13. November 2020 / 13:36 Uhr

Joachim Löw gibt Einblick in Startelf: DFB-Team mit Leroy Sané, Timo Werner und Serge Gnabry gegen die Ukraine

Joachim Löw gibt Einblick in Startelf: DFB-Team mit Leroy Sané, Timo Werner und Serge Gnabry gegen die Ukraine

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leroy Sané, Timo Werner und Serge Gnabry: Bundestrainer Joachim Löw will alle drei gegen die Ukraine spielen lassen.
Leroy Sané, Timo Werner und Serge Gnabry: Bundestrainer Joachim Löw will alle drei gegen die Ukraine spielen lassen. © imago images/Montage
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Bundestrainer Joachim Löw setzt im Nations-League-Spiel am Samstag gegen die Ukraine auf einen Turbo-Sturm mit Leroy Sané, Timo Werner und Serge Gnabry. Auch Niklas Süle wird zum Einsatz kommen. Ilkay Gündogan erhielt eine Startelf-Garantie.

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Joachim Löw wird im Nations-League-Spiel am Samstagabend in Leipzig gegen die Ukraine auf Tempo setzen. Auf der Pressekonferenz am Freitag gab der Bundestrainer einige Einblicke in seine Startelf-Pläne und verriet, dass Leroy Sané, Timo Werner und Serge Gnabry von Beginn an stürmen werden. "Serge und Timo sind in einem guten Rhythmus und bei Leroy bin ich froh, dass er zurück ist", meinte der 60-Jährige. Die Länderspiele im vergangenen Monat gegen die Türkei (3:3), in der Ukraine (2:1) und gegen die Schweiz (3:3) hatte Sané verletzungsbedingt verpasst.

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"Es ist schon extremes Tempo", sagte Löw, nachdem er das Trio am Donnerstag im Training beobachtet hatte: "Mit und ohne Ball sind alles drei Spieler extrem schnell. Das macht ihre Gefährlichkeit aus." Löw weiter: "Im internationalen Vergleich sind sie weit vorn dabei, wenn es um Geschwindigkeit geht. Wenn sie diese richtig einsetzen, sind die brandgefährlich." Dabei verwies der Coach aber auch darauf, dass die Laufwege abgestimmt werden müssten. Löw äußerte sich auch zu der Besetzung der Defensive. Nach seinem guten Debüt beim 1:0 im Test gegen Tschechien sei Linksverteidiger Philipp Max "eine Option". Sicher zum Einsatz wird am Samstag derweil der nachnominierte Niklas Süle kommen.

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"Er hat im Training einen guten Eindruck hinterlassen. Man kann davon ausgehen, dass er spielt", meinte Löw, der sich mit Blick auf diese Personalie in den vergangenen Tagen intensiv mit seinem ehemaligen Assistenten und heutigem Bayern-Trainer Hansi Flick ausgetauscht hatte. Denn: Um Süle hatte es zuletzt gehörig Wirbel wegen eines zunächst positiven Corona-Tests gegeben. Anfang November hatten die Münchner einen Corona-Befund bei Süle öffentlich gemacht. Dann stellte sich jedoch heraus, dass das Testergebnis falsch war. Der SPORTBUZZER hatte über die Entwicklung exklusiv berichtet.

Süle hatte sich nach der ursprünglichen Diagnose in häusliche Quarantäne begeben - und damit auch das Champions-League-Spiel beim FC Salzburg (6:2) und das Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund (3:2) verpasst. Nun gibt er in der Nationalmannschaft wohl sein Pflichtspiel-Comeback - mit einer deutlichen Vorgabe von Löw. "Ich werde einen Sieg gegen die Ukraine als ganz klares Ziel ausgeben", sagte der Bundestrainer und warnte vor den Osteuropäern: "Sie haben viele schnelle Spieler und gute Konterspieler. Zudem verteidigen sie wahnsinnig gut. Sie nehmen Spieler aus dem Spiel heraus und orientieren sich am Mann. Da ist es schwer, sich zu lösen. Die Mannschaft muss an ihre Grenzen gehen, wenn wir das Spiel auf unsere Seite ziehen wollen."

Startelf-Garantie für Ilkay Gündogan

Dafür soll auch ein stabiles Mittelfeldzentrum sorgen, wo der verletzte Joshua Kimmich fehlen wird. "Das tut uns weh", meinte Löw und blickte auf mögliche Alternativen im Kader: "In der Zentrale sind wir so besetzt, dass er für einen Trainer sehr zufriedenstellend ist." Eine Startelf-Garantie erhielt Ilkay Gündogan, der die Mannschaft gegen Tschechien als Kapitän auf das Feld geführt hatte.

Am Donnerstag waren zahlreiche gegen Tschechien geschonte Stammspieler zum DFB-Team gestoßen. So reisten die Bayern-Stars Manuel Neuer, Gnabry, Leon Goretzka, Süle und Sané ebenso an wie sowie Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach, Werner vom FC Chelsea und Toni Kroos von Real Madrid. Die Mannschaft verließen hingegen die verletzten Jonas Hofmann und Robin Gosens sowie Nico Schulz und Tschechien-Debütant Ridle Baku, der damit U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz für das EM-Qualifikationsspiel am kommenden Dienstag gegen Wales zur Verfügung steht. Für die A-Nationalmannschaft steht am Dienstag der Abschluss der Nations-League-Gruppenphase in Spanien an.