25. Juli 2021 / 15:23 Uhr

Traum von Olympia-Medaille lebt: Deutsche Fußballer mühen sich zu Pflichtsieg gegen Saudi-Arabien

Traum von Olympia-Medaille lebt: Deutsche Fußballer mühen sich zu Pflichtsieg gegen Saudi-Arabien

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das deutsche Team bejubelt den zwischenzeitlichen Führungstreffer zum 2:1 durch den Frankfurter Ragnar Ache.
Das deutsche Team bejubelt den zwischenzeitlichen Führungstreffer zum 2:1 durch den Frankfurter Ragnar Ache. © Getty Images/Francois Nel
Anzeige

Mit Ach, Krach und Moral hat die deutsche Auswahl beim olympischen Fußball-Turnier ihren ersten Sieg eingefahren. Überzeugend war der Erfolg gegen Saudi-Arabien zwar nicht, doch eine Medaille ist für die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz nun weiterhin möglich.

Die deutschen Fußballer können bei den Olympischen Spielen in Tokio weiter von einer Medaille träumen. Drei Tage nach der 2:4-Pleite zum Auftakt gegen Brasilien quälte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz in ihrem zweiten Spiel des Turniers zu einem umkämpften 3:2 (2:1)-Pflichtsieg gegen Saudi-Arabien. Um den Einzug ins Viertelfinale aus eigener Kraft und ohne den möglichen Einsatz eines Rechenschiebers perfekt zu machen, muss das deutsche Team nun sein abschließendes Gruppenspiel am kommenden Mittwoch gegen die Elfenbeinküste gewinnen. Die Afrikaner und Brasilien hatten sich am Sonntag 0:0 getrennt.

Anzeige

Deutschland war durch Nadiem Amiri (11.) und Ragnar Ache (43.) zweimal in Führung gegangen, doch Sami Khalil Al-Najei glich jeweils aus (30. und 50.). Nachdem Amos Pieper wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen worden war (67.), schien der Sieg zunehmend in die Ferne zu rücken. Doch das DFB-Team bewies Moral: Felix Uduokhai köpfte eine Viertelstunde vor dem Spielende das 3:2.

Kuntz, dem am Sonntag nach der Gelb-Roten-Karte für Kapitän Maximilian Arnold im Spiel gegen Brasilien nur noch 14 Feldspieler zur Verfügung standen, baute seine Anfangsformation nominell auf drei Positionen um. Für Arnold, Anton Stach und Marco Richter durften Eduard Löwen, Cedric Teuchert und Ragnar Ache von Beginn an ran. Letzterer, der schon gegen Brasilien getroffen hatte, führte sich sogleich gut ein. Doch der Kopfball des Stürmers von Eintracht Frankfurt strich knapp am Tor vorbei (3.). Saudi-Arabien ließ das DFB-Team in den ersten Minuten kommen, versuchte seinerseits aber auch immer wieder, Nadelstiche in der Offensive zu setzen.

Die deutsche Auswahl zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und schlug zu. Amiri schloss eine schöne Kombination zur Führung ab. Wer glaubte, das frühe 1:0 würde der Mannschaft mehr Sicherheit geben, sah sich getäuscht. Nachdem Florian Müller einen Schuss nur abklatschen konnte, schob Al-Najei den Ball aus kurzer Distanz zum Ausgleich über die Linie. Anschließend entwickelte sich ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften über weite Strecken auf Augenhöhe begegneten - bis Ache kurz vor der Pause nach einem erneut ansehnlichen Offensivvortrag traf.

Anzeige

Der zweite Durchgang begann für Kuntz und sein Team dann mit dem nächsten Rückschlag. Die Hintermannschaft um Pieper und Uduokhai machte es dem Gegner viel zu einfach, so dass Al-Najei zum 2:2 einnetzen konnte (50.). Als Pieper den heranstürmenden Salem Al Dawsari abräumte und Schiedsrichter Victor Miguel Gomes (Südafrika) förmlich zum Platzverweis zwang, glaubte man kaum noch an einen deutschen Sieg. Doch Uduokhai wuchtete eine Ecke von Max Kruse ins Tor (75.).

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis