18. November 2021 / 18:47 Uhr

Bericht: DFB-Arzt Tim Meyer & Co. fordern Profis in den Bundesligen per Brief zu Corona-Impfungen auf

Bericht: DFB-Arzt Tim Meyer & Co. fordern Profis in den Bundesligen per Brief zu Corona-Impfungen auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Bundesliga-Profis wurden in einem Ärzte-Brief zu Impfungen aufgefordert.
Die Bundesliga-Profis wurden in einem Ärzte-Brief zu Impfungen aufgefordert. © IMAGO/motivio/Christian Schroedter/Bihlmayerfotografie (Montage)
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Die Corona-Zahlen schnellen bundesweit in die Höhe. DFB-Arzt Tim Meyer soll nach einem Bericht der "Bild" mit mehreren Kollegen einen Brief an die Vereine geschrieben haben mit dem Appell, sich impfen zu lassen. Zuletzt hatte es um den ungeimpften Bayern-Star Joshua Kimmich eine große Debatte gegeben.

Die 36 Klubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga sollen nach Informationen der Bild von Ärzten einen Brief unter der Überschrift "Lasst Euch impfen!" bekommen haben. In einer E-Mail appellieren demnach Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des Deutschen Fußball-Bundes und der DFL Task Force Sportmedizin/Sonderspiel, Dortmunds Mannschaftsarzt Markus Braun, Nürnbergs Teamarzt Werner Krutsch und die ebenfalls zur Task Force gehörende Barbara Gärtner an die wohl zehn Prozent der ungeimpften Spieler, sich gegen Corona impfen zu lassen. Eine Bestätigung für das Schreiben gab es zunächst nicht.

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"Wir fordern ungeimpfte Personen innerhalb, aber auch außerhalb des Fußballs dringend auf, eine Impfung in Betracht zu ziehen und sich seriös darüber zu informieren. Impfungen sind der Schlüssel zum zügigen Beenden der Pandemie und durch keine andere Maßnahme zu ersetzen", heißt es in dem Schreiben, das der Bild am Donnerstag vorlag. Spätestens die Weihnachtspause könnte im laufenden Spielbetrieb für Profispieler eine günstige Gelegenheit darstellen, eine Impfung zu beginnen, zu vervollständigen oder aufzufrischen ("Booster"), heißt es weiter.

An die Mannschaftsärzte und Hygienebeauftragten der Vereine ist der Hinweis gerichtet, dass Nebenwirkungen auftreten können, sie stünden aber "in Häufigkeit und Schwere in einem absolut vertretbaren Verhältnis zur Wirkung. Dies gilt umso mehr, wenn man mögliche ungünstige und langwierige Verläufe von Covid-19 in Betracht zieht."

Nationalspieler Joshua Kimmich hatte Ende Oktober erklärt, er habe sich aufgrund fehlender Langzeitstudien über die Nebenwirkungen einer Impfung noch nicht impfen lassen und damit eine bundesweite Diskussion im Sport und in der Politik ausgelöst.