11. Januar 2020 / 20:54 Uhr

"Ergebnis ist eine Katastrophe": Deutsche Handballer sprechen nach Spanien-Pleite Klartext

"Ergebnis ist eine Katastrophe": Deutsche Handballer sprechen nach Spanien-Pleite Klartext

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft zeigt sich nach der Pleite gegen Spanien frustriert.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft zeigt sich nach der Pleite gegen Spanien frustriert. © imago images/Bildbyran
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Bittere Pleite für die deutsche Handball-Nationalmannschaft: Gegen Spanien kommt das Team von Trainer Christian Prokop unter die Räder. Die Spieler und Verantwortlichen des DHB-Teams zeigen sich nach der Lehrstunde frustriert.

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Kapitän Uwe Gensheimer saß mit gesenktem Kopf in der Pressekonferenz, neben ihm rang Bundestrainer Christian Prokop um die richtigen Worte für den desolaten Auftritt der deutschen Handballer. Mit der bitteren 26:33 (11:14)-Niederlage gegen Titelverteidiger Spanien hat die DHB-Auswahl bei der Europameisterschaft einen herben Rückschlag kassiert und steht im Kampf um den angepeilten Halbfinal-Einzug nun schwer unter Druck. "Wir sind sehr enttäuscht aufgrund unserer Leistung im gesamten Spiel", sagte Prokop. Und er war nicht der einzige.

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Noch deutlicher wurde Hendrik Pekeler, der mit fünf Toren bester Werfer im enttäuschenden DHB-Team war. "Das Ergebnis ist eine Katastrophe. Uns hat die Galligkeit, die Emotion gefehlt", sagte der Kreisläufer vom deutschen Rekordmeister THW Kiel. Nach der schlechten Vorstellung droht Deutschland nun sogar das vorzeitige Aus bei der EM. Der Europameister von 2016 darf im abschließenden Gruppenspiel gegen Außenseiter Lettland am Montag nicht patzen - und darf sich auch danach in der Hauptrunde keine Niederlage leisten, um noch Chancen auf den Titel zu haben. "Da müssen und werden wir uns verbessern", sagte der DHB-Nationaltrainer.

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DHB-Vizepräsident Bob Hanning nach Deutschland-Pleite gegen Spanien entsetzt

Selbst der sonst so besonnene DHB-Vizepräsident Bob Hanning zeigte sich wegen der deutschen Vorstellung entsetzt: "Heute habe ich weder eine zentrale Figur noch Begleitpersonal gesehen. Es eine führende Hand gefehlt", kritisierte der 51-Jährige. Die deutsche Mannschaft sei mit "zu wenig Überzeugung" ins Spiel gegangen.

An Bundestrainer Prokop kann das kaum gelegen haben. Der 41-Jährige machte seinem Unmut schon während der 60 Minuten öfter lautstark Luft. Und auch nach dem Abpfiff redete Prokop Klartext: "Wir sind schlampig in das Spiel gegangen, obwohl wir Lust darauf hatten. Unsere Angriffseffektivität war unterirdisch", urteilte er. „Wir haben keine Lösung gegen die spanische Defensive gefunden.“

Gensheimer erwischt gebrauchten Tag: "Es tut weh"

Kapitän Uwe Gensheimer erwischte zudem einen gebrauchten Tag. Zwischenzeitlich musste der Star-Spieler der deutschen Mannschaft auf der Bank Platz nehmen. "Spanien war die bessere Mannschaft - auf allen Positionen", räumte der 33 Jahre alte Linksaußen ein. "Wir haben auch viele Chancen vergeben. Es tut im Moment weh, dass wir eine so schwache Leistung abliefert haben. Wir müssen jetzt die Köpfe hoch nehmen."

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