04. Juni 2022 / 22:36 Uhr

Nations-League-Auftakt in Italien: Joshua Kimmich rettet Serie von Bundestrainer Hansi Flick

Nations-League-Auftakt in Italien: Joshua Kimmich rettet Serie von Bundestrainer Hansi Flick

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joshua Kimmich hat der Nationalmannschaft einen Punkt gerettet.
Joshua Kimmich hat der Nationalmannschaft einen Punkt gerettet. © IMAGO/Insidefoto
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Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Remis in Italien in die Nations League gestartet. Kurz nach der Führung des Europameisters glich Joshua Kimmich aus. Hans Flick ist in seiner Amtszeit als Bundestrainer damit weiter ungeschlagen.

Hansi Flick ist auch in seinem zehnten Spiel als Bundestrainer ungeschlagen geblieben. Beim Nations-League-Auftakt in Italien rettete ein Treffer von Joshua Kimmich (73.) der deutschen Nationalmannschaft ein 1:1 (0:0) gegen den Europameister. Kurz zuvor war die Squadra Azzura in Bologna durch Lorenzo Pellegrini in Führung gegangen (70.). Am 14. Juni kommt es zum zweiten Vergleich mit Italien. Zuvor warten auf die deutsche Mannschaft in weiteren Testläufen für die Winter-WM in Katar die Partien am Dienstag gegen England und am 11. Juni in Ungarn. Die Osteuropäer waren am frühen Samstagabend zu einem überraschenden 1:0 gegen die Briten gekommen.

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Flick hatte in seiner Starformation im Stadio Renato Dall'Ara auf einen großen Bayern-Block mit sieben Spielern, die in der abgelaufenen Saison in München unter Vertrag standen, gesetzt. Ergänzt wurde das Septett durch die beiden Außenverteidiger Thilo Kehrer und Benjamin Henrichs, Innenverteidiger Antonio Rüdiger sowie Stürmer Timo Werner. Schnell schienen sich diese eingespielten Mechanismen in der Vorstellung der DFB-Elf widerzuspiegeln. Thomas Müller & Co. setzten die Vorgaben von Flick, der einen aktiven und druckvollen Auftritt gefordert hatte, in die Tat um und übernahmen in der Anfangsphase das Kommando.

Die erste gute Möglichkeit ließ jedoch auf sich warten und resultierte aus einer Einzelaktion. Serge Gnabry setzte sich geschickt durch, scheiterte dann aber an Gianluigi Donnarumma (15.). Italiens Keeper war in der Anfangself von Trainer Roberto Mancini im Vergleich zur 0:3-Pleite am vergangenen Mittwoch gegen Argentinien der einzig verbliebene Spieler. Im weiteren Verlauf der Partie sollte diese radikale Rotation aber zunehmend weniger zu sehen sein. Die im Umbruch befindliche Squadra Azzurra ließ sich vom schwungvollen deutschen Start nicht beeindrucken und kam immer besser zurecht.

Mit extrem hohen Pressing wurde der Aufbau der DFB-Auswahl früh gestört, Ballgewinne und schnelles Umschaltspiel waren die Folge. Problem: Auch die Italiener konnten ihre in dieser Phase erkämpften Vorteile nicht in klare Möglichkeiten ummünzen. So überstand Flicks Team einige knifflige Momente unbeschadet und kam selbst zu Chancen, Doch Müller und Leon Goretzka (beide 26.) zielten zu ungenau. Näher an einen Torerfolg brachte es kurz darauf Gianluca Scamacca, dessen Schuss an den Außenpfosten des deutschen Tores klatschte (35.). Trotz weiterer Abschlüsse von Goretzka (36.) und Gnabry (38.) sollte dieser Aluminiumtreffer die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs bleiben.

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Nach der Pause kam Italien entschlossener aus der Kabine. Scamaccas Kopfball (47.) verfehlte das Tor von Manuel Neuer ebenso wie ein Schuss von Pellegrini (56.). Die deutsche Mannschaft hatte Probleme, zurück zu ihrem Rhythmus zu finden. Flick reagierte und brachte nach knapp einer Stunde Jamal Musiala für den enttäuschenden Leroy Sanè sowie Jonas Hofmann für Henrichs. Zehn Minuten später kamen Ilkay Gündogan für Goretzka und Kai Havertz für Müller. Für einen Umschwung des Momentums sorgten aber auch diese Wechsel nicht. Stattdessen schlug Italien zu und belohnte sich für den zielstrebigen Auftritt.

Nach einer Hereingabe des eingewechselten Wilfried Gnonto schob der gänzlich unbewachte Pellegrini den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. Wie würde die DFB-Elf auf den Rückstand reagieren? Schnell und mutig. Über Havertz und Hofmann kam die Kugel vor das Tor der Platzherren, über Umwege gelangte sie schließlich zu Kimmich - und der Bayern-Profi vollendete kompromisslos. Die deutsche Nationalmannschaft wirkte nun wieder mutiger und wäre fast sogar noch zum Sieg gekommen. Donnarumma stand dem zweiten Treffer von Kimmich aber im Weg (79.).

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