19. Mai 2021 / 12:52 Uhr

Mit Müller, Hummels und Teenie-Power: Bundestrainer Joachim Löw benennt DFB-Kader für die EM

Mit Müller, Hummels und Teenie-Power: Bundestrainer Joachim Löw benennt DFB-Kader für die EM

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw hat seinen EM-Kader präsentiert.
Bundestrainer Joachim Löw hat seinen EM-Kader präsentiert. © Getty Images (Montage)
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Joachim Löw hat seinen Kader für die anstehende Europameisterschaft benannt. Dabei setzt er bei seinem letzten Turnier als Bundestrainer auf viel Erfahrung - und Shootingstar Jamal Musiala vom FC Bayern.

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Mit den Rückkehrern Thomas Müller und Mats Hummels sowie dem 18 Jahre alten Top-Talent Jamal Musiala geht die deutsche Nationalmannschaft in die Europameisterschaft vom 11. Juni bis zum 11. Juli. Joachim Löw benannte am Mittwoch seinen 26-köpfigen Kader für das paneuropäische Turnier in elf Städten und setzt dabei auf eine Mischung aus viel Routine und Frische. Überraschend: Mit Kevin Volland von der AS Monaco entschied sich der Bundestrainer für einen weiteren Rückkehrer. Der 28-Jährige stand zuletzt im November 2016 für den DFB auf dem Platz. Christian Günter vom SC Freiburg ist ebenfalls dabei. Der Freiburger bestritt sein bisher einziges Länderspiel 2014.

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"Wir haben gesagt, dass wir alles noch einmal überprüfen und jeden Stein umdrehen, um die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen, um Erfolg zu haben", sagte der Bundestrainer zu seiner Personalauswahl: "Wichtig ist bei so einem Turnier, dass man die Positionen doppelt besetzt." Löw wies zudem darauf hin, dass man den geplanten Umbruch auch aufgrund der Pandemie-Lage nicht vollends umsetzen konnte.

Das DFB-Aufgebot für die Europameisterschaft in der Galerie

Das ist der DFB-Kader für die Europameisterschaft

Manuel Neuer (FC Bayern München) Zur Galerie
Manuel Neuer (FC Bayern München) ©

Den größten Block im Aufgebot bilden Spieler des FC Bayern. So ist auch der vor der verkorksten WM 2018 noch ausgemusterte Leroy Sané mit dabei - und Müller. Wie BVB-Abwehrchef Mats Hummels und der weiterhin nicht berücksichtigte Jerome Boateng hatte der 31-Jährige von Löw vor zwei Jahren eigentlich eine Absage für weitere Einsätze im DFB-Team erhalten. Der nach der EM scheidende Bundestrainer wollte ohne die drei Weltmeister von 2014 den Aufbau einer verjüngten Mannschaft vorantreiben, entschied sich für sein letztes Turnier in verantwortlicher Position nun aber um. Durch das Comeback der in dieser Saison starken Müller und Hummels gewinnt die Mannschaft enorm an Erfahrung hinzu. Gemeinsam bringt es das Duo auf 170 Länderspiele.



Reus und ter Stegen fehlen bei der EM

Verzichten muss Löw bei der Europameisterschaft auf Ersatzkeeper Marc-André ter Stegen. Der Torhüter des FC Barcelona sagte verletzungsbedingt ab. Auch BVB-Offensivallrounder Marco Reus steht der Mannschaft nicht zur Verfügung. Der 31-Jährige, der in seiner Karriere immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, entschied sich gegen eine Turnier-Teilnahme. Er wolle "seinem Körper eine Pause verschaffen", teilte Reus nach einem Gespräch mit Löw mit. Ungewiss ist indes, wann Toni Kroos zum Team stoßen wird. Der Mittelfeldspieler infizierte sich jüngst mit dem Coronavirus und befindet sich derzeit in Quarantäne. Einen Ausfall für die EM schloss der Star von Real Madrid aber aus. Aus Leistungsgründen verzichtet Löw derweil unter anderem auf Julian Brandt, Julian Draxler und Thilo Kehrer.

EM-Vorbereitung beginnt am 28. Mai

Die gemeinsame Vorbereitung auf die EM beginnt für Löw und sein Team am 28. Mai. Bis zum 6. Juni wird dann in einem Trainingslager in Seefeld am Feinschliff gearbeitet. Die letzten Härtetests stehen am 2. und 7. Juni an. Dann geht es in Test-Länderspielen zunächst in Innsbruck gegen Dänemark und fünf Tage später in Düsseldorf gegen Lettland. Am 8. Juli bezieht der DFB-Tross anschließend sein EM-Quartier in Herzogenaurach. Ihr erstes EM-Spiel bestreitet die Nationalmannschaft am 15. Juni gegen Weltmeister Frankreich, bevor die weiteren Gruppenpartien gegen Titelverteidiger Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) anstehen. Alle drei Begegnungen werden in München und nach derzeitigem Stand vor mindestens 14.500 Zuschauern ausgetragen.