04. Januar 2022 / 20:37 Uhr

DFB-Bundestag, Frauen-EM, Männer-WM: Almuth Schult äußert ihre Hoffnungen für 2022

DFB-Bundestag, Frauen-EM, Männer-WM: Almuth Schult äußert ihre Hoffnungen für 2022

Almuth Schult
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In diesem Jahr stehen unter anderem die Europameisterschaft der Frauen und die WM der Männer an.
In diesem Jahr stehen unter anderem die Europameisterschaft der Frauen und die WM der Männer an. © IMAGO/regios24
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2022 wird ein Super-Sportjahr: Neben den Olympischen Winterspielen in Peking stehen auch für die Fußballerinnen und Fußballer große Turniere an. Erst treten die Frauen zur EM in England an, dann reisen die Männer nach Katar zur umstrittenen Winter-WM. Zuvor soll noch ein neuer DFB-Präsident gewählt werden. SPORTBUZZER-Kolumnistin Almuth Schult äußert Wünsche.

Mit Spannung blicke ich auf das Jahr 2022, in dem so viel Potenzial steckt. Es stehen die Olympischen Winterspiele vor der Tür, auf die ich mich trotz aller Umstände sehr freue.

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Der DFB stellt im März beim Bundestag die Weichen für die Zukunft. Eine Ausrichtung, auf die viele in Fußball-Deutschland gespannt warten. Neu? Innovativ? Divers? Gleichberechtigt? Oder doch getrieben von den bestehenden Strukturen zu einem konventionellen Kon­strukt, wie wir es seit Jahrzehnten kennen. Ich hoffe immer noch, dass es eine Aufbruchstimmung gibt, wir überrascht werden, sich wirklich etwas verändert, eine neue Richtung in der Denkweise eingeschlagen wird.

In gewisser Weise spiegeln das die großen Turniere dieses Jahres wider. Die EM der Frauen im "Mutterland des Fußballs" – vermutlich eine Endrunde, wie sie im Fußball für Frauen noch nicht stattgefunden hat auf europäischer Bühne. Der englische Verband stellt alle Vorzeichen auf eine nachhaltige Anpassung in Richtung Geschlechtergerechtigkeit – schon jetzt mit der Liga und den Klubs.

Dagegen steht die Männer-WM in Katar. Das erste Mal im Winter und mit so vielen Diskussionen um Menschenrechte und Boykottgedanken im Vorfeld wie nie zuvor. Mit neu gebauten Stadien unter fragwürdigen Umständen. Welche klimatisiert werden müssen im Wüstenstaat. Aus Solarenergie, vielleicht das einzige Nachhaltige im Konzept. Schlussendlich der Fußball in kommerzialisierter Perfektion. Meine große Hoffnung: dass alle Frauen, die international an dem Event beteiligt sind, ein nachhaltiges Beispiel für die Frauen in Katar werden und sich dadurch etwas an der männlichen Vormundschaft ändert.

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Immer dienstags wechseln sich an dieser Stelle Bestsellerautor Ronald Reng, die deutsche Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult, Sky-Kommentator Wolff Fuss und Jochen Breyer, Moderator des ZDF-"Sportstudios", mit Meinungsbeiträgen ab. Sie sind alle Kolum­nisten des SPORTBUZZER, des Sportportals des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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