08. Mai 2020 / 16:04 Uhr

DFB-Chefmediziner Meyer reagiert auf Kritiker: Fußball hat keine Sonderrolle

DFB-Chefmediziner Meyer reagiert auf Kritiker: Fußball hat keine Sonderrolle

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Arzt Tim Meyer hält es nicht für eine Option, Bundesliga-Spiele mit Gesichtsmasken auszutragen.
Sieht keine Sonderrolle für den deutschen Fußball: Tim Meyer. © dpa/imago images/Future Image/Montage
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Tim Meyer hat das Hygiene-Konzept für den deutschen Fußball in Zusammenarbeit mit einer Task-Force erarbeitet. Sein Konzept sieht er allerdings nicht als Sonderrolle für den Fußball in Deutschland.

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DFB-Chefmediziner Tim Meyer hält die Diskussion über eine Vorzugsbehandlung des Fußballs in der Corona-Krise für unsinnig. „Also eine Sonderrolle im Sinne von Sonderregel - das kann ich konkret bestreiten. Denn es ist überhaupt nicht so, dass zum Beispiel gegenüber den Gesundheitsämtern Regeln gelten, die gegenüber anderen nicht gelten. Das ist einfach nicht der Fall“, sagte der 52-Jährige am Freitag bei MagentaSport.

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Der langjährige Arzt der deutschen Nationalmannschaft hat als Leiter der von der Deutschen Fußball-Liga eingesetzten achtköpfigen Task Force ein Hygienekonzept erstellt, aufgrund dessen die 1. und 2. Liga am 16. Mai ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen können. Nicht nur von Spitzensportlern anderer Sportarten gab es dafür teils massive Kritik.

Meyer ist zuversichtlich, dass die Saison bis Ende Juni beendet werden kann. „Ach, ich bin schon guter Hoffnung. Das Konzept stellt die Voraussetzungen, dass es klappen kann“, sagte er, mahnte aber zugleich: „Aber wenn die Protagonisten nicht mitspielen, wird es sehr, sehr schwierig.“ Letztlich gehe es auch um die Arbeitsplätze einer ganzen Branche.

DFB-Mediziner Meyer sieht Probleme für 3. Liga

Für den Deutschen Fußball-Bund, der für die 3. Liga zuständig ist, und die Deutsche Fußball Liga gebe es keine Unterschiede, grundsätzlich sei das Konzept für den gesamten Berufsfußball entwickelt worden. Unterschiede seien aber etwa durch die Beschaffenheit der Stadien mit weniger Platz gegeben.

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Sie hätten den Nachteil, „dass einige Maßnahmen, die wir zu Abständen zwischen einzelnen Gruppen getroffen haben, weniger leicht einzuhalten sind als in größeren Stadien.“ Das müsse aber nicht zwangsläufig dazu führen, „dass man es gar nicht durchführen kann. Es führt aber unter Umständen dazu, dass Dinge länger dauern“, sagte Meyer.