im Sommer haben wir ja noch einiges vor“, sagte Spelmeyer-Preuß.