21. Mai 2019 / 19:06 Uhr

"Warum nicht in drei Spielen?" Waspo 98 startet in die Finalserie gegen Spandau

"Warum nicht in drei Spielen?" Waspo 98 startet in die Finalserie gegen Spandau

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Starker Typ: Waspo-Torwart Moritz Schenkel jubelt im vergangenen Jahr beim Supercup-Sieg gegen Spandau.
Starker Typ: Waspo-Torwart Moritz Schenkel jubelt im vergangenen Jahr beim Supercup-Sieg gegen Spandau. © Florian Petrow
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Moritz Schenkel hat vor dem Auftakt der Finalserie um die deutsche Meisterschaft Kraft in der Heimat getankt. Am Mittwoch geht es für Waspo 98 Hannover und seinen Torhüter los gegen Dauerrivale Wasserfreunde Spandau. Schenkel hofft auf eine schnelle Entscheidung.

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Das freie Wochenende hat die beste Motivation für Moritz Schenkel geschaffen. Der Torwart von Waspo 98 Hannover war auf Heimatbesuch in Krefeld und hat dort diverse Sporterfolge mitfeiern dürfen. „Die HSG Krefeld hat den Aufstieg in die 2. Handball-Liga geschafft, und Uhlenhorst Mülheim ist beim Final Four in Krefeld deutscher Hockeymeister geworden – und beide Male waren Freunde dabei“, erzählt der 28-Jährige.

Zuversichtlicher Moritz Schenkel

Verständlich, dass Schenkel am Mittwoch nachziehen möchte. Er und die Kollegen von Waspo 98 treffen im Volksbad Limmer auf den Dauerrivalen Wasserfreunde Spandau. Dort beginnt um 19 Uhr die Finalserie um die deutsche Wasserball-Meisterschaft. Der Titel geht an die Mannschaft, die zuerst drei Spiele gewonnen hat. Geht es nach Schenkel, feiern die Hannoveraner schon am Sonntag. „Warum sollen wir nicht in drei Spielen den Sack zumachen?“, fragt der Torwart.

Dabei schreckt es ihn nicht, dass die Spiele Nummer zwei und drei ebenso in Berlin stattfinden wie eine eventuelle fünfte Begegnung. „In der Hauptstadt haben wir immer gut gespielt“, sagt Schenkel und nennt das Erfolgsrezept für die anstehenden Spiele: „Wir müssen aus einer sicheren Verteidigung heraus spielen. Wir sind defensiv und offensiv stark, wir sind eine Mannschaft.“ Obacht geben müsse sein Team allerdings auf das „Pressen und die Konter der Spandauer“.

Straffes Programm zum Finale

Die Saisonbilanz spricht für Hannover: In sechs Duellen in der Champions League, der Bundesliga, dem DSV-Pokal und dem Supercup hieß der Sieger viermal Waspo 98.

Schenkel ärgert sich allerdings über die Terminierung des Saisonhöhepunktes. „Unsere Saison läuft von Oktober bis Ende Mai mit vielen Pausen“, sagt er. „Aber die Finals werden in zehn Tagen durchgepeitscht.“ Besonders strapaziös ist das nächste Wochenende mit zwei Spielen in 22 Stunden. „Andere Verbände spielen ihre Finals im Mittwoch-Samstag-Rhythmus. Das gibt es nur in Deutschland“, sagt Schenkel.

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Hinzu kommt: Nach den nationalen Endspielen nimmt das Wettkampfprogramm für Schenkel und seine Kollegen richtig Fahrt auf, da böte eine schnelle Finalserie mehr Erholung zwischendurch. Zunächst steht vom 6. bis 8. Juni das Final 8 in der Champions League an – vor heimischem Publikum im Stadionbad und Volksbad Limmer. Waspo 98 misst sich dort mit dem italienischen Starensemble von Pro Recco.

Wieder gigantische Stimmung?

Dort kann wie schon in den nationalen Endspielen gegen Spandau das Publikum eine entscheidende Rolle spielen. „Im letzten Jahr war die Stimmung gigantisch beim fünften Endspiel gegen Spandau, das musste man erlebt haben“, sagt der Torwart und hofft deshalb auf regen Besuch bei beiden Höhepunkten in Hannover.

Bilder vom fünften Spiel um die Deutsche Wasserballmeisterschaft zwischen Waspo 98 und Spandau 04 (Juni 2018)

Die Waspo-Spieler feiern mit Sekt und Pokal. Zur Galerie
Die Waspo-Spieler feiern mit Sekt und Pokal. ©
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Und nach der Champions League ist für Schenkel vor der Weltmeisterschaft. In Gwangju in Südkorea ist die deutsche Auswahl nach zwei verpassten Qualifikationen wieder im Konzert der Großen dabei. „Wir streben einen Platz unter den ersten acht an“, sagt der Hannoveraner. Das wäre eine weitere Steigerung nach dem neunten EM-Rang im Vorjahr und böte gute Chancen auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Die Entscheidung über die Tickets fällt im April des nächsten Jahres.

Wiedersehen mit Wiencek

Im Olympischen Dorf in Japan könnte Schenkel dann auch Patrick Wiencek wiedertreffen. Mit dem Kreisläufer des THW Kiel hat er als Kind zusammen in einer Handballmannschaft gespielt. Und Wiencek gab mit seinen Kielern eine weitere Motivationsvorlage für Schenkel und Waspo 98 – mit dem Gewinn des EHF-Pokals.

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