24. November 2022 / 12:20 Uhr

DFB-Boss Neuendorf erklärt: So kam es zur "Mund zu"-Geste der Nationalmannschaft vor dem Japan-Spiel

DFB-Boss Neuendorf erklärt: So kam es zur "Mund zu"-Geste der Nationalmannschaft vor dem Japan-Spiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Präsident Bernd Neuendorf (l.) begrüßte die Mund zu-Geste der Nationalspieler.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf (l.) begrüßte die "Mund zu"-Geste der Nationalspieler. © IMAGO/Shutterstock/Sven Simon (Montage)
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Vor dem WM-Spiel gegen Japan hielten sich die deutschen Nationalspieler beim Teamfoto den Mund zu. Ein Protest gegen das Verbot der "One Love"-Binde durch die FIFA. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärt, wie die Aktion zu Stande kam. 

Einen Tag nach der symbolträchtigen Geste der deutschen Nationalmannschaft vor dem WM-Auftaktpartie am Dienstag gegen Japan (1:2) hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf einen Einblick in die Gedankenspiele rund um die Aktion gegeben. "Ich war am Abend vor dem Spiel noch im Mannschaftshotel und habe mit Manuel Neuer gesprochen. Er hat mich über die Aktion informiert, was sich die Spieler überlegt hatten. Ich habe zugeraten. Ich fand das eine sehr gute Aktion", sagte der Verbandschef im ARD-Morgenmagazin. Insgesamt habe die Mannschaft noch einmal klar zum Ausdruck gebracht, dass der Versuch des Weltverbands FIFA, der den DFB mit dem Verbot der "One Love"-Binde zum Schweigen habe bringen wollen, nur bedingt funktioniere, so Neuendorf.

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Neuendorf äußerte sich auch zur Stimmung im Team, nachdem die Partie gegen Japan mit 1:2 verloren gegangen war. In der Mannschaft herrsche eine "gewisse Anspannung", meinte der DFB-Boss: "Das ist schon bisschen wie ein kleiner Kater, den man hat.". Der Druck sei nun extrem groß: "Gegen Spanien müssen wir mindestens ein Unentschieden holen", betonte Neuendorf: "Die Enttäuschung war gestern schon mit den Händen zu greifen."

Allerdings dürfe man jetzt auch nicht alles schlechtreden, findet der DFB-Präsident. Die Mannschaft sei gegen Japan über weite Strecken der ersten Hälfte bis zur Mitte des zweiten Durchgangs das deutlich bessere Team gewesen. Die nötigen Chancen, um das Spiel für sich entscheiden zu können, seien vorhanden gewesen. "Jetzt müssen wir auch diese Aspekte mitnehmen und betrachten und dann hoffentlich gegen Spanien mit einer konzentrierten Leistung einfach dagegenhalten und dieses Ergebnis korrigieren", so Neuendorf.

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