11. Juni 2022 / 22:38 Uhr

Suche nach WM-Form wird zunehmend zäh: DFB-Team bleibt auch in Ungarn ohne Sieg 

Suche nach WM-Form wird zunehmend zäh: DFB-Team bleibt auch in Ungarn ohne Sieg 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für die deutsche Nationalmannschaft reichte es auch gegen Ungarn nur zu einem Remis.
Für die deutsche Nationalmannschaft reichte es auch gegen Ungarn nur zu einem Remis. © Getty (Montage)
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Die deutsche Nationalmannschaft kommt in der Nations League weiter nicht in Schwung. Auch in Ungarn reichte es nur zu einem Unentschieden. Es war das dritte Remis im dritten Spiel des Wettbewerbs.

Drittes Spiel, drittes Remis: Die deutsche Nationalmannschaft scheint in der Nations League das Siegen verlernt zu haben. Nachdem sich das Team von Hansi Flick schon in den Auftakt-Partien in Italien und gegen England jeweils mit einem 1:1 hatte begnügen müssen, reichte es auch am Samstagabend gegen Ungarn nur zu dem gleichen Resultat. Der Bundestrainer ist nach zwölf Spielen im Amt zwar weiter ungeschlagen, tritt mit seiner Auswahl bei der Suche nach der Form für die in rund fünf Monaten beginnende WM in Katar aber zunehmend auf der Stelle. Zsolt Nagy gelang in Budapest gar die Führung für die Gastgeber (6.), Jonas Hofmann glich wenig später aus (9.). Am kommenden Dienstag geht es für Flicks Mannschaft in Mönchengladbach zum Abschluss des Nations-League-Viererpacks erneut gegen Italien.

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Flick, dessen Team vor Nations-League-Beginn zu einem weiteren 1:1 in den Niederlande gekommen war, hatte seine Anfangsformation im Vergleich zum Spiel gegen England am vergangenen Dienstag nominell auf vier Positionen verändert. Neben Antonio Rüdiger, der geschont wurde und nicht im Kader stand, erhielt auch Thomas Müller zunächst eine Pause. Zudem blieben Ilkay Gündogan und Lukas Klostermann auf der Bank. Stattdessen kamen Leon Goretzka, Timo Werner, Niklas Süle und Thilo Kehrer wieder von Beginn an zum Zuge. Das Quartett und seine Teamkollegen sahen sich in der mit 67.000 Zuschauern ausverkauften Puskas-Arena zunächst dem erwartet hitzigen Empfang ausgesetzt. So wurde das Aufwärmen von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet.

Bei der Nationalhymne und mit Spielbeginn beruhigte sich die Atmosphäre dann aber und die Fans konzentrierten sich vornehmlich auf die Unterstützung der eigenen Mannschaft - mit Erfolg. Die Ungarn, die dem DFB-Team bereits bei der EM im vergangenen Jahr große Problemen bereitet und ein 2:2 abgetrotzt hatten, erwischten einen Top-Start. Nach einer Flanke des starken Attila Fiola scheiterte der Freiburger Bundesliga-Profi Roland Sallai per Kopf zwar noch an Manuel Neuer, Nagy versenkte den Abpraller aber kompromisslos im deutschen Tor. Flicks Team steckte den frühen Schock jedoch glänzend weg und antwortete sofort.

Ein langer Steilpass von Nico Schlotterbeck senkte sich in der gegnerischen Hälfte, Hofmann entwischte der Hintermannschaft der Platzherren und legte den Ball in höchsten Tempo auch noch an Ungarns Torhüter Peter Gulacsi vorbei. Anschließend schob der Gladbacher zum Ausgleich ein und profilierte sich in der zuletzt häufig abschlussschwachen Nationalmannschaft einmal mehr als Goalgetter. In seinen vergangenen vier Länderspielen traf Hofmann insgesamt dreimal. In der Folgezeit bemühten sich die Deutschen dann, die Kontrolle zu übernehmen. Viel mehr als das Zirkulieren des Balls in den eigenen Reihen kam dabei jedoch nicht heraus. Es mangelte gegen geschickt verteidigende Ungarn an Esprit, Tempo und Ideen.

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Nach einer halben Chance von Kai Havertz (19.), der am Samstag seinen 23. Geburtstag feierte, sorgten die Ungarn wie schon bei der Führung immer wieder für Unordnung in der deutschen Hintermannschaft. Wirklich zwingend wurde aber auch das Team von Nationaltrainer Marco Rossi, das die Qualifikation für die Winter-WM in Katar verpasst hatte, nicht. Erst kurz vor der Pause ergaben sich für beide Mannschaften noch einmal Möglichkeiten. Ein Schuss von David Raum strich knapp am Tor von Gulacsi vorbei (40.), Timo Werner zielte kurz darauf zu hoch (43.) und Neuer rettete in höchster Not gegen Fiola (44.).

Mit Beginn des zweiten Durchgangs versuchte die DFB-Auswahl, den Druck zu erhöhen, tat sich aber weiter schwer. Ungarn verengte die Räume, Werner & Co. schafften es nicht, Geschwindigkeit aufzunehmen. Folglich blieb die Partie zerfahren und arm an Höhepunkten. Flick wollte knapp 20 Minuten vor dem Ende einen neuen Impuls setzen und brachte Gündogan für Goretzka (68.).

Kurz darauf ergab sich tatsächlich die beste Chance nach der Pause. Havertz setzte Hofmann in Szene, der frei vor dem ungarischen Tor auftauchte. Statt des Abschlusses suchte der Torschütze zum 1:0 aber Werner - und Willi Orban konnte klären (72.). Flick wechselte weiter: Müller und Julian Brandt kamen für Musiala und Werner (78.). - doch die besseren Chancen hatte Ungarn. Sallai (74.) und Daniel Gazdag (81.) fanden in Neuer ihren Meister. Auch Karim Adeyemi und Lukas Nmecha, die kurz vor dem Ende eingewechselt wurden (85.), gelang keine entscheidende Aktion mehr.

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