27. Juni 2022 / 18:52 Uhr

Besuch in WM-Gastgeberland Katar: DFB-Boss Neuendorf plant Reise mit Innenministerin Faeser

Besuch in WM-Gastgeberland Katar: DFB-Boss Neuendorf plant Reise mit Innenministerin Faeser

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Bernd Neuendorf (links) will mit Politikerin Nancy Faeser nach Katar reisen.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf (links) will mit Politikerin Nancy Faeser nach Katar reisen. © IMAGO/ULMER Pressebildagentur/MIS International/Metodi Popow (Montage)
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Die umstrittenen Gegebenheiten im WM-Gastgeberland Katar veranlassen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Innenministerin Nancy Faeser zur Reise in den Wüstenstaat. Ein genauer Termin dafür stehe allerdings noch nicht, wie Neuendorf gegenüber dem "Kicker" erklärte.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf will noch vor Beginn der Weltmeisterschaft im November gemeinsam mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) in das umstrittene Gastgeberland Katar reisen. Das kündigte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag dem Fachmagazin Kicker an. Ein genauer Termin für den Besuch stehe noch nicht fest. Die Reise werde derzeit im Ministerium vorbereitet, sagte Neuendorf.

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Wegen der Menschenrechtslage und den Bedingungen für ausländische Arbeiter steht Katar schon seit langem in der Kritik. Auch Neuendorf hat sich nach seiner Wahl an die Spitze des DFB im vergangenen März mehrfach kritisch zu den Zuständen in dem Emirat geäußert.

Zuletzt hatte auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff die Turniervergabe kritisiert. "Wie konnte eine FIFA die Vergabe in dieses Land geben?“, fragte der 54-Jährige in einem Interview von RTL/NTV. Der Fernsehsender RTL hatte in der Reportage "Rote Karte statt Regenbogen – Homosexuelle in Katar“ über den Umgang mit sexuellen Minderheiten im Wüstenemirat berichtet und Bierhoff damit konfrontiert. Man müsse bei der Vergabe "einfach kritisieren, dass im ersten Punkt nur vielleicht auf Stadien oder andere Punkte geachtet wurde, oder natürlich Kommerz und nicht auf diese Aspekte, wie Menschenrechte oder andere gesellschaftliche Themen“, sagte Bierhoff. Die nächsten Vergaben sollten nur an Länder erfolgen, "in denen solche Dinge nicht passieren".

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