13. Oktober 2019 / 22:35 Uhr

Doppelpacker Ilkay Gündogan: Deutschland landet nach Blitz-Rot Pflichtsieg in Estland

Doppelpacker Ilkay Gündogan: Deutschland landet nach Blitz-Rot Pflichtsieg in Estland

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ilkay Gündogan trug mit seinem Doppelpack zum Sieg der deutschen Nationalmannschaft in Estland bei.
Ilkay Gündogan trug mit seinem Doppelpack zum Sieg der deutschen Nationalmannschaft in Estland bei. © Getty
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Lange hielt Underdog Estland erfolgreich dagegen, dann aber entschied die deutsche Nationalmannschaft das EM-Qualifikationsspiel in Tallinn für sich. Matchwinner des DFB-Teams: Ilkay Gündogan, der zwei Tore schoss. In der Anfangsphase hatte Emre Can die früheste Rote Karte der DFB-Geschichte gesehen.

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Die deutsche Nationalmannschaft hat einen weiteren Schritt in Richtung fixer EM-Qualifikation gemacht. In Tallinn gab es einen umkämpften 3:0 (0:0)-Auswärtssieg gegen Underdog Estland. Zum Matchwinner avancierte vor 12.062 Zuschauern in der A. Le Coq Arena der noch am Nachmittag wegen einer Social-Media-Aktivität in die Kritik geratene ManCity-Profi Ilkay Gündogan, dem im zweiten Durchgang zwei Tore gelangen. Auch der nach einer Erkältung zurückgekehrte Timo Werner konnte sich in die Liste der DFB-Torschützen einreihen. Emre Can hatte schon in der 14. Minute die Rote Karte gesehen.

"Es war nach der Roten Karte nicht einfach, man spielt mit neun Feldspielern", sagte DFB-Kapitän Manuel Neuer nach dem Spiel bei RTL. "Wir mussten umspielen, das war ein anderes Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir es ordentlich gemacht." Das fand auch Niklas Süle. "Wir haben eine Rote Karte bekommen, das hat unserem Spiel geschadet. In der zweiten Halbzeit haben wir uns einen Plan gemacht, wie wir die Esten knacken wollen", sagte der Bayern-Verteidiger.

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Patrick Strasser hat die Leistungen der DFB-Akteure im Spiel gegen Estland für den SPORTBUZZER bewertet. ©
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DFB-Leistungsträger Serge Gnabry fällt kurz vor dem Anpfiff aus - Löw gibt Entwarnung

Die deutsche Mannschaft hatte sich in der kleinen Arena in Tallinn lange schwer getan - von der überragenden Leistung des Hinspiels (Deutschland gewann mit 8:0) war nur noch wenig zu spüren - was wohl auch an der immer noch enormen Zahl von verletzten Leistungsträgern lag. Vor dem Anpfiff meldete sich zu allem Überfluss auch noch Serge Gnabry ab. Der zuletzt überragende Rechtsaußen, der unter der Woche im Testspiel gegen Argentinien noch getroffen hatte, laborierte an muskulären Problemen. Sein Ausfall war allerdings laut Bundestrainer Löw nur eine Vorsichtsmaßnahme.

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Für Gnabry spielte Luca Waldschmidt von Beginn an, außerdem rückte BVB-Kapitän Marc Reus ins Aufgebot. Deutschland war gegen mutige Esten jedoch zunächst defensiv gebunden - und leistete sich einen folgenschweren Leichtsinnsfehler: Vor dem eigenen Strafraum spielte Niklas Süle allzu lässig auf Emre Can. Der 25-Jährige, wieder in der Abwehr aufgeboten, kam nicht mehr an den Ball und grätschte beim Rettungsversuch den herangeeilten Liivak ab. Schiedsrichter Kabakov zückte sofort die Rote Karte, es war die früheste der deutschen Länderspiel-Geschichte. Süle: "Ich wollte ihm den Ball rüber spielen, ich will nicht sagen, dass ich schuldfrei bin..."

Deutschland startet uninspiriert - Marco Reus trifft den Pfosten

Die deutsche Mannschaft blieb im weiteren Spielverlauf uninspiriert und versprühte ohne Stars wie Gnabry, Leroy Sané oder Leon Goretzka nur wenig spielerisches Esprit. Estland hielt mit begrenzten Mitteln lange erfolgreich dagegen. Bestes Indiz: Die größte Chance der deutschen Mannschaft im ersten Durchgang hatte Reus, der einen direkten Freistoß in der 40. Minute an das Lattenkreuz setzte. In die Pause ging es mit einem 0:0 - das vollkommen in Ordnung war.

Nach Wiederanpfiff agierte das deutsche Team plötzlich besser. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff folgte so das 1:0. Gündogan kam kurz vor dem Strafraum in halbrechter Position zum Abschluss. Der Schuss des Ex-Dortmunders wurde durch Reus noch entscheidend abgefälscht, der Ball schlug unhaltbar für Estlands Torwart Lepmets im Kasten ein. Gündogan, der genau wie der vom Platz gestellte Can am Nachmittag wegen eines kontroversen Instagram-Likes unter einen Post des türkischen Stürmers Cenk Tosun über den Salut-Jubel beim Sieg der Türkei gegen Albanien in die Kritik geraten war, zeigte auf dem Platz eine entsprechende Reaktion auf den Wirbel.

Ilkay Gündogan legt auch Tor zum 3:0 vor

Sechs Minuten später legte der Mittelfeldspieler nach. Wieder war sein Versuch abgefälscht, diesmal vom Esten Mets. Reus hatte ihm den Ball mit der Hacke vorgelegt, Gündogan schloss von der rechten Seite stark ab - die Vorentscheidung. Es war der erste Doppelpack des 28-Jährigen in seinem 35. Länderspiel. Der eingewechselte Leipziger Timo Werner, der gegen Argentinien noch erkrankt gefehlt hatte, machte - diesmal nach Vorlage von Gündogan - mit dem 3:0 alles klar. Deutschland verwaltete nun die Führung und ließ nichts mehr anbrennen.

"Es war ein schweres Spiel, das wussten wir auch vor dem Spiel", urteilte Timo Werner bei RTL. "Auch die Holländer hatten sich hier schwer getan. Am Ende ist es ein verdienter Sieg, mit 3:0 zu gewinnen ist in Unterzahl schon gut." Ilkay Gündogan wollte sich im Anschluss an die Partie nicht äußern.

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