11. Oktober 2021 / 22:38 Uhr

WM-Ticket gesichert: Werner, Havertz und Müller führen DFB-Team gegen Nordmazedonien nach Katar

WM-Ticket gesichert: Werner, Havertz und Müller führen DFB-Team gegen Nordmazedonien nach Katar

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
WM-Ticket gesichert: Timo Werner, Kai Havertz und Thomas Müller (v.l.) bejubeln das 1:0 beim Sieg in Nordmazedonien.
WM-Ticket gesichert: Timo Werner, Kai Havertz und Thomas Müller (v.l.) bejubeln das 1:0 beim Sieg in Nordmazedonien. © dpa
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Timo Werner und Kai Havertz treffen, Thomas Müller glänzt als Vorbereiter und Jamal Musiala setzt den Schlusspunkt: Durch einen souveränen Sieg in Nordmazedonien sichert die deutsche Nationalmannschaft vorzeitig die Teilnahme an der WM in Katar. Rumänien liefert die nötige Schützenhilfe.

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Ticket für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Katar gelöst. Das DFB-Team gewann am Montagabend in Skopje mit 4:0 (0:0) gegen Nordmazedonien und ist damit schon zwei Partien vor Abschluss der Qualifikationsrunde nicht mehr vom ersten Platz der Gruppe J zu verdrängen. Neben dem eigenen Erfolg war dafür die Schützenhilfe Rumäniens nötig, das mit einem 1:0 (1:0) gegen Armenien lieferte und sich somit auch selbst noch Chancen auf die WM-Teilnahme bewahrte. Für den fünften Sieg im fünften Spiel unter Bundestrainer Hansi Flick sorgten Kai Havertz (50.) sowie der zuletzt immer wieder kritisierte Timo Werner per Doppelpack (70. und 73.) und Jamal Musiala (83.).

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Flick hatte in seiner Startelf in Skopje auf zahlreiche frische Kräfte gesetzt. Im Vergleich zur Anfangsformation beim 2:1 am vergangenen Freitag gegen Rumänien nahm der Bundestrainer gleich fünf Veränderungen vor. Besonders von U21-Europameister David Raum, der als linker Verteidiger spielte und erstmals von Beginn an ran durfte, erhoffte sich Flick große Impulse. "Wir haben mit David Raum einen Spieler, der in der Offensive seine Qualitäten hat", sagte der 56-Jährige unmittelbar vor dem Anpfiff des WM-Qualifikationsspiels bei RTL: "Links soll die Post abgehen." Dies gelang im ersten Durchgang nur bedingt.

Zwar agierte der Favorit, der im Hinspiel gegen Nordmazedonien eine 1:2-Heimpleite kassiert hatte, in der über weite Strecken durchaus temporeichen Partie überlegen und konzentriert. Zählbares wollte jedoch noch nicht herausspringen. Joshua Kimmich (2.), Thomas Müller (12.), Serge Gnabry (17. und 25.) und vor allem Timo Werner mit einem Pfostenschuss (45.+2) brachten Chancen von unterschiedlicher Qualität nicht im Tor unter. Eine unschöne Szene gab es nach knapp 20 Minuten. Kimmich wurde vor der Ausführung eines Eckballs von einem Laserpointer geblendet. Schiedsrichter Danny Makkelie (Niederlande) unterbrach die Partie für einen Moment, gab den Ball trotz der Störung für den Bayern-Profi dann aber doch frei.

Im zweiten Durchgang schien sich der Verlauf des Geschehens zunächst kaum zu verändern. Deutschland kam engagiert aus der Kabine, ließ es in seinen Offensivbemühungen jedoch weiterhin an Präzision vermissen. Doch dann hatte Gnabry einen genialen Moment. Nachdem die Nordmazedonier ungewöhnlich weit aufgerückt waren, kam der Ball zum Bayern-Profi, der die Hintermannschaft der Platzherren mit einem langen Flachpass aushebelte und Müller in Richtung Tor schickte. Der Routinier zeigte sich mannschaftsdienlich, legte den Ball noch einmal quer und Havertz netzte ohne Probleme zur Führung ein.

Danach nahm die Partie nur kurz an Fahrt auf. Nordmazedonien suchte zwar nach einer Antwort, spürte in strömendem Regen aber offenbar zunehmend den Kräfteverschleiß. Das DFB-Team nutzte dies: Erneut legte Müller vor und Werner schloss mit einem platzierten Volleyschuss ab. Der Chelsea-Stürmer schien sofort selbstbewusst als so oft in den vergangenen Wochen und legte nach. Dieses Mal versenkte er den Ball mit einem sehenswerten Schlenzer im langen Eck - die Entscheidung. Der eingewechselte Musiala setzte den Schlusspunkt.