28. November 2022 / 13:28 Uhr

Neuer Mut, mentale Stärke, breite Brust: Was das Remis gegen Spanien beim DFB-Team verändert

Neuer Mut, mentale Stärke, breite Brust: Was das Remis gegen Spanien beim DFB-Team verändert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kapitän Manuel Neuer (links) und Thomas Müller blicken auf den Punktgewinn gegen Spanien.
Kapitän Manuel Neuer (links) und Thomas Müller blicken auf den Punktgewinn gegen Spanien. © IMAGO/Focus Images/Ulmer/Teamfoto (Montage)
Anzeige

Nach dem 1:1 gegen Spanien herrscht bei der deutschen Nationalmannschaft wieder Aufbruchstimmung. Die Niederlage zum WM-Auftakt gegen Japan ist abgehakt, das Achtelfinale fest im Visier. Kapitän Manuel Neuer sagt: "Jetzt sind wir da!"

Auch wenn es mit dem erhofften Sieg nicht geklappt hatte, schaute man bei der deutschen Nationalmannschaft in insgesamt zufriedene und aufgeräumte Gesichter. Beim 1:1 (0:0) gegen Angstgegner Spanien war es dank eines engagierten Auftritts gelungen, die trübe Stimmung nach der ernüchternden 1:2-Pleite zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Katar wieder aufzupolieren. Ein Sieg im abschließenden Gruppenspiel gegen Costa Rica ist nun Voraussetzung für den Einzug ins Achtelfinale. Zudem darf Japan zeitgleich nicht gegen Spanien gewinnen. Sollte die parallel ausgetragene Begegnung mit einem Remis enden, kommt es auf die Tordifferenz oder die mehr geschossenen Treffer in der Vorrunde an - ein Fall für den Rechenschieber.

Anzeige

In den Köpfen der deutschen Spieler spielten Eventualitäten am Sonntagabend aber keine große Rolle. Der Glaube ist zurück, hinzu gesellt sich Mut und ein kräftig gestiegenes Selbstvertrauen. "Das Wichtigste ist: Wir leben noch. Ich glaube, dass wir jetzt da sind", sagte Kapitän Manuel Neuer, der die in der Schlussphase gegen Japan noch wacklige Defensive am ZDF-Mikrofon in den höchsten Tönen lobte: "Wir haben den Fight angenommen und wenig zugelassen. Ganz großes Lob an unsere Verteidigung. Im Verbund von vorn bis hinten haben wir alles dafür gegeben, dass wir gut stehen."

Meist gelang dies tatsächlich. Nur einmal entwischte der eingewechselte Alvaro Morata seinem Bewacher Niklas Süle und erzielte die spanische Führung (62.) - doch das DFB-Team wehrte sich nach Kräften gegen die Niederlage. "Wir haben kräftemäßig alles in die Waagschale geworfen. Spielerisch war es nicht immer die sauberste Klinge. Aber es war eine Energieleistung. Man hat der Mannschaft Willen und Teamgeist angesehen", sagte Thomas Müller. Der Lohn: Das späte 1:1 durch Joker Niclas Füllkrug (83.). Ein Tor, das auch mental noch einmal Kräfte freisetzte.

"Jetzt haben wir die Aufgabe, Costa Rica zu schlagen und zu hoffen, dass das andere Ergebnis zu unserem passt", meinte Müller, der zugab aufgrund des Japan-Spiels "wütend" in die Partie gegen Spanien gegangen zu sein. "Wir hätten gern gewonnen, aber mehr als alles raushauen, können wir nicht." Sollte sich die Mannschaft dies weiterhin zur Maxime machen, könnte der Aufenthalt in Katar noch ein wenig andauern.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis