14. Juni 2022 / 22:42 Uhr

Fünf Tore machen WM-Hoffnung: Deutlich verbessertes DFB-Team zerlegt Italien

Fünf Tore machen WM-Hoffnung: Deutlich verbessertes DFB-Team zerlegt Italien

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leroy Sané, Thomas Müller und Timo Werner (v.l.) bejubeln den DFB-Sieg gegen Italien.
Leroy Sané, Thomas Müller und Timo Werner (v.l.) bejubeln den DFB-Sieg gegen Italien. © IMAGO/ActionPictures
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Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre Unentschieden-Serie mit einem beeindruckenden Erfolg gegen Italien beendet. Das DFB-Team dominierte den Europameister und zeigte gut fünf Monate vor WM-Beginn stark ansteigende Form.

Gut fünf Monate vor dem Start der Weltmeisterschaft in Katar hat die deutsche Nationalmannschaft ihre Fans wieder mit deutlich mehr Hoffnung auf ein erfolgreiches Turnier in die Sommerpause verabschiedet. Nach zuletzt vier Unentschieden in Serie und den insgesamt durchwachsenen Auftritten in den ersten drei Spielen der Nations League gewann das Team von Hansi Flick am Dienstagabend mit 5:2 (2:0) gegen Italien und fuhr damit den ersehnten ersten Sieg gegen eine sogenannte "große Fußball-Nation" in der Amtszeit des Bundestrainers ein.

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Joshua Kimmich brachte die DFB-Auswahl nach zehn Minuten gegen den im Umbruch befindlichen Europameister in Führung, Ilkay Gündogan erhöhte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs per Foulelfmeter auf 2:0 (45.+4). Nach der Pause erzielte Thomas Müller den dritten Treffer (51.), ehe Timo Werner bewies, dass er noch immer über Abschlussqualitäten verfügt. Zunächst gelang dem Stürmer das 4:0 (68.), wenige Sekunden später gar das 5:0 (69.). Wilfried Gnonto (78.) und Alessandro Bastoni (90.+4) trafen schließlich noch für die Gäste.

Flick blieb damit auch in seinem 13. Spiel in verantwortlicher Rolle ungeschlagen und kann mit seiner Mannschaft auch weiter vom Einzug ins Final Four der Nations League im kommenden Sommer träumen. In der Tabelle der Gruppe 3 der Liga A belegt das deutsche Team den zweiten Platz hinter dem Überraschungs-Tabellenführer Ungarn, der am Dienstagabend 4:0 in England gewann. Die Briten sind damit Schlusslicht und akut vom Abstieg in die Liga B bedroht.

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Im Vergleich zum enttäuschenden 1:1 am vergangenen Samstag in Ungarn hatte der Bundestrainer seine Anfangsformation auf fünf Positionen umgebaut, diese Maßnahme aber unmittelbar vor dem Spiel in Mönchengladbach nicht auf den Auftritt in Budapest zurückführen wollen. "Frische Beine tun immer gut. Deshalb haben wir die Änderungen gemacht", meinte Flick im ZDF. So kamen die beiden Routiniers Müller und Antonio Rüdiger wieder von Beginn an zum Zuge. Auch Gündogan, Lukas Klostermann und Leroy Sané standen neu in der Startelf. Neben dem gesperrten Nico Schlotterbeck blieben Jamal Musiala, Thilo Kehrer, Leon Goretzka und Kai Havertz vorerst außen vor.

Gerade die Hereinnahme des zuletzt immer wieder hinter seinen Möglichkeiten zurück gebliebenen Sané dürfte bei einigen Beobachtern für Stirnrunzeln gesorgt haben. Doch der Bayern-Star wollte das Vertrauen seines Trainers offenbar schnell rechtfertigen - sein Schuss aus 20 Metern rauschte aber am italienischen Tor vorbei (7.). Wenige Sekunden später kamen die Gäste dann zu ihrer größten Chance des ersten Durchgangs. Giacomo Raspadori scheiterte aus kurzer Distanz an Manuel Neuer (8.). Zwei weitere Minuten darauf dann die deutsche Führung. Joshua Kimmich, der bereits beim 1:1 in Bologna vor zehn Tagen das Tor für die DFB-Elf erzielt hatte, zeigte sich auch dieses Mal treffsicher.

Sträflich alleingelassen schob der Mittelfeldspieler eine Hereingabe von David Raum ins Tor. Der Treffer schien Flicks Mannschaft Sicherheit zu geben. So dominierte man die Partie und hatte den Gegner über weite Strecken unter Kontrolle. Zu zwingenden Möglichkeiten reichte es aber zunächst nicht. Stattdessen kam die Squadra Azzurra im Anschluss an einen Freistoß gefährlich vor Neuers Tor: Der Kopfball von Bryan Cristante verfehlte das Ziel (22.). Jonas Hofmann kam dem zweiten deutschen Treffer nach gut einer halben Stunde nahe, als er aus halbrechter Position nicht an Italiens Keeper Gianluigi Donnarumma vorbeikam (32.). Auch Versuchen von Sané (39.) und Werner (40.) stand der Keeper im Weg.

Als die Mannschaften fast schon auf dem Weg in die Kabine waren, ging Jonas Hofmann nach einem Stoß von Bastoni im Strafraum zu Boden und Schiedsrichter Istvan Kovacs aus Rumänien entschied auf Elfmeter. Gündogan ließ sich die Chance nicht entgehen (45.+4). Zu Beginn des zweiten Abschnitts wirkte die DFB-Elf dann zunächst ein wenig ungeordnet. Italien wollte die Partie durch einen schnellen Anschluss noch einmal spannend machen. Cristante (46.) und der eingewechselte Giorgio Scalvini (47.) ließen ihre Möglichkeiten ungenutzt, sodass Flicks Mannschaft endgültig für klare Verhältnisse sorgen konnte. Müller traf mit einem wuchtigen Schuss im Anschluss an eine verunglückte Aktion von Leonardo Spinazzola.

Das DFB-Team machte gegen die nun zunehmend entmutigten Italiener, die in der laufenden Nations-League-Saison zuvor noch ungeschlagen waren, weiter. Nachdem Werner nach einer Stunde noch an Donnarumma gescheitert war, zeigte der in der Vergangenheit häufig kritisierte Chelsea-Stürmer, dass er es noch kann. Zunächst besorgte er das 4:0, dann setzte er wenig später noch einen weiteren Treffer drauf. Die Tore von Gnonto und Bastoni hatten schließlich nur noch statistischen Wert.

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