02. Oktober 2020 / 11:30 Uhr

Deutzen und Geithain gieren nach Erfolgserlebnissen

Deutzen und Geithain gieren nach Erfolgserlebnissen

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Geithains Torwart Stephan Strauch vereitelt eine Chance des SV Naunhof.
Alemannia Geithain um Torwart Stephan Strauch wartet noch auf den ersten Saisonsieg. © Jens Paul Taubert
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Einheit Frohburg und TuS Pegau wollen ihre guten Ergebnisse aus der Vorwoche bestätigen. Alemannia Geithain möchte gegen Blau-Weiß Bennewitz den ersten Saisonsieg einfahren und im Bestfall die rote Laterne direkt wieder abgeben.

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Hartha. Neuling TuS Pegau (8.) ist weiterhin das bestplatzierte lokale Team, der überraschend deutliche 5:1-Erfolg bei Mitaufsteiger Hartha hat es möglich gemacht. Vor der Begegnung auf der „Großen Reitbahn“ gegen den SV Tresenwald Machern (6.) lässt sich Trainer Mike Hartleib zwar weiterhin nicht aus der Deckung locken, verbreitet allerdings gleichzeitig Zuversicht: „Auch dieser schwer einzuschätzende Gegner ist gegen uns Favorit, schon allein wegen der jahrelangen höherklassigen Erfahrung. Außerdem ist unsere Verletzten-Liste nicht kleiner geworden. Doch wir sind mittlerweile gefestigt und reif genug, so ein Match auf Augenhöhe zu bestreiten. Wir werden uns optimal auf die Aufgabe vorbereiten und peilen gerade daheim mindestens ein Unentschieden an. Die Truppe hat keinen Grund, sich zu verstecken und ist selbst zu drei Punkten in der Lage.“ Zählbares konnten die Elsterstädter in den bisherigen vier Partien gegen die Muldentaler bislang nicht einfahren, es wird also höchste Eisenbahn.

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Hartha gegen Frohburg klarer Außenseiter

Insgesamt gesehen ziemlich locker mit 4:0 überquerte der BSV Einheit Frohburg (9.) die Auswärtshürde Partheland. Gegen den BC Hartha (14.) ist im Werner-Seelenbinder-Stadion Nachlegen beinahe Pflicht, um die vorderen Tabellenränge in Sichtweite zu behalten. Nur mal so: Die letzten fünf Spiele gegen die Harthaer konnten die Rennstädter bei einen Torverhältnis von 27:2 allesamt für sich entscheiden. Eine Serie, die unter allen Umständen Bestand haben soll.

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Wenn die Grün-Weißen ihre unbestrittenen Qualitäten auf den Rasen bringen können, dürfte dem eigentlich nichts im Wege stehen. Tunlichst vermieden werden sollte es allerdings, den als klarer Außenseiter am Erligtweg auftauchenden Kontrahenten durch eigene Unzulänglichkeiten stark zu machen. Dann könnte es tatsächlich eng werden mit der Aufholjagd in Richtung Spitzenplätze.

Vereinsvorsitzender Andre Spranger gibt sich kämpferisch: „Wir wollen an die Leistung der Vorwoche anknüpfen, haben jetzt drei Heimspiele am Stück, da sind definitiv neun Punkte das Ziel. Obwohl die Harthaer ihre bisher einzigen Zähler etwas glücklich geholt haben, werden wir sie auf keinen Fall unterschätzen.“ Der BSV-Kader bleibt jedoch klein. Domenic Zein sitzt das erste Drittel seiner Rotsperre ab, Spranger selbst ist verletzt und diesbezüglich nicht der Einzige. So ist der Einsatz von Matthias Wiese (Mittelfuß) und Philipp Jacob (Knöchel) mehr oder weniger vakant, obendrein plagt sich Christopher Ussat mit einer Erkrankung herum.

Deutzen unter Zugzwang

Diesmal waren es keine verschossenen Elfmeter, die dem SV Blau-Weiß Deutzen (15.) die Laune vermiesten. Vielmehr führten ein klassisches Selbsttor sowie zwei halbe Eigentore zur 1:3-Pleite bei Tresenwald Machern. Coach Rolf Tröger kann es kaum fassen, denn „wir haben eine wirklich sehr ordentliche Leistung geboten und genügend Torchancen heraus gearbeitet, belohnen uns aber erneut nicht dafür.“

Somit stehen seine Schützlinge vor dem Aufeinandertreffen mit dem jüngst gegen Ostrau 4:1 siegreichen SV Naunhof (3.) bereits mächtig unter Zugzwang. „Ich hoffe, dass endlich der Knoten platzt. Naunhof ist stark, aber keine Übermannschaft. Punkte müssen her, egal wie. Denn wenn man in der Tabelle einmal unten rein rutscht..." Ohne Mathias Grun (leichter Arbeitsunfall), Sandy Eisert (weiterhin verletzt), Keeper Marin Steinecke und Alexander Schröder (beide Urlaub) soll in der Glück-Auf-Sportstätte ein Dreier heraus springen. Es wäre der erste im laufenden Spieljahr und überhaupt der erste gegen den SVN auf dem grünen Rasen, der bisher einzige gelang am grünen Tisch.

Geithain hofft auf ersten Saisonsieg

Bei den vorherigen Niederlagen hatte der FSV Alemannia Geithain (17.) noch mithalten können, diesmal allerdings war man chancenlos. Mannschaftsleiter Martin Polster analysiert: „Gegen einen absolut willigen und bei Standards brandgefährlichen Gastgeber waren die Ausfälle zahlreicher Leistungsträger nicht zu kompensieren, ein Klassenunterschied wurde sichtbar. Der verpasste Ausgleich und das im Gegenzug kassierte 0:2 waren die Schlüsselszenen.“

Nach der die Übernahme der roten Laterne bedeutenden 0:5-Schlappe bei Klinga-Ammelshain wird nun im Henning-Frenzel-Stadion gegen den SV Blau-Weiß Bennewitz (11.) abermals Anlauf genommen, um den ersten Saisonerfolg zu landen. Wobei die letzten sieben Spiele gegen die Rand-Wurzener durch die Bank weg verloren gingen. Dennoch versprüht Polster Optimismus: „Auf den engagierten Heimauftritten gilt es aufzubauen, trotz Respekt vor dem Gegner wird Punktezuwachs angestrebt. Dafür muss unbedingt die Abwehrarbeit verbessert werden, zumal für die Defensive einige Startelfkandidaten zurück kehren. Ansonsten werden unverändert etliche Stammkräfte fehlen.“

Patrick Zschille, Kevin Wilde, Kendy Grabow und Norman Beyer stehen wieder im Aufgebot. Robin Eidam, Kilian Helbig, Martin Polster, Christian Petzold, Daniel Petzold und Nils Sanne sind weiterhin verletzt. Fraglich ist das Mitwirken der angeschlagenen Marcel Schnelldorfer und Christian Golus. Der SV Chemie Böhlen (12.) hat eine Woche länger Zeit, das 1:4 in Bennewitz zu verdauen.

Weitere Partien

Die Klingen kreuzen werden dagegen der SV Ostrau (2.) und der Döbelner SC (6.), der TSV Burkartshain (4.) und der Verlustpunkt freie Spitzenreiter Roßweiner SV, der VfB Leisnig (10.) und der SV Klinga-Ammelshain (13.) sowie der ungeschlagene TSV Großsteinberg (5.) und der sieglose SC Partheland (16.).