06. März 2019 / 13:17 Uhr

Nach DFB-Aus der Bayern-Stars: Kein Abschiedsspiel für Hummels, Müller und Boateng

Nach DFB-Aus der Bayern-Stars: Kein Abschiedsspiel für Hummels, Müller und Boateng

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem DFB-Aus für Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng wird es höchstwahrscheinlich kein offizielles Abschiedsspiel für das Bayern-Trio geben.
Nach dem DFB-Aus für Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng wird es höchstwahrscheinlich kein offizielles Abschiedsspiel für das Bayern-Trio geben. © imago/Bernd König
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Mit einer bisher nicht gekannten Radikalität treibt Bundestrainer Joachim Löw den Umbruch in der Nationalmannschaft voran. Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels, die drei Weltmeister von 2014, spielen in seinen Planungen ab sofort keine Rolle mehr - ein Abschiedsspiel werden die Bayern-Stars nicht bekommen.

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Joachim Löw wird zum Hardliner. Kurz vor dem Start ins neue Länderspieljahr greift der Bundestrainer zu den härtesten Personalmaßnahmen seiner Amtszeit und mustert gleich drei ehemalige Weltmeister aus. Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller gehören ab sofort nicht mehr zur Nationalmannschaft. Ein Abschiedsspiel, wie das von Lukas Podolski im März 2017, wird das Bayern-Trio mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht bekommen - das berichtet die Bild.

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Kein Abschiedsspiel für Hummels, Müller und Boateng

Die offiziellen Abschiedsspiele der Nationalmannschaft wurden vom DFB bereits abgeschafft. Im Fall von Podolski war es bereits so, dass er seinen "Abschied" im Rahmen seines letzten Länderspiels gegen England feiern musste. Da Hummels, Müller und Boateng sowieso nicht mehr in den DFB-Kader berufen werden, könnte es mit dem letzten Spiel im DFB-Trikot also schwierig werden.

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Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng ereilt das gleiche Schicksal: Die drei Weltmeister des FC Bayern gehören nicht mehr zum DFB-Team. Der SPORTBUZZER zeigt, wie die internationale Presse darauf reagiert. Zur Galerie
Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng ereilt das gleiche Schicksal: Die drei Weltmeister des FC Bayern gehören nicht mehr zum DFB-Team. Der SPORTBUZZER zeigt, wie die internationale Presse darauf reagiert. ©

Vor allem Hummels und Müller traf das plötzlichen Aus unvorbereitet. „Ich danke Mats, Jérôme und Thomas für die vielen erfolgreichen, außergewöhnlichen und einmaligen gemeinsamen Jahre“, erklärte Löw am Dienstag in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes. Bei der am 24. März beginnenden EM-Qualifikation für das paneuropäische Turnier 2020 ist das verdienstvolle Münchner Trio nicht mehr dabei. „Wir wollen der Mannschaft ein neues Gesicht geben. Ich bin überzeugt, dass das nun der richtige Schritt ist“, betonte der Bundestrainer.

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„Ich bin traurig über diese Nachricht, weil es für mich immer das Allergrößte war, mein Land zu repräsentieren“, reagierte Boateng auf die Nachricht. „Dennoch respektiere ich den neuen Kurs und habe Verständnis für die Entscheidung des Bundestrainers.“ Er sei immer „extrem stolz“ gewesen, das Trikot der Nationalmannschaft tragen zu dürfen. Den Sommer 2014 mit dem WM-Sieg werde er nie vergessen. „Dennoch hätte ich mir natürlich einen anderen Abschied für uns gewünscht“, sagte Boateng.


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Bundestrainer Löw zögerte zunächst mit dem Umbruch

Nach dem WM-Vorrunden-Aus im Vorjahr in Russland hatte Löw mit dem Umbruch noch gezögert und gerade Spieler wie Müller als unerlässliche Stützen für die neue Generation bezeichnet. Doch der Abstieg in der Nations League hat beim 59-jährigen Schwarzwälder offenbar nun für ein Umdenken gesorgt. In Manuel Neuer, Matthias Ginter, Julian Draxler und Toni Kroos spielen nur noch vier Champions der WM 2014 in Brasilien beim Neustart eine Rolle. Ob Mario Götze oder Shkodran Mustafi nochmals den Sprung zu Löw schaffen, ist fraglich.