08. Juni 2018 / 21:24 Uhr

Joachim Löw gibt nach glanzloser Generalprobe gegen Saudi-Arabien ein WM-Versprechen

Joachim Löw gibt nach glanzloser Generalprobe gegen Saudi-Arabien ein WM-Versprechen

Patrick Strasser
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Seine Mannschaft sucht noch nach ihrer Form: Bundestrainer Joachim Löw
Seine Mannschaft sucht noch nach ihrer Form: Bundestrainer Joachim Löw © imago/Jörg Schüler
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Die deutsche Nationalmannschaft kommt bei ihrer WM-Generalprobe gegen Saudi-Arabien nur zu einem mühevollen 2:1. Grund zur Sorge? Bundestrainer Joachim Löw gibt Entwarnung.

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Es ist eine schöne Tradition: Im letzten Test vor einer WM noch mal Tore tanken fürs Selbstvertrauen. Das gehört zum guten Ton unter Bundestrainer Joachim Löw, das macht Laune. Vor der Abreise zur WM 2010 in Südafrika gewann die Nationalelf 3:1 gegen Bosnien-Herzegowina, vor vier Jahren holte man sich mit einem 6:1 gegen Armenien Selbstbewusstsein für Brasilien – was ja ganz gut funktionierte. Dieses Mal gelang das Vorhaben nicht ganz so gut...

Freitagabend hieß die Selbstvertrauen-Tankstelle „BayArena“, Standort Leverkusen, und der Sparringspartner Saudi-Arabien, in der Fifa-Weltrangliste auf Rang 67 und damit der zweitschlechteste der 32 Teilnehmer der WM in Russland – nur der Gastgeber (Platz 70) ist schlechter gelistet. Endstand 2:1 (2:0). Mittelprächtige Leistung, kein Schützenfest – und dann noch mit unschönen Nebengeräuschen, den teils bösen Pfiffen gegen Ilkay Gündogan, der sich wie der verletzt zuschauende Mesut Özil im Mai mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen hatte. Ein Politikum, das die Mannschaft auch während der WM in Russland begleiten wird.

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Doch das scheint derzeit nur eines der Probleme des Weltmeisters zu sein, der schon am vergangenen Samstag 1:2 in Österreich verloren hatte. Wirklicher Spielfluss oder gar WM-Rausch kam auch am Freitagabend nicht zu Stande. Timo Werner traf (8.), dazu gab es ein Eigentor von Saudi-Arabiens Omar Hawsawi (43.). Sechs Minuten vor dem Ende dann sogar noch der Anschluss des Außenseiters, der die WM am kommenden Donnerstag mit der Partie gegen Gastgeber Russland eröffnen wird. Zwar wehrte der zur Pause für Manuel Neuer eingewechselte Marc-André ter Stegen einen Foulelfmeter von Mohammad Al Sahlawi ab, doch gegen den Nachschuss von Taiseer Al Jassam war auch die deutsche Nummer zwei machtlos.

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Deutschland hat das letzte WM-Testspiel gegen Saudi-Arabien gewonnen. Hier findet ihr alle DFB-Spieler mit Noten in unserer Einzelkritik. Klickt euch durch! Zur Galerie
Deutschland hat das letzte WM-Testspiel gegen Saudi-Arabien gewonnen. Hier findet ihr alle DFB-Spieler mit Noten in unserer Einzelkritik. Klickt euch durch! ©
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Was Löw angesichts des knappen Sieges durchaus beunruhigen könnte: Er hatte seine A-Elf von Beginn an auf das Feld geschickt. Mit dem nach Verletzung wieder einsatzbereiten Jerome Boateng, mit Platzhirschen wie Mats Hummels oder Toni Kroos, mit Künstlern wie Marco Reus und Julian Draxler. Von der vermeintlichen Top-Mannschaft fehlte in Leverkusen im Grunde nur der angeschlagene Özil. Und dann nur 2:1 gegen Saudi-Arabien?

Löw: "Sorgen mache ich mir keine"

"Sorgen mache ich mir keine", meinte Löw nach der Partie in der ARD: "Wir haben noch eine Woche. Wenn die WM beginnt, werden wir da sein. Ich glaube, wir haben gut angefangen, dann haben wir in der zweiten Halbzeit nachgelassen. Wir haben viele Chancen vergeben und viele auch zugelassen. Wir waren relativ offen, bei den Kontern hatten wir Glück."  Anschließend zählte der Bundestrainer weitere Mängel auf - um schließlich doch noch zu einem ermutigenden Schluss zu kommen und mit einem Versprechen zu enden: "Nach einem zweiwöchigen Trainingslager waren die letzten Prozent vielleicht auch nicht so da. Nächste Woche werden wir spritziger und dynamischer sein."

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Immerhin zeigten Marco Reus und Julian Draxler zumindest zeitweise, dass sie im Duett Özil ersetzen können. Man konnte spüren, dass die beiden ihre Chance wahrnehmen wollten, sich für die WM-Endrunde unersetzlich zu machen im offensiven Mittelfeld. Bis Dienstagmittag haben die Nationalspieler nun frei, dann sieht man sich am Frankfurter Flughafen wieder. Mit der Sondermaschine LH 2018 hebt die Mannschaft dann um 13 Uhr ab nach Moskau. Randnotiz zum Aufatmen, gerade für Löw: Keiner – wie 2014 Marco Reus – hat sich noch in der letzten Minute verletzt.

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