04. November 2020 / 08:17 Uhr

DFB-Comeback von Hummels und Müller? Watzke überzeugt: Löw kommt aktuell "an beiden nicht vorbei"

DFB-Comeback von Hummels und Müller? Watzke überzeugt: Löw kommt aktuell "an beiden nicht vorbei"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke würden die aktuellen Leistungen von Mats Hummels und Thomas Müller eine Nominierung für das DFB-Team rechtfertigen.
Für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke würden die aktuellen Leistungen von Mats Hummels und Thomas Müller eine Nominierung für das DFB-Team rechtfertigen. © imago images/Revierfoto/dpa/Montage
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Sie gehören aktuell zu den Topspielern ihrer Mannschaften: Die von Bundestrainer Joachim Löw ausgebooteten 2014er-Weltmeister Mats Hummels und Thomas Müller. Für BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sind beide aktuell Kandidaten für die Nationalmannschaft.

2014 wurden sie als Stammspieler gemeinsam Weltmeister, im März 2019 gemeinsam (mit Jerome Boateng) vorerst ausgebootet: Mats Hummels und Thomas Müller spielen in den Planungen von Bundestrainer Joachim Löw aktuell keine Rolle. Stattdessen setzt der DFB-Coach auf junge Spieler - und machte zuletzt keine Anstalten, von seiner Linie abzurücken. Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke glaubt dennoch an EM-Chancen für BVB-Profi Hummels und Bayern-Star Müller (beide 31 Jahre alt): "Wenn Mats, genauso wie Thomas Müller, sein überragendes Niveau hält, dann wird der Bundestrainer an beiden nicht vorbei kommen. Joachim Löw ist erfolgsorientiert. Da bin ich sicher", sagte der BVB-Boss in einem Interview mit der Sport Bild.

Zuletzt wurde die Rückkehr der beiden Stars immer häufiger gefordert, weil sich die Löw-Mannschaft alles andere als sattelfest erweist. Vor allem in der Defensive gibt es erhebliche Probleme, wo Matthias Ginter, Niklas Süle und Antonio Rüdiger immer wieder wackeln. Da könnte Hummels der benötigte Stabilisator bei der Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli 2021) werden. Experten und Ex-Profis fordern auch immer wieder, dass Müller zurückkehren muss. Denn der Star des FC Bayern spielt seit Monaten auf höchstem Niveau und könnte zur Torgefährlichkeit des DFB-Teams beitragen. Zudem gilt er als Führungspersönlichkeit, die der jungen Mannschaft manchmal zu fehlen scheint.

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In diese Kerbe schlägt auch Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der gemeinsam mit Watzke interviewt wurde. "Beide spielen auf sehr hohem Niveau. Was beide neben ihrer sportlichen Qualität auszeichnet ist ihre Persönlichkeit", sagte der FCB-Boss. Müller sei "auf dem Platz nicht nur Spieler, sondern auch Einpeitscher. Wie er seine Mitspieler motiviert und mitzieht, das habe ich so auch noch nie erlebt. Ein Grund für unseren Triumph in der Champions League ist dieser fußballerisch und persönlich beeindruckende Thomas Müller".

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Für Löw spielt Müller aktuell trotzdem keine Rolle, wie er erst Anfang September deutlich machte: "Thomas Müller ist ein klasse Spieler, keine Frage, aber ich vertraue auf die Jungen", sagte der DFB-Coach nach dem 1:1 beim Nations-League-Auftakt gegen Spanien. "Wir haben den Umbruch durchaus gut bewältigt, von dem her bleibe ich bei meiner Meinung." Zuspruch erhielt Löw von DFB-Führungsspieler Toni Kroos via Bild am Sonntag: "Jogi Löw hat die drei Weltmeister ja nicht gestrichen, weil sie schlechte Spieler wären, sondern weil er einen neuen Weg gehen wollte", sagte der Real-Madrid-Star. So wolle der Weltmeister-Coach "Spielern wie Serge, Leroy oder auch Timo Werner und Kai Havertz Raum geben, sich zu entfalten", erklärte Kroos.