20. November 2020 / 17:32 Uhr

Lösung gefunden: Jörg Hoffmann bleibt Schwimmtrainer in Potsdam

Lösung gefunden: Jörg Hoffmann bleibt Schwimmtrainer in Potsdam

Tobias Gutsche
Märkische Allgemeine Zeitung
Seit 2005 betreut Jörg Hoffmann in Potsdam die Spitzengruppe, seit 2018 als offizieller Bundesstützpunkttrainer.
Seit 2005 betreut Jörg Hoffmann in Potsdam die Spitzengruppe, seit 2018 als offizieller Bundesstützpunkttrainer. © Bernd Gartenschläger
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Nach Änderungen am Bundesstützpunkt ist die Zukunft des 50-Jährigen gesichert - zumindest bis Olympia 2021. Sein Schützling Christian Diener ist erleichtert und startet nun im Finale der Eliteliga.

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Aus der Ferne verfolgt Jörg Hoffmann genau, wie sein Schützling Christian Diener bei der International Swimming League (ISL) in Budapest auf hohem Niveau seine Bahnen zieht. „Christian macht das gut, die Leistungen sind ordentlich“, sagt er. Am Wochenende steht der Rückenschwimmer des Potsdamer SV nun mit seinem ISL-Team London Roar im großen Finale der Weltelite.

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Auf dem Weg zu deren Wiedersehen bei Olympia in Tokio wird Hoffmann ihn auch weiter begleiten. Wie der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) auf SPORTBUZZER-Anfrage mitteilte, wurde in Zusammenarbeit mit Brandenburgs Schwimmverband, Landessportbund und Sportministerium eine Lösung gefunden, dass der 50-Jährige bis August 2021 Trainer am Bundesstützpunkt (BSP) bleiben kann. „Das ist ein wichtiger Fortschritt. Für die Zeit darüber hinaus wird durch die DSV-Partner weiterhin nach Lösungen gesucht“, hieß es.

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Hoffmanns ursprünglicher Vertrag als BSP-Trainer läuft Ende des Jahres aus. Seit November hat der DSV Reiner Tylinski am Standort als BSP-Leiter installiert – und damit dem bisherigen Chef Hoffmann vorgesetzt. So wurde die Job-Zukunft des Ex-Weltklasse-Langstrecklers unsicher. Diener, mehrfacher EM-Medaillengewinner und Olympiasiebter von 2016, wandte sich daraufhin an Dirk Schimmelpfennig. Dem Vorstand Leistungssport beim Deutschen Olympischen Sportbund schrieb er einen Brief, machte darin sein Unverständnis klar, warum „ein eingespieltes Team wie Hoffi und ich“ in der Olympiavorbereitung auseinandergerissen werden solle, erzählt der 27-Jährige.

Dass nun vorerst wieder Klarheit herrscht, freue ihn. „Einer Trainerin wie Melanie Marshall steht er in nichts nach“, lobt er Hoffmann. Marshall coacht den britischen Brust-Superstar Adam Peaty. In Budapest, wo Diener den deutschen Kurzbahn-Rekord über 50 Meter verbesserte und seinen eigenen 100- und 200-Meter-Bestmarken mehrfach nahe kam, wird der Potsdamer von ihr betreut.