07. Juni 2022 / 15:50 Uhr

Stürmer-Tausch bei Flick: Was beim England-Duell für Kai Havertz und gegen Timo Werner spricht

Stürmer-Tausch bei Flick: Was beim England-Duell für Kai Havertz und gegen Timo Werner spricht

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai Havertz könnte gegen England anstelle von Timo Werner in der Startelf von Bundestrainer Hansi Flick stehen.
Kai Havertz könnte gegen England anstelle von Timo Werner in der Startelf von Bundestrainer Hansi Flick stehen. © IMAGO / Langer / imagebroker / ULMER Pressebildagentur (Montage)
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Bundestrainer Hansi Flick hat angekündigt, dass es im Duell mit Vize-Europameister England im Vergleich zum Spiel gegen Italien Wechsel in der Startelf geben wird. Heißer Kandidat ist Kai Havertz, der für seinen Chelsea-Kollegen Timo Werner in die erste Elf rutschen dürfte. 

Er war maßgeblich am 1:1-Ausgleich gegen Italien am Samstagabend in Bologna beteiligt: DFB-Star Kai Havertz setzte im Strafraum des Europameisters bei einem Zweikampf entschlossen nach, wodurch Jonas Hofmann die entscheidende Flanke zum Ausgleichstreffer von Joshua Kimmich geben konnte. "Kai geht nach, Jonas geht nach, das ist dann das Ergebnis", lobte Bundestrainer Hansi Flick den Einsatz. Dem Duo winkt am Dienstagabend im Prestige-Duell gegen England (20.45 Uhr/ZDF) die Startelf.

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Bei Hofmann ist klar: Er dürfte als rechter Verteidiger auflaufen. Aber wo spielt Havertz gegen seine zahlreichen Kollegen aus der Premier League? Der Chelsea-Star könnte auf der Position von Thomas Müller als zentraler Spieler hinter einem Stürmer oder als alleinige Angriffsspitze zum Einsatz kommen - was die wahrscheinlichere Variante ist. Dann würde für Timo Werner nur die Bank bleiben. "Die Überlegungen behalte ich noch für mich, aber es können durchaus beide auf der Position spielen", sagte Flick im Vorfeld der Partie. "Timo wird ein bisschen unterschätzt, auch was er für die Mannschaft leistet. Er schafft Räume vor der Abwehr. Beide sind eine Option für uns in der Spitze."

Was für Havertz als Stürmer spricht: Im Gegensatz zu Werner kann der ehemalige Leverkusener mit seinen 1,90 Meter auch im Kopfballspiel Duelle gewinnen und Bälle festmachen. Das wäre gegen Englands Abwehrkanten wichtig. Gegen Italien war deutlich zu sehen, dass Werner gegen die groß gewachsenen Europameister in der Defensive seine Mühe in den körperlichen Duellen hatte. Und: Havertz hat trotz seiner Größe Tempo, feine Technik und das Auge für den Mitspieler.

In der Premier League spielte der 22-Jährige eine gute, aber keine überragende Saison. In 29 Spielen gelangen ihm acht Treffer und dazu vier Vorlagen. Für einen Spieler mit seinen Anlagen fast zu wenig Scorerpunkte. Aber: Sieben seiner acht Treffer in der englischen Liga erzielte er, als Trainer Thomas Tuchel ihn als Mittelstürmer einsetzte. Auch deshalb sprach Flick bereits im März mit dem Chelsea-Coach. "Er hat mir gesagt, dass er Kai auf der Position ganz vorne sieht. Er macht das wirklich gut", sagte Flick vor der Länderspielpause im März.

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Die Tuchel-Idee dürfte Flick auch im Duell mit Engländern am Dienstagabend umsetzen. Havertz wird in der Partie gegen seine sportliche Heimat noch ein Stück mehr motiviert sein - und auch für ihn geht es langsam darum, sich für die Weltmeisterschaft in Katar für eine Position in Stellung zu bringen.

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