07. Juni 2022 / 13:59 Uhr

"Warum nicht?": Deutsche U21 nimmt vor Quali-Abschluss erneuten EM-Titel ins Visier

"Warum nicht?": Deutsche U21 nimmt vor Quali-Abschluss erneuten EM-Titel ins Visier

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die deutsche U21 um Kapitän Jonathan Burkardt (Zweiter von rechts) und Youssoufa Moukoko (rechts) blickt optimistisch auf die EM-Endrunde im kommenden Jahr.
Die deutsche U21 um Kapitän Jonathan Burkardt (Zweiter von rechts) und Youssoufa Moukoko (rechts) blickt optimistisch auf die EM-Endrunde im kommenden Jahr. © IMAGO/osnapix
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Sportlich ist der Abschluss der EM-Qualifikation in Polen für die deutsche U21-Auswahl bedeutungslos. Mit Blick auf mögliche Titel-Ambitionen bei der Endrunde im nächsten Jahr gibt sich das Team aber angriffslustig. "Wenn es weiter in die richtige Richtung geht, warum nicht?", sagte Kapitän Jonathan Burkardt zu einem möglichen erneuten EM-Titel.

Selbst die ganz großen Ziele sind für die deutschen U21-Fußballer um Sturm-Talent Youssoufa Moukoko und Kapitän Jonathan Burkardt inzwischen kein Tabu mehr. "Die Qualität der Mannschaft ist hoch. Wenn es weiter in die richtige Richtung geht, warum nicht?", sagte Burkardt nach der perfekten EM-Qualifikation zu einem möglichen erneuten Titelgewinn 2023. Ein Jahr haben die U21 und Coach Antonio Di Salvo Zeit, um sich auf das Turnier in Rumänien und Georgien vorzubereiten. "Ich bin glücklich, dass sich die Mannschaft so entwickelt, dass man solche Ambitionen haben kann", sagte Di Salvo.

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Die erste Aufgabe auf dem Weg dorthin ist das letzte Quali-Spiel in Polen am Dienstag (18 Uhr, Pro Sieben Maxx) in Lodz. Sportlich ist die Partie bedeutungslos, an Motivation dürfte es dem Team aber nicht mangeln. "Wir wollen auf jeden Fall unsere Revanche", sagte Mittelfeldspieler Angelo Stiller, dessen Einsatz wegen einer Knieprellung fraglich ist. Das 0:4 gegen Polen im Hinspiel im November sehen die Verantwortlichen rückblickend als einen Wendepunkt in der Entwicklung der aktuellen U21-Generation. "Ab dem Zeitpunkt hatten wir eine ganz andere Intensität", urteilte Di Salvo, der auf die vorzeitig abgereisten Jamie Leweling, Ansgar Knauff und Marton Dardai sowie auf den gelbgesperrten Tom Krauß verzichten muss.

Ein Beispiel für die positive Entwicklung ist Kapitän Burkardt, der nach einer starken Saison beim FSV Mainz 05 inzwischen als Kandidat für das A‑Nationalteam gilt. Auch dessen Offensiv-Kollege Moukoko nutzt die Zeit bei der U21, um nach einer schwierigen Saison bei Borussia Dortmund Spielpraxis und Selbstvertrauen zu sammeln. "Ich bin sehr gern bei der U21, das tut mir gut", sagte der 17-Jährige den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Beim 4:0 gegen Ungarn am Freitag gelang ihm sein viertes Tor im dritten U21-Einsatz.

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Trainer Di Salvo hofft auf Schub für BVB-Talent Moukoko

"Ich verspreche mir, dass ihm das Spiel einen Schub geben wird", sagte Di Salvo, "dass er mit Selbstvertrauen zum Verein zurückkehrt und dem Trainer zeigt, dass er spielen will." Möglich erscheint trotz des Trainerwechsels zu Edin Terzic beim BVB, dass Moukoko den Klub für mehr Einsatzzeiten verlassen könnte. "Dazu möchte ich nichts sagen", erklärte Moukoko. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte, dass der Verein den Vertrag mit Moukoko verlängern wolle und es eine "ordentliche Chance" gebe. Aber: "Wenn ein Spieler dazu nicht bereit ist, dann hat man als Klub die Verpflichtung, ihn zu verkaufen."

Für Moukoko und die anderen U21-Talente ist Spielpraxis auf dem Weg zur EM 2023 und zu der angestrebten Titelverteidigung das Wichtigste. "Wir haben noch ein Jahr, in dem alle möglichst viel Spielzeit sammeln und sich weiterentwickeln", sagte Burkardt. Einen weiteren Entwicklungsschub könnte es dann mit den Duellen gegen Top-Nationen vor und bei dem Turnier geben. "Es ist unglaublich wichtig, dass die Spieler solche Erfahrungen machen, weil das ein ganz anderer Druck ist", sagte Di Salvo. "Diese Erfahrungen bringen die Jungs weiter."