25. September 2019 / 18:08 Uhr

NOFV-Präsident Bugar kämpft weiter für direkten Aufstieg aller Regionalliga-Meister

NOFV-Präsident Bugar kämpft weiter für direkten Aufstieg aller Regionalliga-Meister

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
190319 Halle Saale Peißen H+ Hotel NOFV Tagung Regionalliga Fußball Pressekonferenz Erwin Bugar ( NOFV) , *** 190319 hall Saale Peißen H hotel NOFV conference regional league sport football press conference Erwin Bugar NOFV
Erwin Bugar ist seit 2018 NOFV-Präsident. © imago images / Köhn
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Regionalliga-Reform: Der Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbands (NOFV), Erwin Bugar, will sich nicht mit der Reform abfinden, die am Freitag auf dem DFB-Bundestag beschlossen werden soll.

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Ab der Saison 2020/21 stehen den Fußball-Regionalligen Nord, Nordost und Bayern nur zwei Aufstiegsplätze in die 3. Liga zur Verfügung. Während den Staffeln Südwest und West je ein direkter Aufstiegsplatz zusteht, steigt aus den drei anderen Staffeln im Rotationsprinzip nur ein Verein direkt auf, die anderen beiden spielen den vierten Aufsteiger aus. Dieser Modus wird am Freitag beim Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt/Main mit großer Wahrscheinlichkeit bestätigt. „Davon gehe ich aus“, sagt Erwin Bugar, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes NOFV, dem SPORTBUZZER. „Das ist zwischen den Verbänden so abgestimmt.“

Der 67-Jährige aus Möckern in Sachsen-Anhalt ist im Dezember 2018 in Rangsdorf (Teltow-Fläming) zum neuen NOFV-Präsidenten gewählt worden. Damals betonte er in der Diskussion um die Regionalliga-Reform: „Unsere oberste Priorität ist die Erhaltung der Regionalliga Nordost. Das ist unsere Premium-Liga.“

"Das wird nicht in Stein gemeißelt"

Lange wurde über eine Reduzierung der Staffeln auf vier diskutiert. Das hätte die Zerschlagung der Regionalliga Nordost bedeutet. Insofern ist Bugar mit der vorliegenden Lösung zufrieden, die den Bestand der Nordost-Staffel sichert. Dennoch sind die Änderungen des Paragraphen 55a und b der DFB-Spielordnung langfristig nicht zufriedenstellend. „Die Forderung war von Anfang an, dass ein Meister aufsteigt. Das haben wir noch nicht geschafft, die Forderung muss erfüllt werden“, sagt Bugar im Gespräch mit dem SPORTBUZZER. „Wir verabschieden erst einmal das jetzige Paket. Aber wir lassen das nicht so stehen, das wird nicht in Stein gemeißelt.“ Soll heißen: Bugar, bis 2018 Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt, wird sich für eine Änderung der künftigen Lösung einsetzen. „Füße stillhalten ist nicht. Das ist immer wieder ein neuer Prozess. Wir müssen sehen, wie viele Regionalligen übrig bleiben.“

In Bildern: Die Rangliste der Facebook-Fans der Regionalliga-Nordost-Vertreter. Stand: September 2019

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In diesem Prozess erhofft sich der Jurist Bugar Unterstützung des neuen DFB-Präsidenten. Fritz Keller wird am Freitag zum obersten deutschen Fußball-Funktionär gewählt. „Das Thema wird ihn irgendwann einholen“, sagt Bugar. „Wir werden sehen, wie er sich dazu positioniert. Ich denke, dass er sich mit Sicherheit des Themas annehmen wird.“

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Eine Lösung wäre eine Aufstockung der 3. Liga. Bei derzeit 20 Vereinen steigen vier ab. Eine Aufstockung auf etwa 24 Clubs bei fünf Absteigern würde den Regionalligen entgegen kommen. Für die Drittligisten würde eine Expansion jedoch einen Mehraufwand etwa für größere Kader und mehr Reisen bedeuten. Bugar: „Der Knackpunkt ist das Geld, dann würde keiner mehr diskutieren.“ Die Drittligisten erhalten gut eine Million Euro aus der Zentralvermarktung. Macht der DFB das Portemonnaie etwas weiter auf, steigt vermutlich die Gesprächsbereitschaft. „Vielleicht findet sich so ein Weg“, sagt Bugar. Damit ist klar: Nach der Reform ist vor der Reform.

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