05. September 2021 / 22:37 Uhr

Tor-Festival gegen Armenien: DFB-Team mit Gala beim Heim-Debüt von Hansi Flick

Tor-Festival gegen Armenien: DFB-Team mit Gala beim Heim-Debüt von Hansi Flick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Hansi Flick hat ein glänzendes Heim-Debüt als Bundestrainer gefeiert.
Hansi Flick hat ein glänzendes Heim-Debüt als Bundestrainer gefeiert. © IMAGO/Sportfoto Rudel
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Glänzendes Heim-Debüt für Hansi Flick: Der neue Bundestrainer kam mit der deutschen Nationalmannschaft in Stuttgart zu einem deutlichen Sieg gegen Armenien. Das DFB-Team übernahm damit auch die Spitze in seiner WM-Qualifikationsgruppe.

Die Nationalmannschaft hat sich beim Heim-Debüt des neuen Bundestrainers Hansi Flick in Gala-Form präsentiert. Drei Tage nach dem mühsamen 2:0 gegen Liechtenstein zeigte sich das DFB-Team in allen Belangen verbessert und kam gegen Armenien zu einem 6:0 (4:0). Die deutsche Auswahl übernahm damit auch die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe J und hat die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr wieder fest im Visier. Für die Tore vor 18.000 Zuschauern in Stuttgart sorgten Serge Gnabry (6. und 15.), Marco Reus (35.), Timo Werner (44.), Jonas Hofmann (52.) und Debütant Karim Adeyemi (90.+1). Am kommenden Mittwoch wartet zum Abschluss des Länderspiel-Dreierpacks nun Island.

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Flick hatte seine Startelf im Vergleich zur Partie gegen Liechtenstein nominell auf sechs Positionen verändert. Kapitän Manuel Neuer, der zuletzt wegen Sprunggelenksproblemen pausierte und am Donnerstag von Bernd Leno vertreten worden war, kehrte ins deutsche Tor zurück. Der verletzte Robin Gosens wurde auf der linken Außenbahn von Thilo Kehrer ersetzt, der gegen Liechtenstein noch im Zentrum verteidigt hatte. Kehrers Platz in der Innenverteidigung übernahm Antonio Rüdiger. Ebenfalls neu von Beginn an dabei: Leon Goretzka, Jonas Hofmann, Reus und Gnabry. Besonders mit der Besetzung der Außenbahnen durch Kehrer und Hofmann überraschte Flick - doch seine Maßnahmen zahlten sich schnell aus.

Die deutsche Nationalmannschaft zeigte sich entschlossen und konsequent in der Defensive, bestens organisiert und kreativ im Mittelfeld sowie zwingend und abschlussstark vor dem gegnerischen Kasten. So dauert es nur fünf Minuten bis zur ersten Chance: Kehrers Kopfball touchierte die Latte die Gäste-Tores. Wenige Sekunden später zielte Gnabry genauer. Der Bayern-Star wurde von seinem Klubkollegen Leon Goretzka glänzend in Szene gesetzt und donnerte den Ball aus halbrechter Position ins Netz. Und es ging weiter nach vorn: Querpass Reus, Abschluss Gnabry, 2:0.

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Armenien um den unauffälligen früheren BVB-Profi Henrikh Mkhitaryan blieb kaum einmal Luft zum Durchschnaufen. Die deutsche Offensivreihe mit Gnabry, Leroy Sané, Reus und Werner lief zeitweise enorm früh an und zwang den Gegner zu Fehlern. In eigenem Ballbesitz zirkulierte die Kugel schnell, immer wieder wurde der Abschluss gesucht. Nachdem Sané mit einem wuchtigen Schuss die Latte getroffen hatte (22.), führte eine der nächsten sehenswerten Kombinationen zum 3:0. Über Gnabry und Werner kam der Ball zu Reus und der BVB-Kapitän erzielte seinen ersten Treffer im DFB-Trikot seit gut zwei Jahren.

Adeyemi kommt zu Länderspiel-Debüt

Flicks Mannschaft war in den ersten 45 Minuten noch immer nicht fertig. Kurz vor der Pause spielte Joshua Kimmich einen Chip-Ball auf den Kopf von Goretzka, dieser ließ die Kugel in die Mitte tropfen und Werner vollendete. Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich die überzeugende Vorstellung fort. Hofmann gelang aus der Distanz sein erstes Länderspiel-Tor. Nach einer Stunde nahm der neue Bundestrainer dann die ersten Wechsel vor. Für Sané, Reus und Kimmich kamen die beiden Youngster Jamal Musiala und Florian Wirtz sowie Ilkay Gündogan in die Partie.

Kurz darauf hätte es fast das sechste Mal im gegnerischen Tor eingeschlagen. Die Armenier kratzten Hofmanns Abschluss gerade noch von der Linie (62.). Deutschland blieb hoch überlegen - und Flick gab dem nächsten Talent eine Chance. Für Gnabry kam Adeyemi ins Spiel. (71.). Zwölf Minuten später feierte mit David Raum, der für Kehrer eingewechselt wurde, ein weiterer U21-Europameister sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Adeyemi machte das halbe Dutzend dann unmittelbar vor dem Ende voll.