28. März 2021 / 20:20 Uhr

Deutsche Piloten fahren in Bahrain hinterher: Schumacher hat "viel gelernt", Vettel ist frustriert

Deutsche Piloten fahren in Bahrain hinterher: Schumacher hat "viel gelernt", Vettel ist frustriert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mick Schumacher und Sebastian Vettel sind am Sonntag in die neue Saison gestartet.
Mick Schumacher und Sebastian Vettel sind am Sonntag in die neue Saison gestartet. © IMAGO/Motorsport Images/PanoramiC (Montage)
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Mick Schumacher und Sebastian Vettel haben zum Auftakt der neuen Formel-1-Saison die Punkteränge verpasst - und sind beide nicht fehlerfrei geblieben. Während sich Schumacher mit seinem Haas früh drehte, crashte Vettel mit Esteban Ocon und wurde bestraft. Ihre Resümees fallen unterschiedlich aus.

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Am Ende war er "zu 90, 95 Prozent happy": Mick Schumacher hat sich in seinem Debütrennen in der Formel 1 in Bahrain am Sonntag achtbar geschlagen. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher kam in seinem Haas, dem deutlich schlechtesten Auto im Feld, als 16. ins Ziel - und hat damit zwar keine Punkte, dafür aber an Erfahrung gewonnen. "Viel Positives" will der 22-Jährige aus dem Rennen ziehen, sagte er bei Sky. Im Rennen habe er "viel gelernt, viel Spaß gehabt. Ich freue mich schon aufs nächste Wochenende."

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Einen kleinen Schönheitsfehler hatte der erste Auftritt des Formel-2-Weltmeisters aber doch: Nach dem Restart, der durch den Unfall seines Teamkollegen Nikita Mazepin notwendig wurde, flog Schumacher von der Strecke ab und drehte sich, konnte im Gegensatz zu Mazepin eine Runde zuvor jedoch weiterfahren. "Mit kalten Rädern zu früh ans Gas gegangen und dann das Heck verloren", lautete die Erklärung des Deutschen, der auf Platz 18 von 20 gestartet war.

Zudem sei es auf der Strecke "sehr windig" gewesen. "Es war mit den Bedingungen nicht optimal. Es war sehr schwierig", so Schumacher, der nach dem Dreher wieder den Anschluss ans Feld fand und ähnliche Zeiten wie die Williams-Piloten, die vor ihm lagen, fuhr. Die Überrundung nach gut der Hälfte des Rennens nahm der Haas-Pilot sportlich: "Wir wussten von vornherein, dass das der Fall sein wird und ich damit klar kommen und lernen muss. Ich kann nicht direkt in die Top Fünf fahren, auch wenn ich das gern würde."

Vettel mit Pleiten, Pech und Pannen

Zu einem ganz anderen Fazit muss Sebastian Vettel nach seinem Debüt-Wochenende für das aus Racing Point hervorgegangene Aston-Martin-Team kommen. Pleiten, Pech und Pannen bestimmten die Trainings und das Rennen des von Ferrari verpflichteten Spitzenfahrers. Der viermalige Weltmeister setzte auf eine riskante Ein-Stopp-Strategie. "Wir mussten einfach etwas versuchen", sagte er. Es klappte nicht. Zumal er wegen einer Aktion gegen Esteban Ocon auch noch eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekam. Nach den Frustjahren bei Ferrari herrschte nun auch zum Auftakt seiner neuen Mission erstmal weniger Euphorie.

Schon in der Qualifikation patzte Vettel. Unter gelben Flaggen fuhr der Heppenheimer zu schnell und musste damit statt von Platz 18 als 20. und Letzter starten. Nach gutem Start wirkte sich sowohl die Strategie als auch der Unfall mit Ocon negativ auf das Gesamtergebnis aus. "Es tut mir leid fürs Team", sagte Vettel nach Position 15 frustriert. Immerhin blickte der 33-Jährige zuversichtlich nach vorn: "Wir haben eine Menge gelernt und wissen, wo wir uns verbessern sollen."