29. März 2022 / 23:36 Uhr

Thomas Müller: "Haben ein bisschen die Kontrolle verloren" - Positive Aspekte überwiegen

Thomas Müller: "Haben ein bisschen die Kontrolle verloren" - Positive Aspekte überwiegen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zufrieden - aber noch lange nicht euphorisch: Thomas Müller (M.) mit seinen DFB-Kollegen Julian Draxler (l.) und Nico Schlotterbeck (r.)
Zufrieden - aber noch lange nicht euphorisch: Thomas Müller (M.) mit seinen DFB-Kollegen Julian Draxler (l.) und Nico Schlotterbeck (r.) © IMAGO/Sven Simon
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Insgesamt herrscht bei der Nationalmannschaft nach dem 1:1 in den Niederlanden Zufriedenheit. Doch es gibt noch einige Baustellen. Thomas Müller benennt diese - und auch Bastian Schweinsteiger legt den Finger in die Wunde.

Der neunte Sieg im neunten Spiel unter Hansi Flick war lange zum Greifen nah - am Ende hätte es dann fast die erste Niederlage unter dem neuen Bundestrainer gegeben. Rund eine Stunde bestand die deutsche Nationalmannschaft den ersten echten Härtetest mit Blick auf die Winter-WM in Katar mit Bravour. Souverän hatte man die Partie in den Niederlanden im Griff, führte durch einen Treffer von Thomas Müller (45.+1) mit 1:0. Dann riss ein wenig der Faden und das DFB-Gebilde geriet arg ins Wanken. Nach dem Ausgleich durch Steven Bergwijn (68.) herrschte plötzlich großes Durcheinander

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Man habe "zwischen der 60. und 85. Minute ein bisschen die Kontrolle verloren", gestand Müller nach dem leistungsgerechten 1:1 in Amsterdam am ARD-Mikrofon und bemängelte zu viele Ballverluste und leichtfertiges Handeln. Auch Müller war am Entstehungsprozess des Ausgleichs beteiligt, in dessen Anschluss die vielleicht schwierigsten Minuten in Flicks Amtszeit folgten. "Nach dem 1:1 gab es drei, vier, fünf Minuten, in denen Unruhe reingekommen ist und wir das Spiel verlieren können. Das darf uns nicht passieren", analysierte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger. Der Weltmeister von 2014 ergänzte: "Daran muss die Mannschaft noch arbeiten."

So lag die Führung der Elftal tatsächlich in der Luft. Thilo Kehrer stieg im eigenen Strafraum beinhart gegen Memphis Depay ein, der Niederländer fiel und Schiedsrichter Craig Pawson aus England entschied auf Foulelfmeter. Nach Ansicht der Videobilder revidierte der Referee dann aber für viele Beobachter überraschend seine Entscheidung (73.). Die DFB-Auswahl stabilisierte sich in der Folge wieder und kam am Ende zu einem Remis, bei dem die positiven Aspekte dann doch überwogen.

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Deutschland in der Einzelkritik zum Testspiel gegen die Niederlande

Deutschland in der Einzelkritik gegen die Niederlande. Zur Galerie
Deutschland in der Einzelkritik gegen die Niederlande. ©

"Es war die erste große Mannschaft gegen die wir jetzt gespielt haben - und das über weite Strecken ordentlich", meinte Kapitän Manuel Neuer: "Unter dem Strich sind wir auf einem sehr guten Weg." Auch Müller fand die erste Hälfte "schon sehr gut". Er meinte: "Die Richtung stimmt." Kai Havertz ergänzte: "Wir befinden uns noch immer in einem Prozess - angekommen sind wir noch nicht." Die WM beginnt ja auch erst am 21. November.