19. Dezember 2019 / 17:27 Uhr

Nach Diskussion über Menschenrechte: DFB hält an Kooperation mit China fest

Nach Diskussion über Menschenrechte: DFB hält an Kooperation mit China fest

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der DFB hält seine Kooperation mit dem chinesischen Fußballverband aufrecht.
Der DFB hält seine Kooperation mit dem chinesischen Fußballverband aufrecht. © imago images/Patrick Scheiber
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Der 1. FC Köln stoppt wegen der Menschenrechtslage seine Kooperation mit China. Für den DFB bleibt das folgenlos, wie der Verband mitteilte. 

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Der Stopp der Kooperation des 1. FC Köln mit dem chinesischen Fußball hat für den Deutschen Fußball-Bund keine Folgen. Er verwies am Donnerstag auf Anfrage auf eine Grundlagenvereinbarung auf Staatsebene sowie auf Abkommen des DFB und der DFL mit dem chinesischen Bildungsministerium und dem chinesischen Fußball-Verband CFA.

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„Die Zusammenarbeit zielt auf den Austausch zwischen beiden Ländern ab“, schrieb der DFB. „Das heißt, die Partnerschaft besteht weiterhin. Der DFB steht dazu im ständigen Kontakt mit dem Auswärtigen Amt. In diesem Jahr beschränkte sich die Kooperation auf formellen und informellen Austausch.“ Ende 2016 hatten Vertreter der deutschen und der chinesischen Regierungen eine weitreichende Vereinbarung beider Länder zur Zusammenarbeit im Fußball getroffen.

Köln beendet Zusammenarbeit: Abkommen bis 2021 gültig

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der Bundesligist aus Köln seine Zusammenarbeit mit China stoppt. „Das hat mit dem Bündeln von Ressourcen und dem Setzen von Prioritäten zu tun“, hatte Klub-Präsident Werner Wolf dem Kölner Stadt-Anzeiger gesagt. Das geplante Engagement der Kölner war Bestandteil des zwischen der deutschen und chinesischen Regierung beschlossenen und bis 2021 gültigen Abkommens.

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