04. November 2021 / 12:47 Uhr

"Sicherung eines ordnungsgemäßen Spielbetriebs": DFB sieht sich nach BGH-Urteil bestätigt

"Sicherung eines ordnungsgemäßen Spielbetriebs": DFB sieht sich nach BGH-Urteil bestätigt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB kann weiterhin Strafen für Vereine bei Fanausschreitungen aussprechen. 
Der DFB kann weiterhin Strafen für Vereine bei Fanausschreitungen aussprechen.  © IMAGO/osnapix/Team 2 (Montage)
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Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil im Fall von verhängten Vereinsstrafen wegen Fehlverhaltens der Fan gefällt. Der DFB darf somit weiterhin die Klubs zur Rechenschaft ziehen und bezieht nun Stellung zur BGH-Mitteilung. Regionalligist Carl Zeiss Jena hatte dies grundsätzlich klären lassen. 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht im Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zu Vereinsstrafen wegen Fehlverhaltens von Fans eine Bestätigung seiner Rechtsauffassung. "Mit diesem Beschluss ist abschließend und zweifelsfrei sichergestellt, dass die DFB-Rechtsorgane einerseits ihre Arbeit auf der Basis der Richtlinie für die Arbeit des DFB-Kontrollausschusses uneingeschränkt fortsetzen – und dass sie andererseits die Unterstützung und Mitwirkung der Vereine, die anders als der DFB den Zugang zu ihren Anhängern haben, zur Sicherung eines störungsfreien Spielbetriebs einfordern können", sagte der für Recht zuständige 1. DFB-Vizepräsident und DFB-Interimspräsident Rainer Koch am Donnerstag.

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Zuvor hatte der BGH in Karlsruhe abschließend entschieden, dass Vereine auch weiterhin wegen des Verhaltens ihrer Anhänger und Zuschauer mit Geldstrafen durch den DFB belegt werden dürfen. Die Strafen seien als reine Präventivmaßnahme zu bewerten, dies sei auch ohne Verschulden der Vereine zulässig, hieß es zur Begründung. Geklagt hatte der Regionalligist FC Carl Zeiss Jena, der die Frage grundsätzlich klären lassen wollte - und nun auch in letzter Instanz unterlag (Az: I ZB 54/20).

"Damit wurde der DFB uneingeschränkt in seiner Auffassung bestätigt, wonach es bei den von der Verbandsgerichtsbarkeit verhängten Geldstrafen nicht um strafähnliche Sanktionen für in der Vergangenheit liegendes Fehlverhalten von Anhängern, sondern um präventive Maßnahmen zur Verhinderung zukünftiger Zuschauerausschreitungen und damit um die Sicherung eines ordnungsgemäßen Spielbetriebs geht", erklärte Koch.