08. Oktober 2021 / 22:38 Uhr

Hansi Flick mit goldenem Händchen: Joker Thomas Müller sorgt für DFB-Sieg gegen Rumänien

Hansi Flick mit goldenem Händchen: Joker Thomas Müller sorgt für DFB-Sieg gegen Rumänien

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Thomas Müller hat der deutschen Nationalmannschaft am Freitag einen späten Sieg beschert.
Thomas Müller hat der deutschen Nationalmannschaft am Freitag einen späten Sieg beschert. © 2021 Getty Images
Anzeige

Das WM-Ticket rückt näher: Die deutsche Nationalmannschaft hat die Reise nach Katar durch einen hart erkämpften Sieg gegen Rumänien weiter fest im Visier. Für die späte Entscheidung sorgte der eingewechselte Thomas Müller.

Dank Joker Thomas Müller und einer kräftezehrenden Willensleistung hat die deutsche Nationalmannschaft den nächsten Schritt in Richtung der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr gemacht. Nach einem langen Sturmlauf im Qualifikationsspiel gegen Rumänien sorgte der eingewechselte Bayern-Star mit seinem Tor neun Minuten vor dem Ende doch noch für einen 2:1 (0:1)-Sieg und die nun noch deutlichere Tabellenführung in der Gruppe J. Trotz Überlegenheit musste Flicks Mannschaft im Hamburger Volksparkstadion zunächst einem Rückstand durch Ianis Hagi (9.) hinterherlaufen. Serge Gnabry sorgte für das 1:1 (52.), ehe Müller den hart erarbeiteten Sieg sicherstellte. Am Montag in Nordmazedonien könnte das Ticket nach Katar nun schon endgültig gelöst werden.

Anzeige

Flick setzte in Hamburg vornehmlich auf erprobtes Personal und nahm im Vergleich zum 4:0 im vergangenen Monat in Island nur zwei Veränderungen in der Startelf vor. Statt des verletzten Ilkay Gündogan begann Marco Reus, der den Vorzug vor Müller erhielt. Im Tor war der DFB-Coach derweil zum Umstellen gezwungen. Kapitän Manuel Neuer musste sich am Freitag mit Adduktorenproblemen abmelden. Für den Bayern-Torhüter stand Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona zwischen den Pfosten.

Schon fünf Minuten nach dem Anpfiff deutete alles auf eine Fortsetzung von Flicks Erfolgsserie hin, die in seinen ersten drei Spielen zu Siegen gegen Liechtenstein, Armenien und Island geführt hatte. Timo Werner ging im Strafraum der Gäste nach einem Duell mit Andrei Burca zu Boden und Schiedsrichter Cüneyt Cakir aus der Türkei zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch der Videoassistent schaltete sich ein, auch Cakir sah sich die Bilder noch einmal an - und revidierte seine Entscheidung. Tatsächlich schien Werner nicht wirklich aufgrund des Einsteigens seines Gegenspielers zu Boden gegangen zu sein. Joshua Kimmich der sich den Ball für den Strafstoß zurechtgelegt hatte, trottete unverrichteter Dinge zurück.

Die Rumänen kamen konzentrierter aus der kleinen Pause. Hagi spielte Antonio Rüdiger aus, auch Thilo Kehrer und Leon Goretzka konnten den Abschluss des Mittelfeldspielers nicht verhindern - 0:1. Für Flick war es das erste Gegentor seiner Amtszeit. Die deutsche Auswahl suchte gegen nun äußerst defensive Rumänen, die jetzt fast ausschließlich auf schnelle Konter setzten, nach einer Antwort und tat sich schwer. Nach einer guten Viertelstunde wurde es dann aber doch gefährlich. Nach einer Reus-Flanke rettete Gäste-Keeper Florin Nita im letzten Moment vor Gnabry. Über Umwege kam der Ball erneut zum Bayern-Profi, der den Ball halb liegend, halb sitzend neben das Tor bugsierte (17.).

Flicks Mannschaft machte weiter Druck, baute sich um den rumänischen Strafraum herum auf - doch es gab kein wirkliches Durchkommen. Ergaben sich doch einmal Räume, fehlte es an Konzentration und Präzision. Bestes Beispiel: Gnabry war auf der rechten Seite durch, sein anschließender Versuch war aber weder als Flanke noch als Torschuss zu definieren (35.). Doch der Flügelstürmer blieb dran. Kurz vor der Pause setzte er einen Fernschuss nur knapp neben das Tor (44.).

Im zweiten Durchgang schien sich das bis dahin bekannte Bild nicht wesentlich zu verändern. Deutschland mühte sich, Rumänien verengte das Spiel. Der Ausgleich resultierte fast folgerichtig aus einem weiteren Versuch aus der Distanz. Flach, hart, platziert wuchtete Gnabry die Kugel ins Netz. Das DFB-Team wollte nun den Sieg, kam bei seinem Sturmlauf aber weiter kaum zu klaren Chancen. Nach einer guten Stunde sollten dann Müller (für Reus) und Kai Havertz (für Werner) für mehr Durchschlagskraft sorgen - was gelang: Nach einer Ecke von Kimmich drückte Müller den Ball aus kurzer Distanz zum Sieg über die Linie.