24. Juli 2021 / 07:23 Uhr

"Wollen etwas Zählbares": Handball-Torwart Johannes Bitter erklärt die deutschen Olympia-Ambitionen

"Wollen etwas Zählbares": Handball-Torwart Johannes Bitter erklärt die deutschen Olympia-Ambitionen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DHB-Keeper Johannes Bitter strebt mit der deutschen Mannschaft eine Olympia-Medaille an.
DHB-Keeper Johannes Bitter strebt mit der deutschen Mannschaft eine Olympia-Medaille an. © IMAGO/Eibner
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Die deutsche Handball-Nationalmannschaft startet am Samstag gegen Spanien in das olympische Turnier. Torwart Johannes Bitter geht in seine zweiten Olympischen Spiele - 13 Jahre nach dem enttäuschenden Abschneiden in Peking will er mit dem DHB-Team nun um die Medaillen kämpfen.

Deutschlands Handballer starten an diesem Samstag gegen Spanien in das Olympia-Turnier (9.15 Uhr, ZDF und Eurosport). Für Torhüter Johannes "Jogi" Bitter sind es 13 Jahre nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus als Weltmeister in Peking die zweiten Olympischen Sommerspiele. Mit An­dreas Wolff und Silvio Heinevetter bildet der Routinier das Torwarttrio des DHB.

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Nach den Spielen kehrt der gebürtige Oldenburger vom TVB Stuttgart zurück zum HSV Hamburg. Für die Hanseaten spielte er bereits von 2007 bis 2016 und feierte dort seine größten Vereinserfolge: Deutscher Meister 2011 und Cham­pions-League-Sie­ger 2013. Nach dem Abschlusstraining stand der Torhüter, der mit seinen 39 Jahren zum bis dato ältesten deutschen Handballer bei Olympia werden dürfte, dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), Rede und Antwort.

SPORTBUZZER: Herr Bitter, stellt Olympia für Sie noch eine besondere Motivation dar?

Johannes Bitter (38): Für einen Sportler ist es das Größte. Ich freue mich auf das Turnier. Die Möglichkeit, noch einmal bei Olympia dabei zu sein, war überhaupt die Motivation für mich, um die letzten zwei Jahre noch weiter Handball zu spielen.

Wie sind Ihre ersten Eindrücke aus dem olympischen Dorf?

Alles gut, wir müssen uns noch zurechtfinden, fühlen uns aber wohl.


"Ein guter Auftakt ist immer wichtig"

Der Auftaktgegner der DHB-Auswahl ist ausgerechnet Europameister Spanien. Ist das Gefühl für Sie ein anderes als vor einer WM oder EM?

Nein, das ist total egal. Ein guter Auftakt ist immer wichtig, ob nun bei einer EM, WM oder Olympia. Wir freuen uns auf das Spiel, wissen aber, dass die Spanier Favorit sind. Aber wir haben nicht weniger Chancen als bei der WM in Ägypten im Januar – und da waren wir dicht dran.

DHB-Vizepräsident Bob Hanning hat die Goldmedaille als Ziel ausgegeben. Was ist Ihr Plan?

Du kannst über alles reden – von Platz eins bis neun. Die Weltspitze ist so unfassbar eng zusammen, da kommt es auf Nuancen an. Wir sind aber nicht hierhergefahren, um mit leeren Händen wieder abzureisen. Wir wollen ins Halbfinale und dann etwas Zählbares mitnehmen.