20. Januar 2020 / 10:20 Uhr

Schenkel verhindert noch Schlimmeres: Deutschland geht gegen Montenegro unter

Schenkel verhindert noch Schlimmeres: Deutschland geht gegen Montenegro unter

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Steht im Mittelpunkt: Torwart Moritz Schenkel von Waspo
 (hier beim Länderspiel gegen Ungarn). 
Steht im Mittelpunkt: Torwart Moritz Schenkel von Waspo (hier beim Länderspiel gegen Ungarn).  © imago images/Hentschel
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Das war vor allem offensiv zu wenig: Die deutschen Wasserballer verlieren bei der EM gegen Montenegro mit 3:10 - Lichtblick ist lediglich Waspo-Keeper Moritz Schenkel. Nun geht es am Montag gegen Vizeweltmeister Spanien. Olympia muss die DSV-Auswahl aber auch bei einer Niederlage nicht abschreiben.

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Die Gegner haben Moritz Schenkel respektvoll auf die Schulter geklopft nach Abpfiff. Aber auch mitleidig, der 29-Jährige von Waspo 98 lächelte gequält. Der Wasserball-Schlussmann hatte bei der EM-Pleite gegen Montene­gro einen kompletten Dammbruch verhindert.

Mit 3:10 (1:2, 0:3, 1:3, 1:2) verlor die DSV-Auswahl und landete in der Vorrunde auf Platz drei. Die Chance auf die Teilnahme an der Olympiaqualifikation besteht noch, die Deutschen verpassten aber eine lösbare Aufgabe im Achtelfinale gegen die Türkei. Stattdessen geht es heute (16 Uhr) in Budapest gegen Vizeweltmeister Spanien.

"Am Ende waren wir nur eine Chicken Farm“

Sportsoldat und Wirtschaftsstudent Schenkel gab wie immer alles. Er hämmerte gegen beide Pfosten vor dem Anpfiff, schrie oft, zeigte zwölf Paraden und war bester Mann. Die Deutschen versagten jedoch offensiv. Die Chance zum 2:2 vergab Ben Reibel per Strafwurf, dann kam nichts mehr. Bundestrainer Hagen Stamm war nicht nur von der Einstellung seiner Spieler enttäuscht: „Am Ende waren wir nur eine Chicken Farm.“

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Olympia bleibt in Sichtweite

Es steht zu befürchten, dass das DSV-Team auch gegen die starken Iberer Federn lässt, wenngleich es zuletzt im Test in Berlin ein 10:10 gab. Selbst bei der dritten Pleite in der vierten Partie dürfen Schenkel und seine Mitstreiter aber noch von Olympia träumen. Dazu könnte anschließend ein Sieg im ersten Platzierungsspiel gegen Griechenland oder Rumänien reichen. „Ich will unbedingt nach Tokio“, betonte Schenkel. „Die Spiele sind mein großes Ziel.“

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