25. Januar 2019 / 18:30 Uhr

Halbfinale! Fünf Fragen zum Deutschland-Spiel gegen Norwegen bei der Handball-WM

Halbfinale! Fünf Fragen zum Deutschland-Spiel gegen Norwegen bei der Handball-WM

Jens Kürbis
Lübecker Nachrichten
Deutschland trifft im Halbfinale der Handball-WM auf Norwegen - mit Trainer Christian Berge (l.) und Topstar Sander Sagosen (r.). Trainer Christian Prokop ist für das Spiel in Hamburg optimistisch.
Deutschland trifft im Halbfinale der Handball-WM auf Norwegen - mit Trainer Christian Berge (l.) und Topstar Sander Sagosen (r.). Trainer Christian Prokop ist für das Spiel in Hamburg optimistisch. © imago/Revierfoto
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Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kämpft am Freitag in Hamburg um den ersten Einzug in ein WM-Finale seit zwölf Jahren. Der SPORTBUZZER gibt vor dem Spiel Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Gelandet! Fürs Halbfinale der Handball-WM in Hamburg. Als Deutschlands Handballer auf dem Flughafen ihr Gepäck vom Band nahmen, schauten einige verdutzt auf: „Viel Glück Jungs, wir stehen hinter euch“, kam da als Durchsage. Die Handball-Euphorie hat die Flughafen-Mitarbeiter erfasst. Einmal erkannt, mehrte sich am Ausgang die Fantraube.

Weiter ging es ins Steigenberger Hotel Treudelberg. Für Kapitän Uwe Gensheimer und Co. vertrautes Terrain. Denn von Hamburg aus starteten sie ihre Reise, holten sich hier ihren Feinschliff für die WM im eigenen Land. Der Kreis hat sich geschlossen. Auch für Verbandsvizepräsident Bob Hanning: „Wir haben das Ziel erreicht, sind aber noch nicht fertig.“ Und dann hakte er die Stationen ab: „Berlin, Köln, jetzt kommt Hamburg und danach Hering.“ Alles ringsum schmunzelte. Hering statt Herning. Köstlich. Für das DHB-Team ist das dänische 50 000-Einwohner-Städtchen in Jütland in jedem Fall das Ende der Reise. Ob Finale oder Spiel um Platz drei entscheidet sich am Freitag im Halbfinale gegen Norwegen (20.30 Uhr, ARD). Fünf Fragen zum Spiel.

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Uwe Gensheimer, Andreas Wolff und Silvio Heinevetter gehören zu den Topverdienern der deutschen Handball-Mannschaft. Der SPORTBUZZER zeigt die Gehälter der DHB-Stars. ©
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Worauf baut das DHB-Team?

Knackpunkt Stimmung: In der Arena sind 13 000, nicht 19 250 Fans wie in Köln. „Das wird nicht die Atmosphäre wie in Köln und Berlin. Aber das Hamburger Publikum kann sich bemühen, für drei zu schreien, und dann sind wir wieder da, wo wir hinwollen“, sagt Hanning. Bundestrainer Christian Prokop ergänzt: „Natürlich wollen wir mehr, wir wollen den anderen drei Teams nicht zuwinken.“ Er kann auf den Kieler Steffen Weinhold setzen: „Wir haben ihn gegen Spanien geschont.“

Auf wen setzt Norwegen?

Der Aufschwung des norwegischen Handballs ist mit dem Namen Christian Berge verbunden. Seit 2014 ist er Chefcoach, wurde mit dem Team WM-Zweiter 2017. „Mein größter Traum ist es, bei einer großen Meisterschaft Gold zu gewinnen“, sagt der frühere Spielmacher der SG Flensburg-Handewitt. Die Bundesliga ist ohnehin die Spielwiese der Norweger. Elf Akteure aus dem ­18er-Kader verdienen in Deutschland ihr Geld, darunter Flensburgs Linksaußen Magnus Jöndal (46 Treffer/90 Prozent Wurfquote). Superstar ist Sander Sagosen (42 Tore), Spielmacher, 23 Jahre alt, der bei Paris Saint-Germain spielt. „Ein absoluter Weltstar“, sagt Bundestrainer Christian Prokop.

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Wie ticken die Norweger?

Norwegen spielt bedingungslosen Tempo-Handball. „Die sind extrem schnell, gut auf den Beinen“, hat Hanning ausgemacht. Norwegen hat pro WM-Partie im Schnitt 34 Treffer erzielt, 66 Treffer fielen nach Tempogegenstößen – der Topwert des Turniers. Die Partie wird so zum Kampf der Systeme. Denn Deutschland stellt mit durchschnittlich 22,5 Gegentoren die beste Abwehr. Hanning: „Wenn wir ihnen ihre Schnelligkeit nehmen, einen überragenden Rückzug haben, kann uns Norwegen nicht aufhalten.“

Gibt es eine Vorgeschichte?

2016 standen sich Norwegen und Deutschland im EM-Halbfinale in Krakau gegenüber. Es war ein Krimi, den das DHB-Team mit 34:33 nach Verlängerung gewann. Erst rettete der Kieler Rune Dahmke sein Team in die Verlängerung, in der dann Hannovers Kai Häfner die Mannschaft ins Finale brachte.

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Gibt es noch Tickets?

Die Halbfinalspiele in der Barclaycard-Arena werden wohl ausverkauft sein. Beim Ticketportal Eventim waren am Donnerstag noch fünf Karten zu haben – für Preise zwischen 237 und 331 Euro. Zwei Tickets im Skylight-Café gab es auch noch: für 1002 Euro. Selbst für die Spieler und ihre Familien war nur eine limitierte Anzahl reserviert, viele besorgten sich Karten selbst. Wie Fabian Böhm. „Wir sind eine Böhm-Fraktion in der Halle, 16 Leute“, verriet der Hannoveraner.

So geht es weiter: Die Mannschaft übernachtet in Hamburg. Am Sonnabend geht es per Bus 350 Kilometer nach Herning. Am Abend steht ein Training in der Halle Jyske Bank Boxen an. Schafft es das Team ins Finale, kehrt die DHB-Auswahl am Montag nach Berlin zurück, zu einer Medaillenparty.

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