29. August 2019 / 07:05 Uhr

Deutschland-Tour mit Star-Aufgebot: Greipel, Alaphilippe und Co. kämpfen um den Sieg

Deutschland-Tour mit Star-Aufgebot: Greipel, Alaphilippe und Co. kämpfen um den Sieg

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
André Greipel zählt zum Favoritenkreis bei der anstehenden Deutschland-Tour.
André Greipel zählt zum Favoritenkreis bei der anstehenden Deutschland-Tour. © dpa
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Der Radsport in Deutschland lebt wieder: Prominente Namen sind bei der viertägigen Deutschland-Rundfahrt mit dabei. Der deutsche Sprint-Star André Greipel glaubt: „Das Vertrauen in den Radsport ist zurück.“

Die Crème de la Crème des Weltradsports gibt sich die Ehre! Obwohl mit der Vuelta a Espana derzeit die dritte große Landesrundfahrt des Jahres stattfindet, könnte das Starterfeld der Deutschland-Tour kaum prominenter sein. Es sind die Topstars des Sports, die am Donnerstag in Hannover die viertägige Rundfahrt durch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen in Angriff nehmen.

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Alaphilippe und Thomas mit dabei

Mit dabei sind neben dem Franzosen Julian Alaphilippe, der bei der diesjährigen Tour de France über zwei Wochen das Gelbe Trikot trug, unter anderem auch der Tour-Zweite Geraint Thomas, der Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski und Sprintstar Caleb Ewan, der bei der Frankreich-Rundfahrt drei Etappen gewann.

Die prominenten Namen der Teilnehmer lassen Mitteldeutschland ab Donnerstag für vier Tage in den Fokus der Radsportwelt rücken. Auch die Organisatoren sind überzeugt: „Die Deutschland-Tour 2019 wird eines der besten Pelotons in dieser Saison zusammenbringen“, sagte Claude Rach, der Deutschland-Chef des Tour-de-France-Veranstalters ASO. Klar, an die Tour de France kommt das Feld der 22 Mannschaften sicherlich nicht heran – schon allein deswegen nicht, weil nur sechs Fahrer pro Team am Start sein werden.

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"Für die Fahrer ist die Deutschland-Tour wichtig"

„Aber die Deutschland-Tour funktioniert so, wie sie jetzt ist“, sagte Rach vor dem Start der Rundfahrt. Das sehen auch die deutschen Radstars ähnlich. Denn die Tour-Überraschungen Emanuel Buchmann und Lennard Kämna sind genauso dabei, wie die klangvollen Sprinternamen Pascal Ackermann und André Greipel, die gern die eine oder andere Etappe gewinnen wollen. „Wir wollen uns präsentieren“, kündigt Greipel an. Für Rach ein Zeichen: „Deutschland war und ist als Radsportland angesehen. Für die Fahrer ist die Deutschland-Tour wichtig.“

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Die Signale, welche die zweite Ausgabe der Deutschland-Tour nach der Neuauflage 2018 sendet, sind die erhofften für den gesamten deutschen Radsport. Vor zehn Jahren nämlich hatten die Verantwortlichen die Landesrundfahrt eingestellt, nachdem die Öffentlich-Rechtlichen Sender im Zuge der großen Dopingskandale jegliche Unterstützung zurückgezogen hatten. Dadurch fehlten den Veranstaltern wichtige Mittel. Doch inzwischen hat sich das Bild des Radsports in Deutschland wieder geändert: ARD und ZDF übertragen die vier Etappen nach Halberstadt, Göttingen, Eisenach und Erfurt live.

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Rad-Star André Greipel: "Vertrauen in Radsport ist zurück"

Die neue Generation um Ackermann, Buchmann und Kämna lässt die Dopingskandale der Vergangenheit endgültig vergessen. „Das Vertrauen in den Radsport ist zurück. Es ist vielleicht sogar der sauberste Sport momentan“, glaubt Greipel. „Wir müssen dafür geradestehen – auch im Privatleben. Wir müssen jeden Tag bis auf eine Stunde genau angeben, wo wir wann sind. Das ist ein Einschnitt. Ich wurde in 48 Stunden schon dreimal kontrolliert“, sagt der Rostocker und ergänzt: „Ich schwöre beim Leben meiner Kinder, dass ich nie etwas Verbotenes getan habe.“

Mit dem neuen Vertrauen – und sicherlich auch den vielen Kontrollen – soll dem Radsport die alte Begeisterung zuteilwerden. Auch und vor allem in Deutschland, wo nach wie vor große Umsätze gemacht werden. Das soll sich bald auch in Sponsoreneinnahmen widerspiegeln. Und nachdem die Neuauflage 2018 gut angenommen wurde, denken die Verantwortlichen schon an die Zukunft. „Wir würden die Rundfahrt gern erweitern – allerdings nicht auf ein zweites Wochenende“, sagte Rach. Weniger ist manchmal mehr.

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