10. Oktober 2019 / 01:14 Uhr

Internationale Pressestimmen zum Unentschieden gegen Argentinien: "Deutschland in Teilzeit"

Internationale Pressestimmen zum Unentschieden gegen Argentinien: "Deutschland in Teilzeit"

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der SPORTBUZZER hat die internationalen Pressestimmen zum DFB-Unentschieden gegen Argentinien zusammengetragen
Der SPORTBUZZER hat die internationalen Pressestimmen zum DFB-Unentschieden gegen Argentinien zusammengetragen © Getty/Screenshots/Montage
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Die deutsche Nationalmannschaft ist gegen Argentinien nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus gekommen. Von der internationalen Presse gibt es Lob für Torschütze Serge Gnabry - aber auch viel Tadel für die DFB-Leistung.

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Was schießen einem nicht alles für Erinnerungen durch den Kopf, wenn man nur an die jüngsten Duelle zwischen Deutschland und Argentinien denkt. Da war das Viertelfinale bei der Heim-WM 2006, als sich das DFB-Team im Elfmeterschießen durchsetzte, anschließendes Handgemenge inklusive. Vier Jahre später zerlegte die Mannschaft von Joachim Löw die Gauchos in Südafrika ebenfalls im Viertelfinale mit 4:0 – und über die Krönung 2014 im Maracana von Rio ist in den letzten Tagen genug geredet und geschrieben worden.

Internationale Pressestimmen zum Unentschieden gegen Argentinien: "Deutschland in Teilzeit"

Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Argentinien eine 2:0-Führung vergeben und nur 2:2 gespielt. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat die internationalen Pressestimmen zum Spiel zusammengetragen - klickt euch durch! Zur Galerie
Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Argentinien eine 2:0-Führung vergeben und nur 2:2 gespielt. Der SPORTBUZZER hat die internationalen Pressestimmen zum Spiel zusammengetragen - klickt euch durch! ©
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Überhaupt gehörten die Schlagzeilen vor dem Anpfiff des Klassikers am Mittwochabend im spärlich gefüllten Signal Iduna-Park, der mit einem 2:2 endete, hauptsächlich denen, die nicht dabei waren. Lionel Messi, der nach Kritik am südamerikanischen Verband eine dreimonatige Sperre absitzt. Oder Thomas Müller, der nach seiner Degradierung aus der Nationalmannschaft offenbar an einen Abschied vom FC Bayern denkt. Oder aber der Verletztenmisere, die Löws Plan durchkreuzte, die junge Truppe einzuspielen. Zwölf Akteure fehlten dem Bundestrainer im Vorfeld. Am Spieltag gesellte sich noch Niklas Stark dazu, der sein Debüt in der A-Nationalmannschaft feiern sollte, was ein Magendarmvirus verhinderte.

So blieb es Marc-André ter Stegen vorbehalten, im Vorfeld für sportlichen Gesprächsstoff zu sorgen. Schließlich durfte die Nummer 1B nach dem verbalen Torwartscharmützel der letzten Wochen von Beginn an ran. Weil es aber der zusammengewürfelte DFB-Haufen – erstmals ohne einen Weltmeister von 2014 – vor ihm lange hervorragend machte, hatte ter Stegen kaum Gelegenheit sich auszuzeichnen. Löw lobte dennoch: „Bei den Toren kann er nichts machen. Es war eine gewohnt gute Leistung von ihm.“

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Kimmich könnte in Zukunft öfter als Kapitän auflaufen

Allein die Dreierkette aus Emre Can, Freiburgs Debütant Robin Koch und Niklas Süle dürfte so wohl nie wieder zusammenspielen. Dass Joshua Kimmich erstmals von Beginn an mit der Kapitänsbinde auflief, dürfte sich in Zukunft wiederholen. Er selbst sprach von einem „besonderen Gefühl“, die Nationalmannschaft anführen zu dürfen.

Gnabry trifft nach Tottenham-Gala auch in der Nationalmannschaft

In der 14. Minute zeigte der Gastgeber erstmals einen klasse Konter, der das müde Publikum aufwachen ließ. Serge Gnabry schickte Julian Brandt auf die Reise, der an Argentiniens Torhüter Agustin Marchesin scheiterte. Keine 60 Sekunden später klingelte es – durch den Mann der Stunde. Der, der momentan immer trifft: Bayerns Gnabry, vor einer Wochen vierfacher Torschütze beim 7:2-Sieg bei Tottenham. Seine DFB-Bilanz: zehn Treffer in elf Spielen.

Auch beim 2:0 hatte Löws neuer Liebling („Gnabry spielt bei mir immer“) seine Füße im Spiel – diesmal als Vorbereiter. Lukas Klostermann hatte den Angriff mit einem Raketenantritt eröffnet, Gnabry legte quer auf Kai Havertz – und das Leverkusener Juwel musste nur noch das Füßchen hinhalten (22.). Marcel Halstenberg traf mit einem Freistoß nur die Latte (31.), auf der Gegenseite scheiterte Rodrigo De Paul aus 30 Metern am Pfosten (33.) – dann ging es mit viel Applaus in die Kabinen.

Deutschland in Noten: Die Einzelkritik zum Unentschieden gegen Argentinien

Die deutsche Nationalmannschaft hat den Sieg gegen Argentinien verpasst und nur 2:2 gespielt. <b>SPORT</b>BUZZER-Redakteur Tim Lüddecke hat die deutschen Spieler mit Noten bewertet - klickt euch durch! Zur Galerie
Die deutsche Nationalmannschaft hat den Sieg gegen Argentinien verpasst und nur 2:2 gespielt. SPORTBUZZER-Redakteur Tim Lüddecke hat die deutschen Spieler mit Noten bewertet - klickt euch durch! ©

Nach dem Wechsel flachte die Partie ab. Die deutsche Elf verwaltete den Vorsprung abgeklärt. Erst nach einigen Auswechslungen kam Argentinien auf und durch Havertz’ Bayer-Teamkollegen Lucas Alario zum Anschlusstreffer (66.). Bei seinem Kopfball war ter Stegen chancenlos, genau wie beim Ausgleich durch Lucas Ocampos (85.). Der eingewechselte Suat Serdar (Debütant Nummer vier in diesem Spiel) hatte den Treffer mit einem Ballverlust eingeleitet. „Wir konnten es nicht über 90 Minuten halten, mit den Ansätzen war ich aber sehr zufrieden“, kommentierte Löw.

Neben dem Auftritt der C-Elf gab es eine weitere gute Nachricht: Leroy Sané besuchte das DFB-Team und kam nach seinem Kreuzbandriss ohne Krücken. Anfang 2020 ist wieder mit ihm zu rechnen.

Nationalmannschaft: Alle Debütanten unter Joachim Löw

Klickt euch hier durch alle Debütanten von Bundestrainer Joachim Löw in der Nationalmannschaft - von Malik Fathi bis Mark Uth! Zur Galerie
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