26. März 2022 / 22:40 Uhr

Chelsea-Duo Havertz und Werner trifft: DFB-Team startet mit Sieg gegen Israel ins WM-Jahr

Chelsea-Duo Havertz und Werner trifft: DFB-Team startet mit Sieg gegen Israel ins WM-Jahr

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Die Chelsea-Profis Kai Havertz und Timo Werner leiteten den Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Israel ein.
Die Chelsea-Profis Kai Havertz und Timo Werner leiteten den Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Israel ein. © IMAGO/Pressefoto Baumann
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Mit einer dominanten Vorstellung und einem Sieg gegen Israel ist die deutsche Nationalmannschaft ins WM-Jahr gestartet. Kai Havertz und Timo Werner sorgen für die Tore. Bundestrainer Hansi Flick nutzt die Partie erfolgreich für Experimente.

Die deutsche Nationalmannschaft ist erfolgreich ins WM-Jahr gestartet. Das Team von Hansi Flick kam am Samstagabend in Sinsheim zu einem 2:0 (2:0) im Test gegen Israel und bescherte dem Bundestrainer den achten Sieg im achten Spiel. Das Chelsea-Duo Kai Havertz (36.) und Timo Werner (45.+1) traf nach Standards vor der Pause und zeigte sich vom Wirbel um ihren hart sanktionierten Klubeigentümer Roman Abramowitsch unbeeindruckt. Thomas Müller verschoss kurz vor dem Ende noch einen Foulelfmeter (89.). Die Gäste machten es kurz darauf nicht besser: Kevin Trapp parierte einen Strafstoß von Yonatan Cohen (90.+4). Nach dem Erfolg gegen das nicht für die Winter-Weltmeisterschaft in Katar qualifizierte Israel wartet auf die DFB-Auswahl am kommenden Dienstag ein echter Gradmesser. In Amsterdam geht es dann gegen die Niederlande, die am Samstag zu einem 4:2 gegen Dänemark kamen.

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Flick hatte bei seiner Startelf einige unerwartete Personalentscheidungen getroffen und nutzte die Partie in Sinsheim ein wenig zum Experimentieren. In der Innenverteidigung erhielt Jonathan Tah den Vorzug vor Antonio Rüdiger und bildete gemeinsam mit Debütant Nico Schlotterbeck, dem der Bundestrainer bereits am Freitag den ersten Länderspiel-Einsatz garantiert hatte, die Abwehrzentrale. Davor gab Julian Weigl rund fünf Jahre nach seinem letzten Auftritt im Nationaltrikot sein DFB-Comeback. Weiter vorn erhielt der seit Oktober 2020 nicht mehr aufgebotene Julian Draxler eine Chance. In der Spitze tummelte sich Werner, Müller blieb zunächst außen vor und saß auf der Bank.

Die deutsche Elf zeigte sich von Beginn an spielbestimmend und suchte schnell den Weg nach vorn. Nachdem die ersten Aktionen noch wirkungslos verpufft waren, wurden die Angriffe nach gut zehn Minuten zunehmend zielgerichteter. Wiederholt im Fokus: Werner, der bei Chelsea in den vergangenen Monaten immer wieder mit gesundheitlichen Problemen kämpfen musste und im hochkarätig besetzten Ensemble von Trainer Thomas Tuchel ohnehin keinen leichten Stand hat. Folglich wirkte der Torjäger bei seinen ersten Bemühungen fahrig und unsicher. Nach zwölf Minuten schoss er aus guter Position über das Tor, kurz darauf ging er nach einer Hereingabe des gut aufspielenden David Raum nicht entschlossen genug zu Werke (18.).

Das DFB-Team blieb dran, doch Havertz und Draxler mit einer Doppelchance (29.) und Ilkay Gündogan, der den geschonten Manuel Neuer im ersten Durchgang als Kapitän vertrat, zielten zu ungenau (32.). Da die Defensive von den Gästen kaum gefordert wurde, deutete der auch in der Rückwärtsbewegung aufmerksame Schlotterbeck seine Qualitäten im Spiel nach vorn an. Havertz konnte einen Traumpass des Freiburgers jedoch nicht verwerten (36.). Der anschließende Eckball führte aber zur Führung. Raum brachte die Kugel punktgenau in die Mitte und Havertz köpfte das 1:0. Gut fünf Minuten später netzte dann auch Werner ein. Der Stürmer drückte eine Freistoß-Flanke von Gündogan ins Netz.

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Auch Anton Stach gibt Länderspiel-Debüt

Auch nach der Pause behielt die Mannschaft von Flick, der Müller für Gündogan brachte und den schon vor der Partie angekündigten Wechsel im Tor (Kevin Trapp für Marc-André ter Stegen) vollzog, eindeutig das Kommando. Nach einem wegen Abseits zurückgepfiffenen Werner-Treffer (50.) hatte Thilo Kehrer, der mit einem Schuss an Israels Schlussmann Ofir Marciano scheiterte (60.), die zunächst beste Chance. Kurz darauf kam mit Anton Stach dann der zweite DFB-Debütant des Abends in die Partie. Der Mainzer ersetzte Weigl (63.). Zählbares kam für das DFB-Team in den letzten knapp 30 Minuten nicht mehr heraus. Draxler (68.) sorgte bis zum an den Pfosten geschossenen Müller-Elfmeter, dem ein Foul am eingewechselten Lukas Nmecha vorausgegangen war, noch für die größte Gefahr.

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