25. November 2020 / 10:22 Uhr

Bericht: DFB müsste Bundestrainer Joachim Löw bei vorzeitiger Trennung bis zu acht Millionen Euro zahlen

Bericht: DFB müsste Bundestrainer Joachim Löw bei vorzeitiger Trennung bis zu acht Millionen Euro zahlen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw steht weiter in der Kritik.
Bundestrainer Joachim Löw steht weiter in der Kritik. © Getty Images/Montage
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Der aktuelle Stand ist klar: Über die Zukunft von Joachim Löw berät der Deutsche Fußball-Bund endgültig am 4. Dezember. Darf der Weltmeistertrainer die Nationalmannschaft auch zur Europameisterschaft im kommenden Sommer führen? Wenn nicht, müsste der DFB offenbar eine ordentliche Abfindung zahlen.

Die Zeit läuft. Joachim Löw soll seine Krisenanalyse zum Zustand der deutschen Nationalmannschaft bis Anfang Dezember abschließen. Der 60-jährige Weltmeistertrainer soll stand jetzt das DFB-Team trotz des Rückschlags in Spanien ins EM-Jahr führen. Und Löw besitzt sogar noch einen Vertrag als Chefcoach bis zur WM im Winter 2022. Eine vorzeitige Trennung wäre laut Bild mit hohen Kosten verbunden.

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Angeblich verdient Löw aktuell inklusive Prämien im Jahr vier Millionen Euro. Im bis 2022 geltenden Vertrag gebe es eine Klausel, die ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit mögliche mache, berichtet die Bild. Doch aus juristischer Sicht gebe es ein Problem, da sich die Klausel auf die EM 2020 bezogen habe. Nach der Verschiebung des Turniers stelle sich jetzt die Frage, ob die Klausel auch im nächsten Jahr greifen würde. Der DFB müsse dem Bericht zufolge im Falle der Trennung nach der EM noch ein halbes Jahresgehalt an den Bundestrainer zahlen.

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Falls die Klausel nicht mehr gültig sei, hätte Löw laut Bild bei einem vorzeitigen Aus im Dezember einen Anspruch auf zwei komplette Jahresgehälter - das macht insgesamt acht Millionen Euro. Obendrauf würde noch das Gehalt von Co-Trainer Marcus Sorg, Torwart-Trainer Andreas Köpke und Scout Urs Siegenthaler kommen - falls diese ebenfalls vorzeitig gehen müssten. Das Trio soll insgesamt eine Million Euro pro Jahr einstreichen. Somit müsse der DFB im Falle einer sportlichen Komplett-Veränderung zehn Millionen Euro noch in diesem Jahr zahlen.

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Bei der DFB-Sitzung am 4. Dezember ist zunächst eine Analyse des jüngsten 0:6 in Spanien und der "Gesamtentwicklung der Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren" durch DFB-Direktor Oliver Bierhoff geplant. Der umstrittene Löw solle Zeit für eine grundlegende Aufarbeitung der Lage bekommen. "Sportlich, um die Ursachen der deutlichen Niederlage von Sevilla zu analysieren. Und persönlich, um die eigene große Enttäuschung zu verarbeiten", hatte der DFB mitgeteilt. Erst nach dieser Präsidiumssitzung werde der Verband "zum gegebenen Zeitpunkt über Ergebnisse der Beratungen und nächste Schritte informieren".

Nur drei Tage nach der DFB-Sitzung wird am 7. Dezember die WM-Qualifikation ausgelost. Erst Mitte März wird der Bundestrainer seinen Kader wieder zusammenrufen können, um dann zum letzten Mal vor dem EM-Trainingslager mit seinen Nationalspielern arbeiten zu können