21. August 2020 / 19:20 Uhr

Löw über Verzicht auf Bayern-Stars und Kader für Nations League - Chance für Debütanten?

Löw über Verzicht auf Bayern-Stars und Kader für Nations League - Chance für Debütanten?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw erklärt die Nichtnomnierungen der Bayern-Stars um Leon Goretzka und Joshua Kimmich. Gladbach-Profi Florian Neuhaus könnte so zu seinem Debüt kommen.
Joachim Löw erklärt die Nichtnomnierungen der Bayern-Stars um Leon Goretzka und Joshua Kimmich. Gladbach-Profi Florian Neuhaus könnte so zu seinem Debüt kommen. © imago images / Nordphoto
Anzeige

Joachim Löw gibt schon vor der Bekanntgabe seines Kaders für den Nations-League-Start zahlreiche Personalien bekannt. Insgesamt sechs Stars von Bayern und Leipzig fehlen. Der Bundestrainer hofft nun, dass andere Spieler ihre Chance nutzen.

Anzeige

Joachim Löw erklärt seinen Verzicht auf die Bayern-Stars Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry zum Auftakt der Nations League mit einem auf Langfristigkeit angelegten Plan. "Mit Blick auf die Europameisterschaft im kommenden Sommer ist mir grundsätzlich wichtig, dass die Spieler ausgeruht, frisch und gut regeneriert - körperlich wie mental - mit ihren Vereinen in die neue Saison starten. Diese Spieler sollen jetzt mal ein paar Tage abschalten und zur Ruhe kommen. Diese Spielzeit wird noch sehr lang und kräftezehrend. Die Anforderungen gerade an die Topspieler sind extrem", sagte der Bundestrainer in einem Interview auf der DFB-Homepage.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Das Quartett der Münchner tritt am kommenden Sonntag im Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain an und hätte vor dem Länderspiel am 3. September in Stuttgart gegen Spanien nur elf Tage Pause. Drei Tage nach der Partie gegen die Iberer muss die deutsche Nationalmannschaft dann in Basel gegen die Schweiz ran. Löw kündigte vor der offiziellen Bekanntgabe seines Aufgebots am kommenden Dienstag an, dass er auch Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann eine Auszeit geben werde. Die beiden Leipziger waren bis zum Halbfinale beim Finalturnier der Königsklasse im Einsatz.

Löw nominiert Niklas Süle und Leroy Sané

Mit Thilo Kehrer, Julian Draxler (beide PSG) und Niklas Süle (Bayern) werden drei Profis, die am Sonntag um den CL-Titel kämpfen, ebenso wie Bayern-Zugang Leroy Sané hingegen sicher zum DFB-Kader gehören. "Die Situation bei Julian Draxler und Thilo Kehrer, die für Paris spielen, aber auch Leroy Sané und Niklas Süle ist ein wenig anders. Jeder von ihnen hatte mit Verletzungsphasen zu tun. Alle hatten Phasen, in denen sie nicht regelmäßig gespielt haben. Sie müssen wieder in einen Trainings- und Wettkampfrhythmus kommen", erklärte Löw.

Nationalmannschaft: Alle Debütanten unter Joachim Löw

Alle Nationalmannschafts-Debütanten unter Bundestrainer Joachim Löw im Überblick - kickt Euch durch die Galerie. Zur Galerie
Alle Nationalmannschafts-Debütanten unter Bundestrainer Joachim Löw im Überblick - kickt Euch durch die Galerie. ©

Der Weltmeister-Coach von 2014 deutete zudem an, dass Debütanten zu seinem Aufgebot gehören könnten. "Vielleicht öffnet sich durch eine solche Chance für den einen oder anderen ja auch mal eine Tür. Wir hatten ohnehin gesagt, dass wir nach der WM 2018 grundsätzlich Räume für junge Spieler schaffen wollten, damit diese sich entwickeln können. Daran halten wir fest, davon sind wir überzeugt und werfen eine solche Planung auch nicht von heute auf morgen über Bord", meinte der Bundestrainer.

Chance für Gosens, Neuhaus und Schwolow?

Als mögliche Neulinge wurden zuletzt immer wieder Robin Gosens (Atalanta Bergamo) und Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach) genannt. Zudem wird Löw auf der Torhüter-Position wohl improvisieren müssen. Neuer-Vertreter Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona fällt verletzt aus, Bernd Leno vom FC Arsenal musste im Endspurt der vergangenen Saison wegen einer hartnäckigen Bänderdehnung passen. Somit könnte der Frankfurter Kevin Trapp als zumindest kurzzeitige Nummer Eins in die Länderspiel-Saison starten. Als weitere Alternative wurde zuletzt über Alexander Schwolow, der im Sommer vom SC Freiburg zu Hertha BSC wechselte, spekuliert.